Als Zeitzeuge, Chronist und auch etwas am Rande Mitwirkender der hinter uns liegenden fünf Jahrzehnte Raumfahrt lasse ich gerne die Ereignisse noch einmal Revue passieren, bevor sie in Büchern oder Vorträgen ihren Niederschlag finden. Mit zunehmendem zeitlichen Abstand fragt man sich oft selbst nach den persönlichen Höhepunkten des Erlebten: War es der Empfang der ersten Satellitensignale der Sputniks in den Jahren 1957 und 1958 oder der Schritt von der klassischen Sternwarten-Astronomie in das Neuland der Weltraumforschung mit Satelliten und Raumsonden?

Was bleibt in der Erinnerung länger haften: die Landung von Apollo 11 im Jahr 1969 auf dem Mond oder das erste Bild vom Marsboden, das ich als NASA-Mitarbeiter im Jahr 1976 beim Viking-Programm mit als einer der Ersten sehen konnte? Der Einstieg in die Wissenschaftspublizistik bei Rundfunk und Fernsehen ermöglichte es mir dann, fast rund um den Erdball in Sachen "Weltraum" unterwegs zu sein. So bleiben mir auch…