Galaxien
Die Schatten galaktischer Welten
Rätselhafte Sternströme könnten Überbleibsel von Minigalaxien sein, auf deren Kosten sich unsere Milchstraße zu einem galaktischen Riesen entwickelte. Sie zu finden, erfordert astronomischen Spürsinn.
Oder vielleicht doch? Arkturus – zweithellster Stern am Nordhimmel und im Sternbild Bootes zu finden – rüttelt an dem einfachen Bild, dem zufolge die in der Milchstraße geborenen Sonnen ganz unter sich sind. Er bewegt sich ein wenig anders und ist auch chemisch nicht ganz so zusammengesetzt, wie man erwarten würde.


Seit 1997 arbeiten Rodrigo Ibata und Brad Gibson gemeinsam daran, aus Beobachtungen der Sagittarius-Zwerggalaxie Erkenntnisse über die Dunkle Materie zu sammeln. Ibata ist vor allem Beobachter, Gibson steuert die Theorie bei. Ibata entdeckte auch die Canis-Major-Zwerggalaxie und arbeitet für das Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) am Observatoire Astronomique de Strasbourg. Gibson, theoretischer Astrophysiker an der University of Central Lancashire in England, zählt zu den Pionieren der Computersimulation von Prozessen der Galaxienbildung.
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1. Größere Fluchtgeschwindigkeit in der Vergangenheit?
09.10.2007, Katja Ellbrunner-Thieme, München2. Fluchtgeschwindigkeit, die zweite
03.11.2007, Katja Ellbrunner-Thieme, MünchenIn Ihrer Antwort verweisen Sie auf zwei verschiedene Galaxien, die sich in unterschiedlicher Entfernung mit verschiedenen Geschwindigkeiten von der Erde entfernen. Die Galaxie in der Entfernung von 1 Milliarde Lichtjahre soll sich mit der Geschwindigkeit v1 von der Erde entfernen. Diese Geschwindigkeit fand zur Zeit t1 statt. Die Galaxie in der Entfernung von 5 Milliarden Lichtjahre bewege sich mit der Geschwindigkeit v2 von der Erde weg, dies fand zur Zeit t2 statt.
Wie wir an der Rotverschiebung erkennen, ist die Geschwindigkeit v1 kleiner als die Geschwindigkeit v2.
Es gilt also: v1 kleiner v2.
Da ein Blick in die Weiten des Universums aber ein Blick in die Vergangenheit ist, findet der Zeitpunkt (t1), als die erste Galaxie beobachtet wird, zeitlich später statt, als der Zeitpunkt (t2), zu dem sich die Galaxie mit der Geschwindigkeit v2 bewegt.
Es gilt also: t1 größer t2.
Wenn jetzt zu einem früheren Zeitpunkt (t2) eine größere Geschwindigkeit (v2) gemessen wird, als zu einem späteren Zeitpunkt (t1), so spricht man doch von einer negativen Beschleunigung, also findet Abbremsung statt.
Wo liegt dabei mein Denkfehler? Oder gibt es keinen?