Ich gebe zu, ich mag mein Smartphone. Und ich mag die damit verbundene Freiheit, jederzeit mit anderen kommunizieren zu können, wenn jenen und mir danach ist – und zwar per Mail, per Twitter, per SMS. Allerdings nur in Ausnahmefällen auch per Telefon.

Dabei ist mir dieses Telekommunikationsgerät auch mobiles Büro – mal unterwegs schnell die Firmenmails checken? Kommt schon vor. Auch am Abend. Und auch am Wochenende. So kann diese Freiheit auch zum Fluch werden: Die Arbeit im Hirn abzuschalten, wird immer schwieriger. Ist ja nur ein schneller Blick.

Noch gehöre ich nicht zu den Menschen, für die dieser schnelle Blick eine der ersten beziehungsweise letzten Aktionen am Tag ist, wie Klagenfurter Forscher berichten: 30 Prozent von 445 Befragten aus dem "Digicom-Arbeitsfeld" hatten hier angegeben, nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen berufliche Mails zu checken. Ich bin zwar nahe dran. Aber die Tasse Kaffee am Morgen und der nächtliche Blick ins Kinderschlafzimmer rangieren dann doch noch davor.