Wie weit kann sich ein Teelöffel Öl auf einer Wasseroberfläche ausbreiten?

a) 2 m2
b) 20 m2
c) 200 m2
d) 2000 m2

Antwort:

Ein Teelöffel Öl kann 2000 Quadratmeter Wasseroberfläche bedecken.

Erklärung:

Im Jahr 1774 schrieb der amerikanische Politiker, Naturwissenschaftler und Schriftsteller Benjamin Franklin (1706-1790), der zuvor schon mit seinen lebensgefährlichen Drachenversuchen die Natur von Blitzen erkundet hatte, in einem Brief an die British Royal Society von seinem denkwürdigen Experiment in einem See nahe London:

Ich nahm ein Ölfläschchen und tropfte ein wenig davon ins Wasser und beobachtete, wie das Öl mit erstaunlicher Geschwindigkeit über die Oberfläche strebte. […] Das Öl, obschon nicht mehr als ein Teelöffel, bewirkte über einige Yards hinweg eine rasche Beruhigung des Wassers, die sich verwunderlich schnell fortsetzte […] und bald ein Viertel des Sees, einen halben Morgen vielleicht, aussehen ließ wie flaches Glas.

Nehmen wir an, dass Franklin mit seinem Teelöffel vier Milliliter Öl in den See träufelte und seine Schätzung von einem halben Morgen - das entspricht ungefähr 2000 Quadratmeter - richtig war, dann ergibt sich daraus eine Dicke der Ölschicht von rund zwei Nanometern. Zum Vergleich: Ein Kohlenstoffatom hat einen Durchmesser von 0,15 Nanometern, rund 500 000 davon ergäben die Breite einer Wimper.

Auf die Idee, aus der Menge des Öls und dessen Ausbreitung auf dem Wasser molekulare Dimensionen zu berechnen, ist Franklin aber nicht gekommen. Er wäre der Erste gewesen.

Bitte lesen Sie dazu auch unsere Reportage Flug Papa Charlie 152, keine GVU festgestellt!