Was sind Koprolithen?

a) Lebende Steine (Zimmerpflanze)
b) Steinkorallen
c) Versteinerte Exkremente
d) Pflastersteinfugenflora

Antwort:

Koprolithen sind versteinerte Exkremente, also fossile Kotballen.

Erklärung:

Der britische Vikar und Paläontologe William Buckland (1784-1856 ), der später als erster Geologie-Professor an der Universität Oxford lebte, prägte den Begriff 1824, als er die Überreste eines Dinosauriers beschrieb – obwohl diese Gruppe damals noch gar nicht bekannt war. Buckland schloss jedoch aus den Zähnen zumindest, dass sein Megalosaurus ursprünglich ein großes, Fleisch fressendes Fossil zierten.

Da Koprolithen oft unverdaute Speisereste enthalten, können Forscher aus ihnen viel über Ernährungsweisen der Tiere lernen. Bekannt sind die versteinerten Kotballen von Wirbellosen, meist aber von Fischen, Reptilien und Säugern, besonders von Raubtieren. 1998 gelang es erstmals, aus den Überresten DNA-Bruchstücke zu isolieren und mittels Polymerase-Kettenreaktion für Sequenzvergleiche zu vervielfältigen. Damit lassen sich sowohl Räuber als auch Beute bis zu einigen hunderttausend Jahren zurück identifizieren.

Die bis etwa fünf Zentimeter großen "Lebenden Steine" oder Lithops zählen zu den Mittagsblumengewächsen und kommen ursprünglich mit etwa 35 Arten in den Trockengebieten Südafrikas vor. Die sukkulenten Pflanzen bilden eine Pfahlwurzel und einen kurzen, unterirdischen Erdstamm. Letztlich sichtbar ist daher nur das Paar dicker, halbkreisförmiger, meist graugrüner Blätter, die bis auf einen Spalt verwachsen und von ihrer Umgebung kaum zu unterscheiden sind. Aus ihm treibt jeweils nur eine, oft recht große, strahlenförmige, gelbe oder weiße Blüte. Nach der Blüte stirbt das Blattpaar ab und wird durch ein neues ersetzt.

Zur über 2500 Arten umfassenden Ordnung der Steinkorallen gehören die großen Baumeister der Ozeane. Die Tiere bilden ein Kalkskelett, und in enger Zusammenarbeit mit ihrem Algen-Untermieter türmen sie so die Riffe der Weltmeere auf. Im Mittel legen sie pro Jahr einen halben bis drei Zentimeter zu. Sie sind rechte Mimosen: Die Wassertemperaturen sollten für die meisten Vertreter nie unter 20 Grad Celsius fallen, aber zu warm darf es auch nicht werden. Empfindlich reagieren sie auch auf Veränderungen des Salzgehaltes oder Schwebstoffe. In den letzten Jahren zerstört die Korallenbleiche weltweit riesige Riffabschnitte. Die Ursachen dafür sind noch immer unklar, zu den Verdächtigen zählen Umweltverschmutzung, Klimawandel und Krankheiten.

Eine ganz eigene Welt bildet der Mikrokosmos der Mauerritzen und Pflasterfugen – ein Reich für wahre Spezialisten. Die meisten von ihnen sind allerdings klein und unscheinbar: Flechten und Moose, Kleinfarne, Gräser oder Kräuter wie Zimbelkraut (Cymbalaria muralis) oder Bruchkraut (Herniaria glabra).

Die Lebensbedingungen sind hart: Nicht nur droht ständig zerstörerischer Menschentritt oder Autoreifen, außerdem ist der Boden meist stark verdichtet und das Platzangebot extrem beengt. Bei Regen herrscht "Land unter", bei Sonnenschein pures Wüstenklima – und im Winter testen Schnee, Eis und Streusalz das Überlebensvermögen. Dementsprechend sind viele der Pflanzen nur einjährig und überdauern als Samen und ihr Gewebe ist sehr widerstands- und gleichzeitig regnerationsfähig. Moose zum Beispiel können völlig austrocknen und sich beim ersten Regentropfen wieder entfalten. Nur einen Mangel kennen die Bewohner nicht: Nährstoffe gibt es in der Regel, nicht nur dank zahlreicher Stadthunde, genug.

Was sind Koprolithen?