Der wissenschaftlich-technische Rat der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos stellte am 24. Februar 2015 die Weichen für die künftige Ausrichtung der nationalen Raumfahrtunternehmungen.

Demnach möchte Russland die Internationale Raumstation ISS bis zum Jahr 2024 nutzen und anschließend eine eigene Raumstation aufbauen. Dafür sollen einzelne ISS-Module wiederverwendet werden – so das Mehrzwecklabormodul MLM, das kugelförmige Verbindungsmodul UM sowie das Wissenschafts- und Energiemodul NEM. Die drei genannten Einheiten sind noch im Bau und wurden von vornherein so konzipiert, dass sie zu einer eigenständigen Station zusammengeschlossen werden können. Nach gegenwärtigem Stand soll das Mehrzwecklabormodul im Februar 2017 mit einer Proton-M-Rakete zur ISS gebracht werden.

Des Weiteren plant Russland neue Missionen zum Mond. Zunächst sollen unbemannte Sonden den Erdtrabanten aus einer Umlaufbahn heraus und auf der Oberfläche erkunden. Um das Jahr 2030 sollen russische Kosmonauten auf dem Mond landen.

Nach der jetzigen Grundsatzentscheidung wird der wissenschaftlich-technische Rat in seinen nächsten Sitzungen Details des russischen Raumfahrtprogramms festlegen.