Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Kein Jogger mehr ohne Flutlicht am Kopf

    08.12.2017, Hinnerk
    Ich bin letzte Woche abends noch im Dunkeln spazierengegangen, und es begegneten mit gleich drei Mal Spaziergänger und Jogger, die jeweils eine dermaßen strahlend weißblau helle LED-Lampe an ihrem Kopf montiert hatten, dass es in den Augen wehtat, selbst wenn man nicht direkt hinsah. (Dabei kann man dort auch ohne Taschenlampe genug sehen - allein durch das Streulicht der Stadt.) Ein ätzender Trend.
  • Die Schaffung von Heimat

    02.12.2017, Jens Hafner
    Es ist schon bemerkenswert wie sehr wir unsere "Wunschvorstellungen" ins Gegenteil verwandelt haben. Aus geplanter Lichtreduktion wurde Lichtverschwendung, aus Eneregieeinsparung ist weiter zunehmender Energieverbrauch geworden, aus Artenschutz wurde Insektensterben, Vogelsterben und Fischsterben. Es scheint, als bekämen die Misanthropen recht: Der Mensch wütet über den Planeten, angetrieben von Masslosigkeit, Gier und tiefer Egalität.
    Natur? Wozu? Ein Park reicht doch auch!
    Wer jetzt durch winterliche Vorstädte und Dörfer fährt, erlebt die wahre Revolution der LED: Lichterketten, Leuchtrehe und Weihnachtsbäume, strahlend wie Kleingalaxien. Sieht nett aus, beleuchtet aber auch die Wurzel allen Übels: Komfort und Wellness stehen über Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Der Konsum hat unser Neandertalergehirn nach wie vor im Griff. Alles was blinkt und funkelt gehört zum Herzen der Kultur. Mit Gold und Smaragden fing es an. Heute halt LED.
    Die Sterne dort oben waren mal schön. Aber man kann sie nicht dimmen und takten wie Lichterketten. Sie sind kalt unnahbar. Lieber geniessen wir sie als Beigabe, während wir, gewickelt in Wolldecken und mit Glühwein in der Hand, auf dicken Hurtigruten-Dampfern unterwegs sind.
    Sparen, das liegt nicht in der Natur des Menschen. Unser Leitbild klingt so: Arbeite bis zum Umfallen, damit Du später in Wohlstand baden kannst, mit allem was Dein Herz begehrt! Das ist Heimat. Und dazu gehören nun mal die Dinge, die vor Verschwendung nur so strotzen: Whirlpool, SUV, Tesla-S und Flugreisen ohne Ende.
    P.S. Man möge mir seinen Sarkasmus verzeihen, aber ich zog weit weg aufs Land, in die Berge, in ein winziges Holzhaus ohne grossen Komfort. Dann kamen die Reichen aus der Stadt. Und bauten nebenan ihre Wohlfühl-Oasen. Was dann geschah? Nun: alle Klischees wurden voll und ganz bestätigt.
    Sterne? Oh, ja, die gibts noch hier oben.
    Ich bin nachts jedoch der einzige, der rausgeht und sie bestaunt. Nebenan sitzen sie lieber im Whirlpool oder auf Bärenfellen vor ihrem wandgrossen OLED-TV.
    Sterne? Lächeln. Haben wir schon längst hinter uns gelassen.
  • Experten sollten etwas richtig einschätzen können

    30.11.2017, D.Langen
    Experten sollten etwas richtig einschätzen können, aber scheinbar ist der kurze Gedankengang "neue hellere Lampen führen zu einem stärker erhellten Nachthimmel" zu abstrakt!
    Die Helligkeit aller Lampen sollte gesetzlich reduziert werden.Ich meine damit aber vor allem sicherheitsrelevante Lichtquellen. Also Lampen von Autos und Zweirädern. Als Radfahrer kann Ich davon ein Lied singen... - ist es komplett dunkel, blendet LED-Licht so sehr, dass man sich die Hand an die Seite halten muss, um überhaupt etwas erkennen zu können.
    Ob von PKW oder Fahrrad ist weitestgehend egal, der Unterschied ist da nur die Distanz.
    Zumindest wäre eine Einschränkung der Leuchtstärke zur Seite angebracht
  • Soso, man vermutet also

    30.11.2017, Christian Schmidt
    Zitat: "Die natürlichen Lichtzyklen werden folglich durch die Einführung von Kunstlicht erheblich gestört." Das ist natürlich zu vermuten, aber Vermutungen können falsch sein und waren es auch schon oft genug. Zitat 2: "Auch ist blaues Licht vermutlich besonders schädlich für Organismen aller Art." Noch eine Vermutung. Spricht da ein Wissenschaftler oder ein Wahrsager? Natürlich steht am Anfang vieler Erkenntnisse eine Vermutung. Aber ohne Belege ist die nichts wert. Als Wissenschafter sollte man tatsächlich Wissen schaffen, Vermutungen und Hypothesen testen und bestätigen oder widerlegen. Gerade im Bereich Umwelt und Gesundheit tummeln sich sehr viele unbewiesene Vermutungen, die dann von ihren jeweilgen Fan-Gemeinden quasi-religiös geglaubt werden. Immer nach dem Motto "aber es ist doch ausgeschlossen". Wenn wir da nicht etwas auf Realitätssinn und belastbare Fakten wert legen, laufen wir früher oder später alle mit Alu-Hüten 'rum, trinken Mondwasser und haben Angst vor Chemtrails. Von da ist es dann nur noch ein Katzensprung zur nächsten Hexenverbrennung.
  • Wenn man nicht blenden würde

    29.11.2017, Peter Meier
    Die übliche Designerkonstruktion von Lampen scheint erst mal kräftig in die Augen und blendet damit. Dann muss die Lichtstärke noch weiter erhöht werden damit auch das noch erkennbar ist, was man beleuchten wollte, z.B. den Gehweg. Kaum kommt der Mensch aus dem Lampenkegel, sieht er nichts mehr, weil die helladaptiereten Augen erst mal wieder ans dunkel andaptieren müssen. Es sind die unfähigen Lampendesigner und die dummen Gesetzesvorgaben, die die Probleme schaffen. In einer Vollmondnacht sieht man alles - wenn keine Lampen einen blenden - weil die Augen sich gut anpassen können. Lampen dürften nur von oben abgeschirmt die Strasse und den Geweg beleuchten, mit 1 Lux, dann gäbe es kein Problem. Lieber baut der Designer aber grellbunte Strahler direkt in die Augen, und Reklame-Werbetafeln werden auch Nachts nicht abgeschaltet wenn das Geschäft zu hat (dringende Gesetzeslücke, nur Notbeleuchtung dürfte an sein, dafür will man den Bürger Glühlampenverbot zwingen - dem einzigen Licht mit kontinuierlichem Spektrum). Jede Lampe, deren Lichtquelle man direkt sehen kann, gehört gesetzlich verboten. Nur indirektes, also von den zu beleuchtenden Oberflächen reflektiertes Licht, darf unsere Augen treffen. Das wären vernünftige Gestze, oder wenigstens vernünftige Handungswege für die Beleuchtungsdesigner. Es regiert aber die Dummheit.

  • Kommentar zu zwei Artikeln in 11/2017

    28.11.2017, Matthias Mallonn, Potsdam
    Sehr geehrtes Team von Sterne und Weltraum,

    ich lese Ihre Zeitschrift sehr, sehr gerne und lerne immer sehr viel dabei. Diesmal sind mir zwei kleine Sachen bei der Lektüre der Ausgabe 11/2017 aufgefallen:
    Im Artikel "Brauner Zwerg umrundet Sternleiche" steht geschrieben, der Braune Zwerg "kommt auf rund den fünffachen Erddurchmesser". Ich wunderte mich darüber, da Braune Zwerg in der Regel so gross wie oder etwas grösser als Jupiter sind, also einen ungefähr zehnfachen Erdradius haben. Und tatsächlich scheint Ihre Angabe ein Fehler zu sein, laut des Originalartikels von Rappaport et al. 2017 ist der Radius für Weissen Zwerg und Braunen Zwerg ungefähr doppelt so gross wie die von Ihnen angegeben Zahlenwerte.
    Weiterhin könnte ein kleiner Fehler im Artikel "Kuipergürtel: Blaue Eindringlinge im Doppelpack" vorliegen: Sie schreiben von einem 2:1 Orbit der blauen Zweiersysteme mit Neptun und "Für jeden von Neptuns Sonnenumläufen kreisten sie zweimal um die Sonne." In Ihrer Beschreibung von einem nach außen wandernden Neptun nehme ich an, dass die blauen Zweiersysteme sich also ausserhalb der Neptunbahn befanden, als sie Neptun "begegneten" - dann würde 2:1 Resonanz bedeuten, dass Neptun zwei Sonnenumläufe gemacht hat in der Zeit, in der die Zweiersysteme einen gemacht haben.

    Viele Grüße,
    Matthias Mallonn
    Stellungnahme:

    Herr Mallonn hat mit beiden Kommentaren Recht. Wir bedanken uns recht herzlich für das Auffinden und Melden der Fehler.
    Red.
  • Wunschdenken des Zeitgeistes und Realität

    26.11.2017, Markus Kraffczyk, Weser-Ems
    Vorweg: Ich nutze gerne LED privat im Haushalt, kenne aber auch ihre Nachteile wie geringere Lebensdauer als behauptet, Fading der Helligkeit durch Alterung etc. Ihre Effizienz ist häufig nicht besser als bei klassischen Leuchtmitteln wie Leuchtstofflampen oder Natriumdampflampen etc. Insbesondere die für Straßenbeleuchtung bisher gerne verwendeten Na-Niederdruckdampflampen können mit einer Effizienz von bis zu 200 Lm/W aufwarten. Da kommen höchstens Labor-LED mit. So ist also klar, wie im kommunalen Sektor etwaige, behauptete Einsparungen nur erzielt werden können: nicht durch den Tausch in LED, sondern mit Inkaufnahme geringer Helligkeit. Nannte man früher übrigens Tranfunzeln! Auch scheint mir erklärlich, weshalb die hochgelobten LED bei der Lichtverschmutzung mehr stören als die Klassiker. Insbesondere Natriumlampen senden ein sehr schmalbandiges Licht aus, was z.B. für Biologie und Astronomie nicht so störend ist wie das weiße, breitbandige LED-Licht.
  • Geliebte Exo-Planeten

    26.11.2017, Gernot Gieseler, Daisendorf
    Wenn schon ein naher Exo-Planet wie Proxima Centauri b, 4,1 LJ entfernt erst in mehr als 70 000 Jahren zu erreichen ist (Dreisatz aus Voyager1 bei Neptun, 4,1 Lichtstunden entfernt bei ca. 36 Jahren Reise), müssen wir uns entweder komfortabel in den Raumschiffen vermehren oder viel schneller fliegen (10% Lichtgeschwindigkeit?) oder mit unwirtlichen Planeten in unserem Sonnensystem vorlieb nehmen. Einfacher wäre es, die Erde bewohnbar zu halten und zu schonen! Es gibt nichts Besseres!
  • Irgendwo hinkt der Artikel!

    23.11.2017, Gottfried Heumesser, Wien
    Auf den Energieverbrauch der mehr- oder minder öffentlichen Außenbeleuchtung kann man nur bedingt aus der Helligkeit der ungewollten Abstrahlung ins Weltall schließen. Erstens ist die Lichtausbeute der möglichen Leuchtmittel stark unterschiedlich: Die altbekannten Quecksilber-Gasentladungslampen (vulgo "Leuchtstoffröhren" oder "Energiesparlampen") brauchen etwa doppelt soviel elektrische Energie wie moderne LED-Leuchten, während Hochdruck-Natriumdampflampen teilweise sogar effizienter sind. Letztere sind aber wegen ihrer Farbe und ihrer langen Vorheizdauer für viele Zwecke ungeeignet. Ich muss daher bezweifeln, dass man aufgrund der eigentlich ungewollten Abstrahlung ins Weltall auf den Energieverbrauch schließen kann. Der Satellit misst nur Licht aus Albedo (Reflexion) und konstruktiven Lichtverlust der Leuchten. Aber eines stimmt schon: Ich war erstaunt, wie hell die neue Straßenbeleuchtung in Karnak (Ägypten) ist, die haben kürzlich die Hauptstraße auf LED umgestellt. Bei mir in Wien gibt es noch die alten Leuchtstoffröhren, da ist es viel dunkler.
  • Energieverbrauch oder Lichtverschmutzung vermindern?

    23.11.2017, Otto Albrecht, Atsugi, Japan
    Hier wird im Artikel nicht richtig zwischen Energieverbrauch und Reduzierung der Lichverschmutzung unterschieden.
    LEDs sparen sicher Energie, verglichen mit Gluehlampen (Bogenlampen, Krypton und Halogenlampen). Aber im Vergleich mit Leuchtstoffroehren oder gar den gelben Natriumdampflampen wird keine, oder fast keine, Energie eingespart.
    Lichverschmutzung dagegen wird wohl kaum reduziet. Man koennte da wohl was machen weil das Licht leichter (als bei Leuchtstoffroehren) dahin gerichtet werden kann wo es gebraucht wird und vor allem die Abstrahlung nach oben reduziert werden koennte, aber das Hauptproblem ist dass man ja auch gleichzeitig, weil es ja billiger geworden ist, auch die Ausleuchtung verbessern moechte. Das gilt, vor allem, da wo bisher keine gute Beleuchtung da war (Entwicklungslaender, z.B.). Nimmt man nun das weisse Licht als Norm wird offensichtlich die Lichtverschmutzung sogar schlimmer (Blau - wie im Artikel erwaehnt, mehr Streuung). Der Einsatz von Lampem mit begrenzten Spekrallinien waere gut, vor allem fuer die Astronomen, aber das "geisterhafte" Licht dieser Lampen (siehe alte Natriumdampflampen die Fingernaegel und Lippen schwarz aussehen lassen) sind aesthetisch nicht sehr erwuenscht.
    Das einzige was bleibt ist das Licht dahin zu lenken und darauf zu begrenzen was man wirklich beleuchten will und die Intensitaet zu reduzieren, auf das akzeptable Minimum (raeumlich und zeitlich). Eigentlich ist das sinnvoll weil ja niemand Energie einfach so verschwenden will. In der Praxis ist es allerdings nicht so einfach fuer jede Anwendung eine spezielle (die beste) Loesung zu finden und zu bezahlen - auch wenn die Stromrechnung dann niedriger wird. Die Erstkosten sehen oft zu hoch aus und man nimmt lieber billige Standardlampen, auch wenn die mehr Strom verbrauchen und mehr Licht verschwenden.
  • Die gescheiterte LED-Revolution?

    23.11.2017, Dieter Podhajecky, Baesweiler
    Erlauben Sie mir bitte diese Gegendarstellung. Sie basiert auf den Erfahrungen, die ich in meiner über 30 jährigen Forschungs- und Entwicklungspraxis auf dem Gebiet der LED-Technik gewonnen habe.

    1. In dem Artikel wird darauf hingewiese, dass die grundlegenden Lichtmessungen mit ungeeignetem Equipment durchgeführt wurden, das das LED-Farbspektrum unterhalb von 500nm nicht erfasst. Es wird daraus geschlossen, dass das Ergebnis eigentlich noch schlimmer ausfällt. Stimmt aber kaum, da der Blaulichtanteil bei den typischen 4000K Straßenleuchten je nach LED-Hersteller nur 10 -15% ausmacht, wie den veröffentlichten LED-Farbspektren entnommen werden kann.

    2. Als Physiker weiß man, dass Licht einfach so in der Luft nicht sichtbar ist, sondern erst sichtbar wird, wenn es auf Flächen oder Partikeln auftrifft und von dort reflektiert wird. Konstruktionsbedingt strahlt eine moderne LED-Straßenleuchte den Lichtstrom nur nach unten ab (Stichwort: Dark Sky). Damit würde die Leuchte bei gleichem Lichtstrom verglichen mit einer Natriumdampflampe (NAV) auf der beleuchteten Fläche eine höhere Beleuchtungsstärke (Lux) erzeugen. Da die Kommunen jedoch keine Energie vergeuden wollen, wird lediglich so viel Lichtstrom erzeugt, wie zur normgerechten Ausleuchtung der Straßen erforderlich ist. Neben dem besseren Wirkungsgrad der LED im Vergleich zur NAV oder HQL-Lampe führt diese Arbeitsweise zu einem weiteren Einspareffekt.

    Eine zusätzliche Energiereduzierung wird durch die Nachtabsenkung in der Regel zwischen 22h und 5h morgens auf 30% bis 50% erzielt. Diese enorme zusätzliche Reduzierung bis 70% war mit den "alten" Techniken nicht möglich.

    3. Damit wird die sogenannte Lichtverschmutzung durch die LED-Technik merklich reduziert. Außerdem wirkt sich die vernachlässigbare UV- und Infrarotstrahlung eher schützend auf die nachtaktiven Tiere aus, da sie vom Licht weniger angezogen werden und nicht mehr an den heißen Leuchten verbrennen.

    4. Die beiden Vergleichsbilder zeigen eindeutig die helleren NAV-Leuchten, das liegt aber nicht an den ungeeigneten Messgeräten sondern an den "Dark Sky" LED-Straßenleuchten.

    5. Wenn in Afrika, Südamerika oder anderen Schwellenländern die Helligkeit in den Wohngebieten zunimmt, dann ist das kein bemerkenswertes Phänomen, sondern nur ein Zeichen dafür, dass auch in diesen Ländern eine Entwicklung und Zivilisierung stattfindet.

    6. Die oben angesprochenen Energiereduzierungen bewirken bei den 9,5 Millionen Straßenleuchten in Deutschland bei Umstellung auf LED-Technik eine jährliche Energieeinsparung von ca. 3 Terawattstunden, womit auch eine entsprechende Reduzierung des CO2- Ausstoßes einhergeht. (s. Klimawandel).

    Fazit: Diese Art der Berichterstattung dient nicht zur Aufklärung des sowieso schon überforderten Normalbürgers sondern verunsichert ihn eher oder treibt ihn zu populistischen Äußerungen oder Maßnahmen.

    Gern diskutiere ich dieses Thema mit Andersdenkenden.

    Der Artikel unter diesem Link ist auch interessant, widerspricht er doch den Erkenntnissen des Autors.

    https://www.nzz.ch/zuerich/stadt-zuerich/zuerich-setzt-auf-schlummernde-leuchten-1.18459812


  • Naja keiner weiß es, nicht mal annähernd

    17.11.2017, M
    Bevor die Sonde den Pluto passierte, hatten wir viele Vermutungen - und doch war die Überaschung groß wie die Dinge anders waren.

    Somit würde ich schätzen, die Vermutungen über einen Planeten, der noch um so ein extrem Vielfaches weiter weg ist, sind noch viel ungenauer.
  • Wie krank ist das denn....?

    17.11.2017, Jan
    Ganz ehrlich, wen interessiert es welcher Planet lebensfreundlich ist oder nicht. Diese unsere Erde ist doch kein Wegwerfartikel. So unter dem Motto: "Hier können wir uns benehmen wie die Wildsäue und wenn die Erde ausgebeutet, tot und verbrannt ist siedeln wir einfach auf den nächsten Planeten."
    Das ist das Verhalten von Viren. Wenn eine Zelle vernichtet ist springt der Virus einfach über auf die nächste Zelle.
    Wir sollten uns lieber Gedanken machen wie wir hier auf dieser Erde das Leben wieder lebenswert machen können.
  • Nur die halbe Wahrheit?

    15.11.2017, hermse
    Bei 9,9 Tagen für eine Umrundung des Sterns ist es extrem wahrscheinlich, dass der Planet eine gebundene Rotation aufweist. Sprich: Auf der permanenten Tagseite herrschen infernoartige Temperaturen und auf der ewigen Nachtseite extrem kalte. Gemäßigte Temperaturen gibt es nur in der Dämmerzone. Hier herrschen aber durch den extremen Temperaturunterschied zwischen Tag- und Nachtseite ewig anhaltende Superstürme. Ergo, auf diesem Planeten wäre auch mit passender Atmosphäre kein Leben möglich.
    Stellungnahme:
    Tatsächlich weist der Planet Ross 128 b mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gebundene Rotation auf, aber bei einer entsprechend dichten Atmosphäre kommt es zu einem Temperaturausgleich zwischen der Sonnen- und der Nachtseite. Dabei muss es nicht unbedingt zu extrem starken Stürmen kommen. Dazu gab es schon mehrere Untersuchungen von Forschern, die feststellten, dass eine gebundene Rotation lebensfreundliche Bedingungen nicht von vornherein aussschließt.

    Dr. Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"
  • Ross 128

    15.11.2017, H. Hans, Wien
    Ross 128 ist doch ein UV-Ceti-Stern = Flare-Stern, siehe http://adsabs.harvard.edu/abs/1975IAUS...67...15K
    Noch dazu mit sehr geringer Metallizität.
    Stellungnahme:

    Stimmt offenbar. Der Stern ist in der zitierten Publikation als Flare-Stern aufgeführt, und auch die Datenbank SIMBAD führt in als solchen, mit der offiziellen Variablen-Bezeichnung FI Vir.

    Dass der Satellit Kepler ihn über eine längere Zeit (80 Tage) als "ruhig" beobachtet hat, bedeutet wohl, dass seine Flares recht selten sind.

    U.B.
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