Vulkanismus-Klima-Effekte, der Vulkanismus ist insofern auch für das Klima von Bedeutung, als explosive Vulkanausbrüche Gase und Partikel bis in die Stratosphäre, in extremen Fällen sogar bis in die Mesosphäre schleudern, wo sie die Strahlung der Atmosphäre beeinflussen. Wichtig sind dabei vor allem die über Gas-Partikel-Umwandlungen aus schwefelhaltigen Gasen entstehenden Sulfat-Partikel, die in der Stratosphäre eine Verweilzeit von einigen Jahren haben und dort einen Teil der Sonnenstrahlung absorbieren, was stets mit Erwärmungseffekten verbunden ist, bzw. streuen. Die dadurch verringerte Transmission von Sonneneinstrahlung in die untere Atmosphäre führt dort, simultan mit den stratosphärischen Erwärmungen, zu Abkühlungseffekten ( Abb.). Der Strahlungsantrieb als Maß für die global gemittelten klimarelevanten Störungen des atmosphärischen Strahlungs- und Energiehaushaltes im Jahr des Pinatubo-Ausbruchs (1991), der als möglicherweise stärkster vulkanischer Einfluß auf das Klima im 20. Jh. anzusehen ist, betrug damals 2,4 W/m2, im Folgejahr (als die genannte Partikelbildung abgeschlossen und der maximale Klimaeffekt eingetreten war) 3,2 W/m2 und 1993 dann nur noch 0,9 W/m2 (Klimageschichte, anthropogene Klimabeeinflussung). Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß Vulkanismus-Klima-Effekte in der historischen und vor allem vorhistorischen Zeit, im Rahmen der Paläoklimatologie, von noch weitaus größerer Wirksamkeit gewesen sind. historische Paläoklimatologie. [CDS]


Vulkanismus-Klima-Effekte : Nach größeren explosiven Vulkanausbrüchen treten Erwärmungen der Stratosphäre und gleichzeitig Abkühlungen der bodennahen Atmosphäre auf, hier illustriert anhand der nordhemisphärisch und jährlich gemittelten Temperaturwerte 1960-1998. Vulkanismus-Klima-Effekte