Auch bei der zweiten totalen Mondfinsternis in diesem Jahr gehen wir in Europa leider leer aus. Die letzte totale Verfinsterung fand am 15. April 2014 statt. Die Verfinsterung vom 8. Oktober ereignet sich um 12:25 Uhr MESZ, wenn der Vollmond hoch über dem Pazifischen Ozean steht. An diesem Tag geht bei uns der Mond erst um 18:48 Uhr auf und geht am Folgetag um 7:29 Uhr unter. Gute Chancen auf eine Beobachtung haben dagegen die Einwohner von Hawaii, Japan, Neuseeland und Australien, sie können das Himmelsschauspiel fast vollständig verfolgen.

Der Verlauf der totalen Mondfinsternis vom 8. Oktober 2014
© SuW-Grafik / Ernst E. von Voigt
(Ausschnitt)
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Von Europa aus nicht zu sehen ist die totale Mondfinsternis vom 8. Oktober 2014. Sie ereignet sich über dem pazifischen Raum. Die Zeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben, für die Sommerzeit MESZ einfach eine Stunde hinzuaddieren. Um 12:25 Uhr MESZ wird der Mond völlig in den Kernschatten der Erde eingetreten sein, um 12:55 Uhr ist die Mitte der Finsternis erreicht und um 13:24 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten.

Die Mondfinsternis beginnt um 10:16 Uhr MESZ mit dem für das bloße Auge unsichtbaren Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde. Um 11:15 Uhr berührt der Mond den Rand des Kernschattens, und um 12:25 Uhr ist der Erdtrabant völlig in den Kernschatten unseres Planeten eingetreten. Um 12:55 Uhr ist die Mitte der rund einstündigen Verfinsterung erreicht, um 13:24 Uhr beginnt der Mond, den Kernschatten wieder zu verlassen. Ab 14:34 Uhr ist er vollständig aus dem Kernschatten ausgetreten, und um 15:34 Uhr ist der Erdtrabant auch aus dem Halbschatten ausgetreten.

Sichtbarkeit der totalen Mondfinsternis vom 8. Oktober 2014 (Grafik)
© SuW-Grafik / Ernst E. von Voigt
(Ausschnitt)
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Die totale Mondfinsternis vom 8. Oktober 2014 ist von Europa und Afrika aus nicht zu sehen. Dafür kommen die Anrainer des Pazifiks voll in den Genuss dieses Himmelsschauspiels.

Rund 14 Tage später beim darauffolgenden Neumond am 23. Oktober 2014 findet eine partielle Sonnenfinsternis statt, von der wir ebenfalls nichts sehen können. Am besten sichtbar ist sie in den hohen Breiten des westlichen Nordamerika, die Sonnenscheibe wird dann zu maximal 80 Prozent von der dunklen Scheibe des Neumonds bedeckt.

Die nächste von uns sichtbare Verfinsterung ist die bei uns partiell erscheinende totale Sonnenfinsternis vom 20. März 2015, dabei wird von Mitteleuropa aus gesehen die Sonne zu rund 80 Prozent vom Mond bedeckt. Die nächste von Deutschland aus zu beobachtende totale Mondfinsternis ereignet sich in den frühen Morgenstunden des 28. September 2015.