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Weltraummissionen: Deutschland engagiert sich stärker in der Weltraumforschung

Mars
Deutschland ist dem Weltraum-Forschungsprogramm "Aurora" beigetreten. Damit erhöht sich die Zahl der daran beteiligten Länder auf zwölf. Das Aurora-Programm wird von der europäischen Weltraumorganisation ESA unterhalten und dient der langfristigen Erkundung unseres Sonnensystems.

Vor vier Jahren ins Leben gerufen, steckt das Programm noch in der Vorbereitungsphase. Die Mitgliedsstaaten bemühen sich zurzeit darum, einen europäischen Rahmenplan für die Erkundung des Mondes und des Mars abzustecken. Außerdem wollen sie sich auf die langfristige Ausrichtung der europäischen Weltraumforschung einigen. Schwerpunkte sollen hierbei Himmelskörper sein, auf denen es möglicherweise Spuren von Leben gibt oder gab.

Das derzeit wichtigste Vorhaben des Aurora-Programms ist die ExoMars-Mission, die im Jahr 2011 starten soll. Diese Mission sieht vor, auf dem Mars zu landen und dort einen Rover auszusetzen, der nach Lebensspuren sucht und geophysikalische Experimente durchführt. Außerdem diskutieren die Mitgliedsländer, in welcher Form sie sich an der internationalen Mars-Sample-Return-Mission beteiligen wollen, deren Start in zirka zehn Jahren vorgesehen ist. Ihr Zweck soll darin bestehen, Boden- und Gesteinsproben vom Roten Planeten auf die Erde zu bringen.

Derzeit umfasst das Aurora-Programm 44,5 Millionen Euro. Im kommenden Dezember soll es auf der ESA-Ministerratskonferenz in Berlin fortgeschrieben werden.

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