Welche Strecke ließe sich mit der gesamten DNA eines menschlichen Körpers überbrücken? 1000 Mal...

a) Äquator
b) Erde-Mond
c) Erde-Sonne
d) Sonne-Pluto
e) Durchmesser der Galaxis

Antwort:

Die DNA aus allen Zellen des menschlichen Körpers ergäbe - hintereinander gelegt - eine Strecke, die 1000 Mal so lang ist wie die Entfernung der Erde von der Sonne.

Erklärung:

Das menschliche Genom, die Desoxyribonucleinsäure oder DNA, setzt sich aus etwa 3,2 Milliarden (3,2*109) Bausteinen zusammen. Da die einzelnen Bausteine, die Nucleotide, in einem Abstand von 0,34 Nanometern (3,4*10-10 Metern) hintereinander sitzen, ergibt sich somit eine Gesamtlänge von etwa einem Meter.

In jeder Zelle liegt das Erbgut doppelt vor – einmal vom Vater, einmal von der Mutter –, daher muss in einem Zellkern die Gesamtlänge von zwei Metern DNA, aufgeteilt auf 46 Chromosomen, verstaut werden. Ausnahme sind die Keimzellen mit einem einfachen Chromosomensatz und die roten Blutkörperchen, die ganz ohne Zellkern auskommen.

Der menschliche Körper besteht – größenordnungsmäßig – aus 100 Billionen oder 1014 Zellen. Abzüglich der 25 Billionen Erythrocyten würde die gesamte DNA eines Menschen die unvorstellbare Länge von 1,5*1014 Metern oder 150 Milliarden Kilometern erreichen.

Das ergibt etwa:

  • knapp 4 Millionen Mal um den Äquator (40 000 Kilometer)
  • fast 400 000 Mal von der Erde zum Mond (380 000 Kilometer)
  • 1000 Mal von der Erde zur Sonne (150 Millionen Kilometer)
  • 25 Mal von der Sonne zum Pluto (6 Milliarden Kilometer)
Und um den Durchmesser unserer Milchstraße zu überbrücken (1021 Meter), bräuchte man lediglich die DNA einer Großstadt wie London mit rund 7 Millionen Einwohnern.

Übrigens: Trotz seiner Länge finden sich nur verhältnismäßig wenig Gene auf dem DNA-Faden: Mit schätzungsweise nur 30 000 Genen kommt der Mensch aus.
DNA
© Spektrum Akademischer Verlag
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernDNA
Modell eines doppelsträngigen DNA-Moleküls: Links ein vereinfachtes Modell, das einen Ausschnitt von 19 Basenpaaren zeigt und dem ursprünglichen Watson-Crick-Modell der Doppelhelix ähnelt. Z = Zucker (2-Desoxyribose), P = Phosphorsäure, A = Adenin, C = Cytosin, G = Guanin, T = Thymin.
Rechts ein Kalottenmodell der DNA, das außen das Zucker-Phosphat-Rückgrat und innen die Basenpaare sowie die große und kleine Furche der Doppelhelix erkennen lässt.


Wenn Sie mehr über die Entdeckungsgeschichte der DNA-Doppelhelix erfahren möchten, dann lesen Sie unser Spezial "50 Jahre Doppelhelix".

Und "Der Schlüssel der Menschheit" beschreibt die Entzifferung des menschlichen Genoms.