Was sollte man besser immer im Auge behalten?

Ines Eckermann
Grüner Elefant
© Bernd Sterzl / pixelio.de [M]
(Ausschnitt)
a) Den gelben Fleck
b) Den roten Faden
c) Den Blauen Riesen
d) Den grünen Elefanten

Antwort:

Der Gelbe Fleck auf der Netzhaut ermöglicht uns das Sehen.

Erklärung:

Der Gelbe Fleck sollte stets im Auge bleiben, da man sonst nichts sehen kann. Dieser gerade einmal zwei Millimeter kleine Bereich auf der Retina erlaubt es uns, scharf zu sehen und Farben wahrzunehmen. Nirgendwo sonst im Auge liegen die Sehzellen so dicht beieinander. Was wir während der Augenbewegung gezielt fixieren, wird in der Mitte des Gelben Flecks abgebildet. Nur unscharf werden dagegen Reize wahrgenommen, die außerhalb dieses Punktes eingehen. Doch auch die Zellen am Rand des Gelben Flecks haben durchaus ihre Vorzüge: Nach außen hin nimmt die Zahl der lichtsensiblen Stäbchenzellen zu, so dass wir auch in der Dämmerung noch etwas sehnen können. Übrigens, gelb wird der Fleck durch das Pigment Xanthophyll, das in der Netzhaut eingelagert ist. Die Färbung ist jedoch am lebenden Auge auf Grund der Durchblutung kaum sichtbar.

Um den Blauen Riesen zu sehen, sollte man den Himmel im Auge behalten. Er ist nämlich ein Stern, der bis zu fünfzig Sonnenmassen in sich vereint und dementsprechend heiß wird: An seiner Oberfläche herrschen 30 000 bis 40 000 Grad Celsius. Die Sonne kommt im Vergleich dazu gerade einmal auf 6000 Grad Celsius. Ein Blauer Riese lebt sehr kurz. Nur einige zehn Millionen Jahren erstrahlt er im Kosmos, also deutlich kürzer als andere Sterne. Dafür endet sein Dasein spektakulär in einer Supernova: Zunächst bläht er sich auf, um dann zu explodieren und ein letztes Mal um ein Vielfaches kräftiger zu leuchten. Durch die hohe Temperatur strahlt der Blaue Riese vor allem Licht im ultravioletten Bereich ab – und erscheint dadurch bläulich.

Zündapp KS 601
© Joachim Köhler
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernZündapp KS 601
Der Grüne Elefant ist kein farbenfrohes Rüsseltier, sondern ein Motorrad der 1950er Jahre. Die Zündapp KS 601, so der offizielle Name, wurde anfangs nur mit grüner Lackierung verkauft und gelangte so zu ihrem Spitznamen. Meist wurde der grüne Elefant mit einem für heutige Verhältnisse etwas skurril anmutenden Beiwagen versehen, den unter anderem die Polizei im Nachkriegsdeutschland sehr zu schätzen wusste. Obwohl der Zweizylinder auf Grund seines Gewichts völlig zu Recht als Elefant unter den Motorrädern galt, war er für die damalige Zeit mit 140 Kilometern pro Stunde erstaunlich schnell. In freier Wildbahn ist der grüne Elefant mittlerweile nur noch selten anzutreffen, da seine Population auf schätzungsweise 250 funktionstüchtige Exemplare geschrumpft ist. Heute kann man ihn vorwiegend in den Garagen mitteleuropäischer Motorradliebhaber und in Museen beobachten.

Doch auch den roten Faden sollte man nicht aus dem Blick verlieren - zumindest wenn man Monster töten möchte. Zurück geht die sprichwörtliche Orientierungshilfe auf einen griechischen Mythos: Auf Kreta lebte der Sage nach ein Minotaurus, ein Wesen, das halb Mensch, halb Stier war. Da Kinder zu seinen Lieblingsspeisen gehörten, zog Theseus los, um ihn zu töten. Der Minotaurus lebte jedoch in einem Labyrinth. Damit Theseus da auch wieder herausfinden würde, schenkte Ariadne, die Herrin des Irrgarten, ihm ein Knäuel roten Fadens. Diesen befestigte er am Eingang des Labyrinths und konnte so nach getaner Arbeit leicht wieder ins Freie finden. Theseus wurde daraufhin als Held gefeiert und Herrscher von Athen. Und Ariadnes rote Faden zieht sich auch heute noch durch viele Geschichten.
Grüner Elefant

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