Die Pottwale, die seit dem 8. Januar 2016 an der niederländischen und deutschen Nordseeküste strandeten, sind offenbar gesund gewesen. Das berichtet die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, deren Mitarbeiter die an den deutschen Küsten gefundenen Tiere gemeinsam mit den zuständigen Behörden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein untersuchten, am vergangenen Freitag. Vorläufig können die Experten sagen, dass die Tiere weder Verletzungen noch Infektionskrankheiten aufwiesen. Die Tiere seien zudem gut genährt gewesen und hätten kurz vor ihrer Strandung an der Küste Norwegens noch einmal Nahrung aufgenommen. Neben reichlich Tintenfischschnäbeln fanden die Forscher bei manchen Walen auch Meeresmüll im Magen. Dieser habe jedoch nicht unmittelbar zum Tod der Tiere geführt. Am wahrscheinlichsten ist demnach, dass die gesunden Tiere durch Strandung starben.

Insgesamt waren im Januar bisher zwölf, allesamt junge männliche Pottwale in deutschen und niederländischen Küstenregionen aufgefunden worden: Sechs Tiere strandeten auf der holländischen Insel Texel, fünf davon wurden lebend entdeckt. Zwei weitere Wale landeten auf Wangerooge, einer zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, einer vor Büsum und zwei weitere treibend vor Helgoland. Zuletzt waren zudem auch in Ostengland mehrere Pottwale angespült worden.