Menschen, die in Zen-Meditation geübt sind, können sich nach einer zerstreuenden Tätigkeit wieder leichter konzentrieren. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher um Guiseppe Pagnoni von der Emory University in Atlanta.

Insgesamt 24 Probanden – die eine Hälfte mit mehr als dreijähriger Erfahrung in Meditation, die andere ohne jegliche praktischen Kenntnisse – ließen die Wissenschaftler auf ihren Atem achten. Die Konzentration wurde jedoch immer wieder mit der Aufgabe gestört, ein echtes von einem Nonsense-Wort zu unterscheiden. Gleichzeitig registrierten die Forscher die jeweilige Hirnaktivität ihrer Probanden per funktioneller Magnetresonanztomografie.

Wie sich zeigte, kehrten die Gehirne in Meditation erfahrener Versuchspersonen nach der Unterbrechung schneller wieder in den kontemplativen Zustand vor der Störung zurück als die der Kontrollprobanden. In Arealen wie dem Gyrus angularis, die mit dem Auftreten von spontanen Gedanken assoziiert sind, senkte sich die erhöhte Aktivität nach der Unterbrechung rasch wieder auf den ruhigen Ausgangszustand ab.

Zen-Meditation scheint demnach die Fähigkeit zu verbessern, zerstreuende Gedanken zu kontrollieren, interpretieren die Wissenschaftler ihre Ergebnisse. Da genau diese Fähigkeit Menschen fehlt, die unter Hyperaktivität oder einer Aufmerksamkeitsstörung leiden, könnte die Meditationspraxis eine Hilfe für diese Patienten sein. (cw)