© University of Haifa
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Ein zunächst unscheinbarer Holzbalken, den Unterwasserarchäologen vor der türkischen Küste bargen, entpuppte sich als ältester bekannter Holz-Anker der Welt. Mit einem Alter von über 2600 Jahren stammt er aus der Anfangszeit der antiken kleinasiatischen Stadt Klazomenai, zwischen deren mittlerweile versunkenen Hafenanlagen das mit einem metallenen Aufsatz versehene Fundstück lag.

Die Taucher stellten außerdem fest, dass offenbar eine Naturkatastrophe im sechsten Jahrhundert v. Chr. den Hafen der im Mittelmeer versinken ließ. Keines der aus schriftlichen Quellen bekannten Erdbeben käme jedoch als Auslöser in Frage. "Was die Anlage letztendlich untergehen ließ, ist immer noch mysteriös", erklären die Forscher, die sich von weiteren Untersuchungen in den nächsten Jahren Aufschluss erhoffen.

Seit dem Jahr 2000 arbeiten Archäologen vom Leon Recanati Institute for Maritime Studies der University of Haifa und einem mit israelischer Unterstützung gegründeten Institut für Unterwasserarchäologie in Ankara gemeinsam an den Ausgrabungen in Klazomenai, bei denen neben dem Anker noch eine Vielzahl weiterer Fundstücke auftauchte.

Die unweit des heutigen Urla und rund 36 Kilometer von Izmir entfernt gelegene Stadt geht auf eine ionische Gründung im siebten Jahrhundert v. Chr. zurück. Rund 200 Jahre nach ihrer Gründung verlegten die Einwohner aus Angst vor den Persern die Siedlung vom Festland auf eine vorgelagerte Insel. Als bekanntester Sohn Klaizomenais gilt der Philosoph Anaxagoras (499 – 428 v. Chr.)