Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Fragen

    13.08.2014, Liane Mayer
    Mir drängen sich da einige Fragen auf:
    1.) Wie sieht es mit der Gleichmäßigkeit der genannten Schichtungen aus? Ist in Richtung der Pole und in Richtung des Mond - Äquators von der gleichen Viskositäts - und Temperaturverteilung auszugehen oder gibt es da möglicherweise Unterschiede?
    2.) Da Scherwellen in Flüssigkeiten generell nicht weitergeleitet werden, wie kann man jemals sicher sein, dass die Geschwindigkeit, die für sie im festen Teil des Kerns angegeben ist, irgendeiner Realität entspricht? Um dorthin zu gelangen, müssten Scherwellen ja zuerst die flüssige Zone durchqueren, was sie ja nicht können.
    3.) Wie kommt es, dass der innere Teil des Kerns fest ist? Ist die Temperatur dort etwa niedriger als weiter außen? Oder liegt es am höheren Druck? Wie sieht überhaupt die derzeit vermutete Temperaturverteilung im Mondinneren aus?

    Herzlichen Dank im Voraus für alle Bemühungen, darauf Antworten zu finden!
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Mayer,
    über die Gleichmäßigkeit der Schichtungen des Mondinneren machen die Autoren nur grobe Angaben, sie weisen darauf hin, dass die Schichtdicken variabel sein können. Für noch genauere Modellierungen des Mondinneren fehlen einfach weitere seismische Daten.

    Auf die Scherwellen im ineren Mondkern wird durch andere Erdbebenwellenarten zurückgeschlossen, die auf eine Umwandlung an der Grenzfläche vom äußeren flüssigen zum inneren festen Kern zurückgehen. Auf diese Wellentypen wird in der Originalarbeit auch nur am Rande hingewiesen.

    Wie Sie richtig vermuten, ist tatsächlich der hohe Druck nahe des Zentrum des Mondes dafür verantwortlich, dass der innerste Bereich fest ist, obwohl dort die Temperatur noch höher ist. Wie hoch die Temperatur im Mondinneren ist, wird von den Autoren nicht angegeben, aus anderen Quellen folgt eine Temperatur von rund 1400 plus/minus 400 Grad Celsius. Damit liegt sie beträchtlich niedriger als im Zentrum der Erde, das mit rund 5500 Grad Celsius etwa so heiß wie die Oberfläche der Sonne ist.

    Dr. Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"
  • Firestream

    12.08.2014, Ralf Thiele
    Dieses Bild besticht durch seine nicht gleich ersichtliche "Konstruktion". Das es sich hier um die Sonne handelt, ist wirklich erst auf den zweiten Blick erkennbar. Zwar lässt die Klarheit der Aufnahme durch die vorhandenen Partikelstörungen etwas nach; dafür ergeben sich aus dem Farbkontrast der Hauptmotivs und der "beigemischten" Lichter im Vordergrund eine Szenerie, die sich nicht so schnell wiederfinden lässt.
  • Mondreise

    12.08.2014, Ralf Thiele
    Mir gefällt das Bild ausgesprochen gut. Es besticht durch seine Klarheit und Präzision sowohl in der Bildkomposition als auch in der Aufnahme selbst. Das ist auch ein ausgesprochen gut ausgewähltes Motiv für eine Aufnahme wie diese!
  • Mysterium Supermond

    10.08.2014, Bernhard Schröck
    Es wird zu Recht darauf hingewiesen, dass der Mond am Himmel einen scheinbaren Durchmesser von einem halben Grad hat. Der Fingernagel des kleinen Fingers bedeckt - bei ausgestrecktem Arm - den Mond, was man selber ausprobieren kann. Da sind Durchmesserunterschiede von zehn Prozent sicher nicht bemerkbar. Im übrigen ist das Verhältnis Monddurchmesser im Apogäum zum Durchmesser im Perigäum etwa so groß wie das Verhältnis des Durchmessers einer 1€-Münze zu einer 2€-Münze. Eine 1€-Münze hat in einer Entfernung von etwa 2,5 Metern einen Durchmesser von einem halben Grad. Können Sie bei einer Entfernung von 2,5 Metern entscheiden, ob Sie eine 1€- oder 2€-Münze vor sich haben?
  • Komet

    10.08.2014, Simon
    Superaufnahme
  • ISS über schlafendem Napoleon

    07.08.2014, René Rüesch
    Großartiges Bild! Wieviele Aufnahmen? Slider? Kompliment!
  • Star Adventurer

    07.08.2014, Otto Kandler
    Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Star Adventurer bisher gemacht? Ausrichten, Justieren, Langzeitstabilität …
  • Der lange Schweif

    04.08.2014, Hans-Fr. Trögeler
    Das Allsky-Bild gibt schön die unendlich erscheinende Länge des Schweifs von Komet Hyakutake wieder, der ein unvergessliches Schauspiel gab.
  • Platinenlayouts

    02.08.2014, Franz Dengler
    Hallo,

    bekommt man die runden Platinen irgendwo schon so geliefert oder muss man die Dinger selber rausfrickeln?
  • Leider nur die halbe Wahrheit

    30.07.2014, Michael Khan
    Das Beispiel Curiosity war von den Interviewern nicht unbedingt geschickt gewählt, denn dies eröffenete dem Interviewten die Chance zu einer ausweichenden Antwort, die am Thema vorbei geht. Bei NASA-Missionen, wo die technischen Randbedingungen und die Interessenlage der Principal Investigators (also der für das Instrumenten Verantwortlichen) nicht wesentlich anders sind, ist der Outreach generell schneller und umfassender als bei Rosetta, und allemal schneller als bei früheren ESA-Missionen. Dies gilt auch für die Kometenmission Dawn und die Saturnmission Cassini, also Missionen, die neue Kapitel in der Wissenschaftsgeschichte aufgeschlagen haben, was Herrn Dr. Sierks im übrigen auch wohlbekannt sein dürfte.

    Ferner - das verschweigt der Interviewte wohlweislich - existieren Übereinkünfte zwischen dem OSIRIS-Team und der ESA, auch mit Bildmaterial der ESA-eigenen Navigationskamera restriktiv umzugehen, und zwar ausdrücklich deswegen, weil befürchtet wird, dass die Qualität des von der Navigationskamera gewonnenen Bildmaterials zumindest das der Wide-Angle-Camera des OSIRIS-Systems ereicht. In Punkto Auflösung tut sie es sicher, aber Auflösung ist nicht alles, und OSIRIS verfügt zudem ja auch noch über die Narrow-Angle-Camera.

    Mehr zu dieser Übereinkunft, aus der gar kein Geheimnis gemacht wird, hier:

    http://blogs.esa.int/rosetta/2014/06/25/comet-67pc-g-in-rosettas-navigation-camera/

    Zitat daraus:

    "Because NAVCAM and the OSIRIS wide-angle camera have comparable resolution, we have an agreement with the OSIRIS team to try and avoid publishing too much NAVCAM data immediately, as they could be used to yield science data similar to that coming from OSIRIS."

    Von dieser Übereinkunft profitiert nicht die ESA und nicht die Öffentlichkeit, sondern allein das OSIRIS-Team.

    Fazit: Die Behauptung, die Menge und die zeitliche Abfolge der Outreach-Aktivitäten mit Bildmaterial der Rosetta-Mission seien durch die dem OSIRIS-Team zur Verfügung stehende Zeit begrenzt, lässt sich nicht halten. Die zeitnahe Veröffentlichung von NavCam-Bildern durch die ESA würde das OSIRIS-Team keinerlei Mehraufwand kosten, wird aber durch ein Abkommen allein zu Gunsten des OSIRIS-Teams verhindert.

    Leider wurde zu diesen Punkten nicht dezidiert nachgehakt - bei besserer Vorbereitung des Interviews wären Nachfragen eigentlich unerlässlich. Dass dies unterblieb, kann ich nur als enttäuschend bezeichnen.
  • Sternengeburt in Kepheus

    30.07.2014, Marija Vlaski
    Einfach Klasse!
  • Vielen Dank

    22.07.2014, Heinrich Dück
    Danke für das Kompliment!

    Leider stößt man mit einfachen Equipment sehr schnell an Grenzen, wenn es um die Belichtungszeit und Abbildungsfehler geht. Dennoch kann ich jedem nur empfehlen, an diese Grenzen zu gehen. Die Erfahrung und das Ergebnis sind es wert. ;-)
  • 'Bunte Mischung!'

    20.07.2014, Edith Ponzer
    Gigantisch, wie bunt es im Universum zugeht! :-) Danke für die Veröffentlichung der Aufnahmen und weiterhin viel Erfolg beim Erspähen neuer Nebel in diesen gigantischen Dimensionen! Wir freuen uns immer wieder, Aufnahmen von 'draußen' 'innen' sehen zu dürfen! Bitte hören Sie damit nicht auf, es ist immer wieder ein Erlebnis! Danke!
  • So schön!

    20.07.2014, Edith Ponzer
    Es ist immer wieder faszinierend, welch wunderbare ferne Aufnahmen aus einem kleinen Dorf in NÖ entstehen können! Gratulation dem ausdauernden und begeisterten Genie! Danke, dass Sie uns damit auch einen Blick in die gigantischen Dimensionen gewähren!
  • Genial!

    20.07.2014, Edith Ponzer
    Wie immer genial! Herzlichen Glückwunsch und danke, dass Sie auch uns dran teilhaben lassen! Ich hätte gern die volle Punktezahl vergeben, doch leider hat es offensichtlich ungewollt früher gestoppt.