Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • bio eben nicht immer besser

    19.05.2010, Erik Geibel, Flonheim, Rheinhessen
    Das Editoral von Herrn Zinken, mit dem dieser Artikel hervorgehoben wurde, finde ich sehr pauschalisierend. Bio ist eben nicht in jedem Fall besser. Es werden immer wieder wichtige Aspekte unterschlagen, und hier würde ich gerade von einer wissenschaftlich orientierten Webseite differenziertere Betrachtungen erwarten:

    -"Bio" mag sicherer für die Umwelt sein, obgleich die Pflanzenschutzmittel immer ausgefeilter werden und die klassischen Probleme wie Rückstände in Gewässern oder Nahrunsmittel damit abnehmen

    -auch "Bio" verwendet Pflanzenschutzmittel in bestimmten Bereichen, vor allem im Wein- und Obstbau. Halt eben keine synthetischen Produkte. Ob aber "natürliches" Kupfer oder Schwefel in den angewendeten Konzentrationen unbedenklich für Mensch und Umwelt sind, sei dahingestellt.

    -es können keine gesicherten Zusammmenhänge zwischen Bio-Ernährung und Gesundheit bei Menschen hergestellt werden (durch Unfälle oder unsachgemäße Anwendung belastete Nahrung wohl ausgenommen)

    -Das Problem ist heute eher die unsachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ("viel hilft viel") denn die Pestizide selbst.

    Aber auch dieses Wissen hält mich nicht davon ab, auch gerne zu Bio zu greifen, dem guten Gewissen wegen. Wir reagieren eben doch überwiegend als Bauch- denn als Verstandeswesen...


    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Geibel,



    mich wundert schon ein wenig, dass Sie als langjähriger Leser mein Editorial [www.spektrumdirekt.de/artikel/1033887] als "pauschalisierend" kritisieren. Natürlich ist es pauschalisierend. Was sonst kann es mit 300 Zeichen sein. Nichtsdestotrotz steht letztlich das drin, was Sie sagen: Bio ist gut (meinetwegen auch für das Gewissen) aber nicht unbedingt "besser".



    Auch meine kommenden Editorials werden wohl eher die Dinge zuspitzen, statt zu differenzieren. Ich hoffe, Sie werden dies verzeihen.



    Mit herzlichen Grüßen



    Richard Zinken

    Chefredakteur spektrumdirekt
  • Federn als Wärmeschutz

    18.05.2010, Herbert Heyduck
    Dieser Artikel ist zwar schon älter, aber mir fällt erst jetzt auf, dass hier die Erwärmung des Körpers durch Federn unerwähnt bleibt. Ich denke, dass sich Protofedern zum gleichen Zweck entwickelt hatten, wie bei den Säugetieren die Haare, nämlich um eine konstante Körpertemperatur zu ermöglichen. Die gefiederten Dinosaurier könnten damit nachtaktiv geworden sein. Erst danach wird sich die individuelle Kennzeichnung am Federkleid ausgeprägt haben. Vielleicht sogar zeitgleich, wenn eine Kennzeichnung der Haut schon vor den Federn vorhanden war.
  • Quantenphysik auch in der Biologie

    18.05.2010, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Zu dem faszinierenden und aufschlussreichen Interview mit dem Evolutionsbiologen Axel Meyer möchte ich ergänzen, dass sein Schlusssatz zur biologischen Evolutionsforschung ("man sollte keine Naturgesetze erwarten, wie sie vor allem die Physik liefert") sich m. E. nur auf die 'strengen' Gesetzmäßigkeiten der klassischen Physik beziehen kann. Dagegen lassen Quanten- und Chaosphysik auch in der Biologie Steuerungs- und Optimierungsgesetze statistischer Art - A. Meyers "Regeln"? - zu, wie sie sich schon bei der so genannten Selbstorganisation der anorganischen Materie (z. B. Kristalle und Wolken) beobachten lassen. Man denke auch an die Prozesse der 'kosmischen' Evolution!
  • Wirkungsgrad des Fusionsreaktors

    17.05.2010, Rainer Spurny, Wien
    Neben der interessanten theoretischen Abhandlung wäre ein Hinweis auf eine Abschätzung des erwarteten Wirkungsgrades eines Fusionsreaktors von Interesse.
    Welche Dampfparameter sind angepeilt? Ist GUD-Betrieb möglich? Gibt es bereits derartige Überlegungen?
  • Eindimensionale Lebewesen

    17.05.2010, Roland Maier, 85521 Riemerling
    Über Jahrzehnte wurde in sonst seriösen Büchern oder Fernsehsendungen die Mär von den Superleistungen von Kleinstlebewesen (meist Insekten) verbreitet. Während Norbert Treitz Lebewesen als dreidimensionale Objekte auffasst – die Kraft (der Muskelquerschnitt) verändert sich mit der zweiten, die Körpermasse mit der dritten Potenz der Körperlänge –, wurde bisher nur eindimensional argumentiert. In dieser einen Dimension fand man nicht nur die Größe, die Geschwindigkeit und die Sprunghöhe bzw. -weite, sondern auch direkte Vergleiche zwischen Kraft (Tragevermögen) und Körpermasse. Die Aussagen basierten alle auf einfachen Dreisatzberechnungen. Man präsentierte sie oft vor einem wissenschaftlichen Hintergrund.
    Natürlich ist die Leistungsfähigkeit von Insekten von untergeordneter Bedeutung. Es geht hier jedoch um den Umgang mit Informationen und unsere Wahrnehmung. Oft wird unser Handeln zentral davon bestimmt. Man kann sich leicht vorstellen, dass andere Irrtümer ganz erhebliche, auch negative Auswirkungen haben können.
    Das Phänomen ist ein – wie ich meine lohnendes – Thema der Geisteswissenschaften. Dieser Gegenstand eignet sich auch deshalb gut für eine Untersuchung, da hier Interessen wenn überhaupt, nur eine minimale Rolle spielen. Sie brauchen nicht berücksichtigt zu werden, was die Sache vereinfacht. Des weiteren ist dieses Thema abgesehen davon, dass man den kleinen Lebewesen zum Ausgleich für ihre Größe eine positive Eigenschaft gönnt, kaum mit Emotionen behaftet.
    Es stellen sich eine Reihe von Fragen:
    • Warum konnte sich so ein Unsinn so lange halten? Schließlich hätten ein paar einfache Überlegungen genügt, diesen zu entlarven.
    o War es Wissenschaftsgläubigkeit?
    o Können wir nicht zwischen fundierten und ungeprüften Informationen unterscheiden?
    o Sind wir zu bequem oder zu unsicher, und passen wir uns einfach der Mehrheitsmeinung an?
    • Wie kam in diesem Fall die Aufklärung zustande? Wie lange dauert(e) so was? Lässt sich dies überhaupt nachvollziehen?
    • Welche Möglichkeiten hätte ein Einzelner, dem ein Irrtum auffällt, Gehör zu finden, ohne in der sonst allgegenwärtigen Informationsflut unterzugehen?
    Antwort der Redaktion:
    Die Widerlegung des Unsinns ist schon lange veröffentlicht. Beim Bearbeiten dieses Artikels kam mir ein Beitrag zu der Rubrik "Das mathematische Kabinett" von "Bild der Wissenschaft" in den Sinn, den ich 1967 als Schüler in einem Sammelband gelesen habe. Bereits dort wird der in der Tat elementare Fehler mitsamt Auflösung in aller wünschenswerten Klarheit vorgerechnet.

    Offensichtlich sind wir mit unserem Artikel gleichwohl auf der Höhe der Zeit. Ich habe die größte Mühe, meinem siebenjährigen Sohn gegenüber die Sache mit den unglaublichen Kräften der Ameisen, die er in einem (neu erschienenen) Wissenschaftsbuch für Kinder vorgefunden hat, zurechtzurücken.


    Christoph Pöppe, Redaktion
  • Volles Korn begünstigt Zöliakie

    14.05.2010, Werner Ivens, Rottemburg

    In Irland zeigte sich in den 1940iger Jahren der nachteilige Effekt des vollen Korns auf den Mineralstoffhaushalt durch Blockade der Kalziumionen in Richtung Rachitis bei Kindern. Bis zu drei Prozent Phytinsäure in der Aleurinschicht des Weizenkorns zeichnet dafür verantwortlch. Eine weitere Abwehrwaffe im Kampf gegen Fraßfeinde sind die hitzeresistenten Weizenlektine [WGA=wheat germ agglutinin], die von Cordain L. et al. (1) noch als wichtigste Ursache entzündlicher Darmkrankheiten wie Morbus Crohn in Richtung rheumatischer Arthritis angesehen wurden.

    Die Absicht, das WGA-Gen auf andere Nutzpflanzen als Insektenfraßschutz zu übertragen, musste wegen ihrer außerordentlichen Giftigkeit aufgegeben werden. Etliche toxische Abschnitte in den Kleberproteinen verursachen die Zöliakie, die sich zunächst als „vegetative Dystonie“ oder „irritables Colon“ - Verlegenheitsdiagnose tarnen kann. Schließlich kommt es zu Entzündungen des Dünndarms, was die Aufnahme von Nährstoffen stark behindert und zum Abnehmen führt. Wie die Daten der Mayo-Klinik (2008) zeigen, hat sich die Zahl der Betroffenen in den letzten 50 Jahren vervierfacht.

    Ob die modernen, schnellen Verfahren der Teigbildung, wie sie bei uns seit Jahrzehnten praktiziert werden, den fermentativen Abbau der toxischen Eiweiße auch via nativer Sauerteigführung verhindern. Ob gar die erhofften Schutzeffekte durch den Verzehr von rohem Getreide als Vollkornkost zur obigen Zunahme mit geführt haben könnte, wird von A. Fasano erst gar nicht andiskutiert. Ein wissenschaftlich geneigter Leser fragt sich warum ?

    1 Cordain, L. et al: Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis. In: British Journal of Nutrition 2000/83. S.207-217.
  • Ein vergessener Pionier

    14.05.2010, Ing. Rudolf Hiller, Wien
    Ich habe leider in diesem Artikel einen Hinweis auf den Pionier des Baus von Turmgewächshäusern, den Österreicher Dipl. Ing. Dr. Othmar Ruthner, vermisst.
    Der Genannte entwickelte Ende der 1950er Jahre ein Turmgewächshaus, in welchem die Pflanzen mittels eines Paternostersystems in speziellen Pflanztrögen auf- und abbefördert wurden, wobei die Tröge in Nährlösungen eintauchten. Durch die kontinuierliche Bewegung waren alle Pflanzen der gleichen Lichteinwirkung ausgesetzt.
    Dr. Ruthner gründete um 1960(?) in Wien die Ruthner Industriepflanzenbau GmbH, die Turmgewächshäuser entwickelte und ausführte. Auf der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 war ein derartiges Gewächshaus (Turmhöhe 30m) in Betrieb zu sehen.
    Nach den Ideen von Dr. Ruthner sollten Turmgewächshäuser u. a. die Bewohner arider Zonen mit frischem Gemüse versorgen.
    Dr. Ruthner war zwar auf dem Gebiet des Baus elektrochemisch-metallurgischer Industrieanlagen ein sehr erfolgreicher Unternehmer, aber betreffend des Baus von Turmgewächshäusern seiner Zeit zu weit voraus und scheiterte letztendlich. Er erlitt in dieser Hinsicht das sprichwörtliche österreichische Erfinderschicksal.
    Dr. Ruthner wurde 1964 Ehrensenator der Technischen Hochschule Wien (heute TU Wien), sein metallurgisches Unternehmen lebt als Andritz Metals-Ruthner weiter, seine Turmgewächshäuser sind aber leider fast vergessen.
  • Ökobilanz?

    13.05.2010, Chezra
    Hat mal jemand die tatsächliche Ökobilanz einer solchen Siedlung errechnet? Die Baustoffe hören sich ziemlich aufwändig an. Wie steht es mit den Solarpaneelen? Was kosten ökologisch betrachtet ihre Herstellung und das Recycling? So schön sich das alles anhört - es wäre schade, wenn hier wieder mal ein High-Tech-Weg mit viel Prestige eingeschlagen würde, der aber tatsächlich bei Berücksichtigung aller Faktoren gar nicht tragbar ist.

    Was mich auch stutzig macht: Warum wird hier nur von rechnerischen Werten gesprochen? "... jährlich gerade einmal 79 kWh pro Quadratmeter, haben Wissenschaftler ... für die Freiburger Solarsiedlung errechnet." Wenn die Siedlung doch schon 10 Jahre besteht, müsste es doch auch bereits handfeste Erfahrungswerte geben und nicht nur wissenschaftliche Rechenwerte.

    Ich finde solche Projekte toll, aber sie sollten auch ehrlich, unter Berücksichtigung ALLER bekannten Faktoren eingeschätzt werden, nicht nur aus Sicht der Faktoren, die gerade angenehm erscheinen.

    Antwort der Redaktion:
    Die Berechnungen des Instituts für Bauphysik an der Bergischen Universität Wuppertal basieren keineswegs auf Hypothesen, sondern auf Daten, die im Rahmen einer langfristig angelegten Feldstudie vor Ort in Freiburg durchgeführt wurde. Damit konnte erstmals für eine ganze Wohnsiedlung eine positive Energiebilanz ermittelt werden.



    Was die Ökobilanz der eingesetzten Baustoffe angeht, gehört der Freiburger Architekt Rolf Disch sicher nicht zu den Verfechtern von "Hightech um jeden Preis" - ganz im Gegenteil. In der Freiburger Solarsiedlung wurden überwiegend nachwachsende Rohstoffe wie z.B. regionale Hölzer verarbeitet. Damit konnte der Einsatz von Zement erheblich reduziert werden - ein Baustoff, dessen Herstellung für immerhin 1,1 Milliarden Tonnen klimaschädigender Treibhausgase pro Jahr verantwortlich ist.
  • Fragwürdig

    12.05.2010, Norbert Stephan
    Mit Beklemmung habe ich den Artikel "Mamas Anruf genügt" gelesen. Wie weit muss ein Forscher kommen, um Kinder in so einer Weise zu instrumentalisieren. Es ist schon schlimm genug, wenn Tiere für Versuche herhalten müssen. Dass Kinder als "Versuchskaninchen" benutzt werden, sprengt den Rahmen bei weitem. Das gilt umso mehr, als dass die Versuche hier gezielt zur Stresserzeugung durchgeführt wurden.

    Wir sollten nicht vergessen, das derartige Erfahrungen bei Kindern in diesem Alter langfristige Auswirkungen, wenn nicht gar Schäden verursachen können.
  • Gilt auch die Umkehrung?

    11.05.2010, Daniel Schiller, Köln
    In dem Artikel wird für das individuelle moralische Budget ein Kompensationsmechanismus erkannt und exemplarisch begründet, aber nur in eine Richtung: Tue ich etwas Gutes, tue ich kurz darauf etwas weniger Gutes/etwas Schlechtes, um mein Budget nicht zu überziehen.
    Gilt auch die Umkehrung? Ist das Problem symmetrisch? Gilt: Wenn ich etwas Schlechtes tue, kompensiere ich sie kurz darauf durch etwas Besseres? Gibt es dazu Untersuchungen?
    Wenn dem so wäre, wäre ja alles in "Butter" und man müsste sich um keine der beiden Handlungen sorgen ... am Ende gleicht sich alle aus (und ich bleibe immer gleich) ;).
  • Perchlorat und Leben auf dem Mars ...

    10.05.2010, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau
    Sehr geehrter Herr Prof. Rehder,

    besten Dank für Ihren Kommentar zu meinem Artikel!

    Die Frage nach möglichem Leben auf dem Mars ist in den letzten drei Jahrzehnten außerordentlich kontroversiell geworden - und bleibt doch das Leitmotiv für alle kommenden (gegenwärtig geplanten) Marsmissionen (siehe auch meinen Ergänzungsartikel unter www.spektrum.de/artikel/1026803)!

    Ich vermute, dass Perchlorat in der Mars-Atmosphäre produziert wird (Catling et al, www.agu.org/pubs/crossref/2010/2009JE003425.shtml) und sich daher nur an der Oberfläche und in den obersten Bodenschichten befindet. Die Oberfläche gilt aber ohnehin als lebensfeindlich. Potentielle Mars-Organismen im tieferen Untergrund würden also wenig durch das Perchlorat beeinflusst werden (weder positiv noch negativ).

    Das (unter Marsbedingungen stabile) flüssige Perchlorat-Medium, welches Sie ebenfalls ansprechen, ist von Rennó et al abgehandelt worden (www.agu.org/pubs/crossref/2009/2009JE003362.shtml).

    Mit freundlichem Gruß,
    Walter Goetz
  • Tritium in die Umwelt?

    10.05.2010, Michael Dittmar, Thoiry
    Herr Bruechle,

    Sie schreiben in Ihrem Leserbrief: "In seinem Artikel behauptet Michael Moyer mehrfach, der Betrieb sei emissionsfrei."

    Eigentlich wäre es richtiger zu sagen, Herr Moyer zitiert nur die ITER-Fan/Fusions-Gläubigen, die das behaupten.

    Schauen Sie am besten mal auf die ITER-Webseite!

    Aber warum legen wir nicht gleich den Finger auf
    die Lüge vom "Tritium Breeding". Mehr zu diesen und anderen "Fusion Illusions" unter http://europe.theoildrum.com/node/5929.

    Man könnte wirklich eine Menge Geld sparen!
  • Bulgaren schütteln den Kopf wie die Inder

    09.05.2010, Bettina Pagel, Hoppegarten
    Bezogen auf den Beitrag "Bei den Indern ist das anders" möchte ich hinzufügen: Dazu muss man gar nicht so weit reisen. In Bulgarien ist dieses "Kopfschüttelverhalten" dasselbe. Ich war allerdings vorab informiert, als ich mich 1984 auf einer Jugendtouristreise in diesem schöne Land befand. Trotzdem war es sehr gewöhnungsbedürftig, und Missverständnisse blieben nicht aus. Deshalb auch meine Befürchtung, dass dieses Verhalten bei den Bonobos nicht ganz eindeutig auf das menschliche übertragbar ist, denn es kommt ja doch in umgekehrter Form in einigen Gegenden vor.
  • Da kann was von den Dimensionen her nicht stimmen

    09.05.2010, Josef Gödde Greifenstein
    24 Watt pro Person und Tag gewinnen, während der herkömmliche Prozess 44 Watt pro Person und Tag verschlingt.
    Entweder muss es heißen Wattstunden, Wattsekunden oder ähnlich oder das Pro Tag ist falsch
    Antwort der Redaktion:



    Hallo Herr Gödde,



    danke für Ihren Hinweis, da hat sich der Fehlerteufel tatsächlich eine Stunde einverleibt: Richtig heißt es 24 bzw. 44 Wattstunden pro Person und Tag. Ich habe den Text entsprechend korrigiert.



    Beste Grüße



    Antje Findeklee
  • Bei den Indern ist das anders

    07.05.2010, Jürgen vom Scheidt, München
    Als ich in den 1960-er Jahren mein erstes indisches Konzert besuchte, war ich ziemlich irritiert, dass der Sitar-Spieler (Ravi Shankar) das Spiel seines Begleiters auf der Tabla (Alla Rhaka) so schlecht fand, dass er dauernd missbilligend den Kopf schüttelte - so wie wir "Nein" meinen. Und Alla Rhaka gab dem Meister an der Sitar ebenso zurück.
    Erst allmählich begriff ich, dass in Indien einfach die Körpersignale umgedreht sind: Kopf von links nach rechts und zurück drehen bzw. schütteln heißt: Ja, Begeisterung - und das Nicken mit dem Kopf wäre die Verneinung.
    Also, die Parallele zwischen den Bonobos und "uns" Menschen ist kulturell nicht eindeutig!