Wie lange verdaut unser Magen an einer Ölsardine?

a) 10 Minuten
b) 1 Stunde
c) 8 Stunden
d) 1 Tag

Antwort:

Ölsardinen liegen uns im wahrsten Sinne des Wortes schwer im Magen: Acht Stunden und mehr dauert es, bis der Nahrungsbrei das Organ verlässt und sich in den Darm aufmacht.

Erklärung:

Ein ähnlich schwerer Brocken für die Verdauung ist sehr fettes Fleisch, das ebenfalls acht Stunden und mehr behandelt werden will. Gebratenes und gekochtes Fleisch beschäftigen den Magen immerhin noch drei bis sechs Stunden, während Gemüse, Milch, Pudding und Brot nur zwei bis 2,5 Stunden dort verweilen. Selbst Fisch und Reis muss 1,5 Stunden im Magensaft schmoren. Die reinsten Durchrutscher sind dagegen Flüssigkeiten, sie verlassen das Organ schon nach wenigen Minuten.

In dem 1,5 Liter fassenden Magen werden die geschluckten Speisen gespeichert und homogenisiert. Wenn sie dann an den Zwölffingerdarm weitergegeben werden, sind sie in Partikel von durchschnittlich 0,25 Millimeter – maximal zwei Millimeter – zerlegt.

Auch der Magen zeigt wie der Darm eine Peristaltik: Er zieht sich alle drei Minuten zusammen, um den Brei zu durchmischen. Der Magensaft, von dem ein Erwachsener etwa zwei bis drei Liter pro Tag produziert, tut sein Übriges: Enzyme leisten wertvolle Schnipselarbeit unter den sauren Bedingungen bei einem pH-Wert von 2.

Wie lange verdaut unser Magen an einer Ölsardine?