Lars Fischer
© Richard Zinken
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernLars Fischer

"Selbst die gezielt ausgewählten Daten in der Veröffentlichung lassen Zweifel an den Schlussfolgerungen aufkommen", schrieb ich anlässlich einer Studie des französischen Wissenschaftlers Gilles-Eric Séralini, der einen Zusammenhang zwischen genetisch verändertem Mais und Krebs gefunden haben wollte. Trotz der vielen offenen Fragen haben Gentechnikgegner und ihre medialen Sprachrohre die Behauptungen seither immer wieder unkritisch nachgeplappert.

Jetzt hat die Fachzeitschrift, in der die Veröffentlichung ursprünglich erschien, nach ausführlicher Prüfung beschlossen, das Paper wegen der schlechten Qualität der Daten zurückzuziehen. Gentechnikgegner finden das natürlich skandalös. Wer dagegen die betreffende Veröffentlichung selbst gelesen hat, fragt sich noch etwas ganz anderes: Wie hat es ein so mängelbeladenes Paper überhaupt erst durch den Peer Review geschafft?