Wetterkarte, eine geographische Karte, in die nach dem Stationsmodell symbolhaft Wetterbeobachtungen bzw. die davon abgeleiteten meteorologischen Felder und synoptischen Wettersysteme (meteorologische Symbole) eingezeichnet sind. Demzufolge zeigt eine vollständige Wetterkarte (synoptische Wetterkarte) sowohl die Ausgangsbasis als auch das Ergebnis der synoptischen Wetteranalyse. Die Bodenwetterkarte ist die ursprüngliche Wetterkarte. In sie werden die synoptischen Wettermeldungen der synoptischen Wetterstationen eingetragen und ausgewertet. Dazu gehören außer In-situ-Messungen meteorologischer Elemente auch Beobachtungen von Wolken, Niederschlägen und anderen Wettererscheinungen, die ursächlich nicht an den Boden gebunden sind. Die Auswertung der Bodenwetterkarte hat das Ziel, anhand der eingetragenen Wettermeldungen meteorologische Felder (Bodendruckfelder, Luftdruck-, Temperatur-, Niederschlagsverteilung u.a.) zu gewinnen und diskrete synoptische Wettersysteme zu identifizieren. So wird dem Fachmann eine praktische Übersicht zur jeweiligen Wetterlage aus bodennaher Sicht geboten. Vereinfachte, aber zugleich optisch aufbereitete Bodenwetterkarten werden in den Medien präsentiert.

Die Höhenwetterkarte (aerologische Karte) gibt es seit den 1930er Jahren, aber ihr allgemeiner Bekanntheitsgrad ist immer noch relativ gering. Dabei lehrt der Augenschein, daß nicht nur der Flugverkehr, sondern alle wichtigen Wettervorgänge den dreidimensionalen Raum vollständig beanspruchen und erfüllen. Abgesehen von speziellen Versionen für die Flugberatung, beziehen sich die Höhenwetterkarten der Troposphäre auf vier bis sechs Hauptdruckflächen (Druckflächen) in 1500 bis 16.000 m Höhe. Deren Topographien werden mit Isohypsen dargestellt. Diese zeigen vor allem die Höhenströmung oder die Temperaturströmung (den thermischen Wind) mit ihren mäandrierenden Strahlströmen, Wellen und Wirbeln, die wiederum die wesentlichen synoptischen Wettersysteme darstellen bzw. erzeugen und steuern ( Abb.). [MGe]


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