Tief unter der Meeresoberfläche harrt noch viel Unbekanntes seiner Entdeckung. Eine britische Schiffsexpedition meldet nun den Fund von zwölf unterseeischen Vulkanen nahe den South-Sandwich-Inseln im Südpolarmeer. Sieben davon seien noch aktiv und reichten bis über die Wasseroberfläche, wo sie eine Inselkette bilden. Einige erreichten Höhen von drei Kilometern über dem Meeresboden.

Neue Vulkankette im Südpolarmeer
© British Antarctic Survey
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Die Wissenschaftler des British Antarctic Survey entdeckten außerdem mehrere Krater von fünf Kilometer Durchmesser, die von ehemaligen Vulkanen zeugen. Wenn Vulkankegel in sich zusammenbrechen oder Magmakammern einstürzen, können Tsunamis ausgelöst werden. Auch an dieser Vulkankette entstanden solche Wellen, ist Philip Leat aus dem Forscherteam überzeugt – und werden weitere entstehen. Dank der abgelegenen Lage seien sie aber keine Gefahr für Menschen.

Der letzte Ausbruch eines der aktiven Vulkane liegt offenbar noch nicht lange zurück: 1962 berichtete die britische Marine, dass sie in der Gegend ausgedehnte Bimssteinteppiche im Meer gefunden hatte, die auf eine Eruption hindeuteten. Und es werde sicher neue Ausbrüche geben, so Leat. (af)