Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Einwand

    20.09.2012, Dr. Peter Dobrick
    Vielen Dank für Ihren ausführlichen Artikel, den ich als Hausarzt-Internist mit großem Interesse gelesen habe. Es ist m.E. aber doch so, dass einzelne Patientenschicksale einen stark beeindrucken. Ein Beispiel: Ein 70-jähriger Patient kommt von einem (inzwischen verstorbenen) Hausarzt, der keine PSA-Testungen gemacht hatte, mit Rückenschmerzen. Es stellt sich heraus: Metastasen bei Prostata-Ca, der PSA beträgt 16. Inzwischen leidet der Patient unter starken Knochenschmerzen, bekommt Chemotherapie und hat wohl einen baldigen Tod zu erwarten. Könnte er nicht seinem früheren Hausarzt den Vorwurf machen: Herr Doktor, weil Sie nie einen PSA-Test haben machen lassen, muss ich nun qualvoll sterben! Was wollen Sie einem solchen Patienten antworten? "Statistisch gesehen hätte der PSA-Test Ihr Leben nicht gerettet"?
  • Verwendete Laborraten besonders anfällig für Tumore

    20.09.2012,
    ein weiterer sehr wichtiger Kritikpunkt ist die vielfach bewiesene Tatsache, dass die verwendeten Laborratten bei langer Versuchsdauer sowieso Tumore kriegen, dazu die Sammlung wissenschftlicher Literatur:
    Anonymous-Rat-List (2003)
    Electronic Source: Scientific Literature Survey: Mammary tumors, pituitary tumors, and spaying (ed <http://www.ratbehavior.org>), published by: <http://www.ratbehavior.org>
    http://www.ask-force.org/web/Seralini/Anonymous-Rat-List-Spaying-2003.pdf und:

    Durbin, P.W., Williams, M.H., Jeung, N., & Arnold, J.S. (1966)
    DEVELOPMENT OF SPONTANEOUS MAMMARY TUMORS OVER LIFE-SPAN OF FEMALE CHARLES RIVER (SPRAGUE-DAWLEY) RAT - INFLUENCE OF OVARIECTOMY THYROIDECTOMY AND ADRENALECTOMY-OVARIECTOMY. Cancer Research, 26, 3P1, pp 400-&
    http://www.ask-force.org/web/Seralini/Durbin-Development-Spontaneous-Mammary-Tumors-1966.pdf

    die obskure Statistik-Methode erlaubt kein Nachprüfen, die Dosis ist nicht angegeben, aller Wahrscheinlichkeit nach viel zu hoch.

    die vorhergehenden Publikationen der CRIIGEN - Gruppe zum selben Thema wurden allesamt schwer kritisiert von der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler.







  • Lieber im Original von Richard Wiseman

    20.09.2012, T. Wirth
    Öhm, erinnert alles sehr stark an Richard Wiseman (59sec. and RipItup). Und dieser Professor ist ein didaktisches Genie mit für den Leser spürbarem Spaß und Freude und endlosen Beispielen zum Mitmachen und der so wunderbaren britischen Leichtigkeit, ohne an Wissenschaftlichkeit zu verlieren.

    Herr Wilde, zumindest Richard Wiseman meint auch wie Sie, dass "positive thinking" nicht mehr angesagt ist, sondern "positive acting"!
  • blühende Phantasie

    20.09.2012, Walter Weiss
    Wie wärs mit folgendem - doch eher wahrscheinlichen - Szenario: jener Mensch fand einen wilden Bienenstock (Imker gabs ja noch nicht) und stopfte sich voller Freude die mit Honig gefüllten Wachswaben in den Mund, kaute darauf herum, um den Honig vom Wachs zu trennen, wobei Wachs automatisch in die Zahnlücken drang und festgekaut wurde - und in diesem glücklichen Lebensmoment kam der Bär, der genau so scharf auf den Honig war, und brachte ihn um.
  • Neurobiologie?

    20.09.2012, Ernst Wilde
    Sorry - aber vielleicht sollte man auch darauf hinweisen, dass "Positive Psychologie" in akademischen Kreisen eher mit Skepsis betrachtet wird. Von der Neurobiologie mag ich gar nicht anfangen. Aufm Coachingmarkt wird das rezipiert, ok.

    LG EW
  • Novelliertes Tiernutzgesetz

    20.09.2012, Jürgen Gerlach
    Die jetzt vorgelegte Novellierung beinhaltet nichts Anderes als die weitere straffreie Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe, wie es heuchlerisch im Tierschutzgesetz geschrieben steht. Werdet endlich Vegetarier/Innen oder noch besser Veganer/Innen, dann erledigt sich wenigstens in Deutschland (leider nicht für den Export) das Problem der entsetzlichen Tierausbeutung.
  • Es zeigt sich wieder einmal!

    19.09.2012, Birgit Lewe
    Der Mensch, der etwas zu Sagen hat, ist offensichtlich mit Verantwortung überfordert.

    Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich gerne mal die Verantwortlichen ohne Betäubung kastrieren lassen, tagelang in Massenhaltungsställe stopfen, auf LKW treiben und quer durch Europa karren, in Versuchslabore eine Versuchsreihe durchstehen lassen, in Tötungsstationen stecken, etc.

    Leider sind wir nicht bei "wünsch Dir was" und so hoffe ich nur, dass endlich viel mehr Menschen die Augen öffnen und sich bewusst machen, was sie Tieren durch ihr Konsumverhalten antun und dieses entsprechend ändern. Das endlich viel mehr Menschen den Politikern klarmachen, wie unakzeptabel ihre Entscheidungen sind und sie dann noch diese Entscheidungen als "Verbesserungen" feiern.
    Ein Hohn für jedes Tier!
  • Wozu haben wir überhaupte ein TSchG - wozu wurde der Tierschutz im GG aufgenommen?

    19.09.2012, Harald von Fehr
    Da läßt Frau Aigner wieder mal die Katze aus dem Sack, wenn sie sich auf die die im Grundgesetz verankerten Grundrechte der Berufs- und Eigentumsfreiheit bei Pelztierzüchtern beruft.
    Wo gibt es einen "vernünftigen Grund" Pelztiere lebenslang leiden und fürchterlich sterben zu lassen, lediglich um Ewiggestrigen zu gestatten, ihren Wohlstand zur Schau zu tragen?
    Wer erdreistet sich Tiere in Massentierhaltungen lebenslang unsäglichen Qualen auszusetzen - und bei Katastrophen, egal welcher Art, sie einfach in dieser verbrecherischen Enge verrecken zu lassen?
    Leute, die solche Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen zulassen, dürfen nicht länger an Stellen sitzen, an denen sie das Sagen haben - solche Leute gehören wegen Tierverbrechen hinter Gitter!
  • Gene, Geschmack, Vorlieben

    18.09.2012, Paul R. Woods
    Innerhalb von 400 Jahren haben demnach die Minangkabau (West Sumatra, Indonesien) ihre für reichlich Chili verwendende Küche (= Padang Food) genetisch entwickelt? Und die Erdnusssoße zum Sate? Und Westeuropa seine Vorliebe für Kartoffeln und Tomaten und die Menschen in Kenia ihren Hang zu Ugali (Maismehl + heißes Wasser)? Denn all diese Pflanzen waren in der Alten Welt vor 1492 völlig unbekannt. Und das alles geschah ohne die Seidenstraße! Ich halte das Erklärungsmodell für sehr stark vereinfachend.
  • Sozialismus?

    17.09.2012, Thomas Seeling
    @Gilbert Brands: meine Frau hat Tiermedizin studiert. Von wegen, sie hat kaum Bücher benötigt! Bis zum Ende des Studiums waren das fast 30.000 DM. Ich habe als Mathematiker zwar nicht so viele Bücher benötigt, aber Fachbücher zu Informatik in der Größenordnung von 4-5.000 DM musste ich mir auch zulegen.

    Der Staat garantiert im GG einen freien Zugang zu Bildung. Das darf nicht vom Geld abhängig gemacht werden.
    Welches Recht haben eigentlich die Zeitschriftenverlage heutzutage noch, das Wissen dermaßen in Besitz zu nehmen? In USA ist jegliches mit öffentlichen Mitteln gefördertes Forschungsergebnis gesetzlich Public Domain. Warum kann in Deutschland ein Verlag ein Manuskript in Besitz nehmen, das von einem (meistens) öffentlich besoldeten Professor oder Wissenschaftler mit Hilfe seiner Studenten und Doktoranden erstellt wurde? Der Staat stellt die meisten Forschungseinrichtungen zur Verfügung, aber der Gewinn aus den Veröffentlichungen soll doppelt und dreifach eingestrichen werden?
  • Nutzung nach § 52a wird im Übrigen vergütet

    17.09.2012, Lehrknecht
    Die elektronische Breitstellung von einzelnen Aufsätzen für einen _begrenzten_ Nutzerkreis ist in der universitären Lehre m.E. schon (noch) zulässig.

    Es wundert mich allerdings, das in dem Artikel nicht erwähnt wird, dass die Länder Pauschalvergütungen an die Verlage bezahlen. http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/Gesamtvertrag_Ansprueche_52a.pdf

  • Wissen

    16.09.2012, c3p
    @Walter Weiss: Also ich als Student sehe persönlich einfach folgendes Problem:
    Ich brauche extrem viel Stoff und habe kein Geld. Gute Wissenschaft gibt es nur, wenn ich möglichst viele Quellen zur Verfügung habe, am besten also eine Art Flatrate-Modell. Bibliotheken sind übrigens extrem überholt, ich möchte digitale Versionen, die viel mehr Komfort, wie etwa Suchfunktionen anbieten.
  • Kastration und Betäubung bei Ferkeln

    15.09.2012, Gerhard Kunkel
    Im Bezug auf die Aussage "Auch die Betäubung belaste die Tiere." frage ich mich, ob nicht vielmehr der "zusätzlich[e] (...) dreistellige Millionenbetrag", den das Verbot, Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren, nach sich ziehen würde, eine Rolle spielt.

    Die Belastung durch eine Kastration ohne Betäubung dürfte um einige Zehnerpotenzen schwerer wiegen, als die Belastung durch die Betäubung. Insofern erschließt sich mir diese Argumentation nicht.

    Würde mir ein Arzt empfehlen, an mir einen ähnlich gearteten Eingriff ohne Betäubung durchzuführen, weil 'die Betäubung auch belastet', müsste ich ihm sämtliche Kompetenz absprechen.
  • Randwertproblem

    15.09.2012, Dipl.-Ing. Jörg Bergmann
    Handelt es sich hierbei nicht um ein Randwertproblem in der Simulationsrechnung? Wird bei der Simulation dieses komplexen Systems, wobei mir die Komplexität nicht bekannt ist, immer stückweise zerlegt, z.B. linearisiert und extrapoliert? Wo bei offensichtlich die Randwerte der Gültigkeit des Berechnungsverfahrens durch Nicht-Linearitäten erreicht ist?
  • ??

    15.09.2012, Petra Ducksch
    Was für eine Farce. Der Holocaust geht weiter. So viel Geld wird für alles mögliche ausgegeben und für unsere Mitgeschöpfe ist alles zu viel. Wie können die, die solche Entscheidungen treffen, nachts noch schlafen?
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