Gesellschaft für Schwerionenforschung, GSI, von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Hessen 1969 gegründete Großforschungseinrichtung mit Sitz in Darmstadt (Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF)). Die GSI betreibt eine Beschleunigeranlage, mit der Schwerionen auf bis zu 90 % der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden können. Sie besteht aus dem Linearbeschleuniger UNILAC (2-20 MeV pro Nukleon), dem Schwerionen-Synchrotron SIS (1-2 GeV pro Nukleon) und dem Experimentier-Speicherring ESR (Beschleuniger). Die GSI hat ca. 700 Beschäftigte (davon 300 Wissenschaftler). Das Forschungsgebiet umfaßt Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Kern- und Hadronenphysik, der Atomphysik, der theoretischen Physik, der Plasmaphysik und der Materialwissenschaften sowie der Strahlentherapie mit schweren Ionen. An der GSI wurden durch Beschuß von schweren Ionen 1981-84 die Elemente Bohrium, Hassium und Meitnerium sowie 1994-96 die Elemente mit den Ordnungszahlen 110, 111 und 112 erzeugt.