Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Glasschmalz"?

a) Queller
b) Kieselalgen
c) Bernstein
d) Biogener Tuff

Antwort:

"Glasschmalz" ist ein anderer Name für den Queller (Salicornia europaea), eine Pionierpflanze des Watts.

Erklärung:

Die einjährige Pflanze besiedelt die Salzwiesen knapp unterhalb der Hochwasserlinie, wo sie zweimal täglich überschwemmt wird. Um die Saugkraft aufbringen zu können, dem salzigen Schlick Wasser zu entziehen, reichert der kakteenartige Queller Ionen im Zellsaft an. Letztendlich vergiftet er sich damit jedoch selbst: Im Herbst ist der Ionengehalt so hoch, dass die Pflanzen absterben.

Die hohen Salzkonzentrationen machten die Asche des Quellers zu einem geeigneten Zusatz bei der Glasschmelze, da sie den Schmelzpunkt herabsetzen – daher der Begriff Glasschmalz.

Kieselalgen sind einzellige Algen, die ein fein strukturiertes Silikatgehäuse tragen. Die beiden unterschiedlich großen Schalen sind wie Deckel und Boden einer Schachtel zusammengesetzt, wobei bei der Zellteilung der kleinere, untere Teil ersetzt wird.

Bernstein oder Succinit ist ein fossiles Harz von Laub- und Nadelbäumen und damit ein rein organisches Material. Die ältesten Funde stammen aus der Trias, die meisten Vorkommen sind jedoch aus dem Tertiär.

Biogener Tuff entsteht, wenn kalkreiches Wasser aus dem Untergrund austritt: Moose und Algen verbrauchen das gelöste CO2, sodass sich Kalk ablagert und verkrustet. Da die derart umhüllten Organismen absterben, bildet sich mit der Zeit ein poröses Kalkgestein. In seltenen Fällen können sich regelrechte Steinrinnen bilden, die bis zu einem Meter hoch aufragen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Glasschmalz"?