Röntgenkleinwinkelstreuung, Röntgenstreuung in unmittelbarer Umgebung des Primärstrahls (Glanzwinkel 5°) an submikroskopischen Teilchen mit Größen von ca. 1 nm bis - unter optimalen Bedingungen - 200-300 nm. Für diese Untersuchungen verwendet man meist monochromatische Röntgenstrahlen. Im Falle monodisperser Systeme können Größe und Form der Teilchen ermittelt werden. Die Auswertung der Kleinwinkelstreuung von polydispersen, verdünnten Systemen führt wegen der großen Anzahl unbekannter Parameter nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen. Bei ›dichten‹ Systemen (flüssigkeitsartige amorphe Substanzen) geht die Verteilungsfunktion der Teilchenabstände als weiterer Faktor in die Auswertung ein. Bei feindispersen, festen Stoffen kann aus dem Auslauf der Kleinwinkelstreukurve nach größeren Winkeln die spezifische Oberfläche ermittelt werden.