Beere, im botanischen Sinne eine Schließfrucht (Fruchtformen), bei der die Fruchtwand (Perikarp; Frucht) gänzlich saftig-fleischig wird (Fruchtfleisch) und die meist zahlreichen hartschaligen Samen einschließt ( vgl. Abb. ). Beispiele für Beeren hervorbringende Wildpflanzen aus der heimischen Flora sind Einbeere, Maiglöckchen und Tollkirsche. Unter den Nutzpflanzen bilden Johannisbeere und Stachelbeere (Ribes), Heidelbeere und Preiselbeere (Vaccinium), Weinrebe, aber z. B. auch Aubergine, Avocadobirne, Dattelpalme, Gurke (Cucumis) und Tomate Beeren. Viele Vertreter der Kürbisgewächse und die Citrusfrüchte (Citrus) besitzen eine als Panzerbeere bezeichnete Sonderform mit ledrigem äußerem Perikarp. Bei den Citrusfrüchten und den Bananen (Bananengewächse) besitzen die Beeren zusätzlich eine Pulpa, ein fleischiges, vom Endokarp nach innen entwickeltes Gewebe, das die Samen umhüllt. Die Ananas bildet einen vielteiligen Beerenfruchtverband. – Umgangssprachlich wird der Ausdruck Beere fälschlicherweise auch für andere Fruchtformen verwendet, so für die Früchte der Brombeere und Himbeere (mit Sammelsteinfrüchten) oder der Erdbeere (mit Sammelnußfrüchten). Diese Arten werden gemeinsam mit den echte Beeren hervorbringenden Arten zusammenfassend als Beerenobst bezeichnet. Bei den sog. Scheinbeeren, von Eibe und Wacholder (Beerenzapfen), ist die beerenartige Samenhülle aus anderen Organen als der Fruchtwand entstanden. Beerenobst , Früchte, Kulturpflanzen VI, VII.





Beere



Beeren und beerenähnliche

Früchte



1 Echte Beere: Heidelbeere (Querschnitt) im Vergleich zu unechten Beeren (Längsschnitt); 2 Sammelsteinfrucht: Himbeere, 3 Sammelnußfrucht: Erdbeere, 4 Scheinbeere: Eibe