Was gehört nicht zu den vier ursprünglichen Grundregeln des "Brainstorming"?

a) Quantität vor Qualität
b) keine Kritik
c) freies Assoziieren
d) eigene Vorschläge werten
e) Aufbauen auf den Ideen anderer

Antwort:

Die vier Grundregeln des Brainstorming, aufgestellt von Entwickler Alex Osborn, lauten: Kritik ist verboten, Quantität willkommen, freies Assoziieren erlaubt und Aufbauen auf den Ideen anderer ausdrücklich erwünscht; die eigenen Vorschläge zu bewerten gehört also nicht dazu.

Erklärung:

Werbefachmann Alex Osborn hatte das Brainstorming mit seinen Mitarbeitern Ende der dreißiger Jahre entwickelt: "Brainstorm means using the brain to storm a creative problem and to do so", erklärte er damals den neuen Ansatz, den er 1953 in einem Buch vorstellte.

Dahinter steckte die Idee, die Kreativität Einzelner durch das Zusammenarbeiten in einer Gruppe zu fördern. Jeder sollte so viele Ideen wie möglich vorschlagen, so lächerlich sie auch im ersten Moment klingen mochten.

Obwohl auch heute noch eines der bekanntesten und beliebtesten Verfahren in Unternehmen, scheint der Erfolg des Brainstorming durchaus zweifelhaft. So zeigten Experimente Ende der fünfziger Jahre, dass Einzelpersonen in derselben Zeit mehr und auch mehr gute Ideen entwickelten als eine Gruppe. Als Hintergrund dafür vermuten Psychologen Angst vor Kritik, "Trittbrettfahrer", die sich in der Gruppe einfach nicht so anstrengen und von der Leistung der anderen profitieren und Blockade: Eine eben neu entwickelte Idee kann in der Runde nicht sofort geäußert werden, da nicht alle durcheinander sprechen können – und während der Wartezeit kann der Betroffene keine neuen Ideen entwickeln, da er sonst die andere vergisst.

Allerdings empfinden die Teilnehmer zahlreicher Studien die Gruppenarbeit als angenehmer und effektiver, was die anhaltende Beliebtheit erklären könnte.

Quelle: Gehirn&Geist 2/2003

Was gehört nicht zu den vier ursprünglichen Grundregeln des "Brainstorming"?