Krebsnebel: Bewegung im Bild

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Das Zentrum des Krebsnebels
© NASA, ESA
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In 6500 Lichtjahren Entfernung findet sich der berühmte Krebsnebel, der Überrest einer der ersten von Menschen exakt aufgezeichneten Supernovae. Während normalerweise die bunten Gasfilamente in seinem Außenbereich als Eyecatcher dienen, zeigt diese vom Hubble-Teleskop veröffentlichte "Zeitrafferaufnahme" die Dynamik in seinem Inneren. Drei im Abstand von zehn Jahren aufgenommene und mit verschiedenen Farben dargestellte Bilder erzeugen hier ein schwaches Schillern in den Partien, die sich zwischen den Aufnahmen verändert haben. Einen Eindruck von der zu Grunde liegenden Bewegung vermitteln Zeitreihenaufnahmen, die unter anderem vom Chandra-Röntgenteleskop stammen.

Der rechte der beiden großen hell leuchtenden Sterne nahe dem Zentrum der Aufnahme ist der eigentliche Verursacher des kosmischen Spektakels. Es handelt sich um einen Neutronenstern, der aus der hier explodierten Sonne hervorging. Sein intensives Magnetfeld zwingt Elektronen auf eine spiralförmige Bahn und lässt sie Licht aussenden, das hier weißlich leuchtend erscheint. Im Umfeld eines solchen Neutronensterns herrschen extreme Bedingungen. Der Neutronenstern hat ungefähr die Masse unserer Sonne, sein Durchmesser beträgt jedoch nicht einmal 100 Kilometer. Er rotiert ungefähr 30-mal pro Sekunde um die eigene Achse.