Bäume sind langfristige Speicher von Luftverunreinigungen. So können sich die Bleikonzentrationen in der Baumrinde je nach Standort um mehrere Zehnerpotenzen unterscheiden. In der Nähe eines Blei-verarbeitenden Betriebs analysierten Cameron McLeod von der University of Sheffield und seine Kollegen bis zu 9600 Mikrogramm Blei pro Gramm. Auf einer beinahe unberührten Insel vor der Südwestküste Englands enthielt die Baumrinde indes nur um die sieben Mikrogramm Blei pro Gramm. Im Bereich einer Autobahn betrugen die Bleikonzentrationen zwischen 25 und 46 Mikrogramm pro Gramm.

Die Bäume speichern die Exposition gegenüber Blei und anderen Schwermetallen in Fragmenten ihrer Rinde, die während des Wachstums im Stamm eingeschlossen werden. Auf diese Weise könnten Bäume Aufschluss über die Auswirkungen gesetzlicher Regelungen geben, wie beispielsweise das Verbot bleihaltiger Benzinzusätze.