Wieviele Verschlüsselungs-möglichkeiten bot während des Zweiten Weltkriegs die "Enigma"-Chiffriermaschine?

a) 150 Tausend
b) 150 Millionen
c) 150 Milliarden
d) 150 Billionen

Antwort:

Die Enigma bot 150 Billionen Verschlüsselungsmöglichkeiten.

Erklärung:

1918 hatte der Ingenieur Arthut Scherbius (1878-1929) das Patent für eine Chiffriermaschine angemeldet, die er ein paar Jahre später unter dem Namen Enigma (griech.: Geheimnis) herstellte und verkaufte. Nach dem Tod von Scherbius wurde das Rotorprinzip der Maschine weiter verbessert und schließlich von der Deutschen Reichswehr vom zivilen Markt genommen.

Kernstück der Maschine sind einfache Stromkreise, die jeweils einen Buchstaben der Tastatur mit einem elektrischen Lämpchen verbinden. Dazwischen befinden sich drei, später sogar vier Walzen, mit der sich jeder Buchstabe jeweils dreimal vertauschen lässt. Diese Rotoren sind hintereinander geschaltet und zusätzlich mit einem Steckerbrett verbunden, womit sich die Verschlüsselungsmöglichkeiten noch einmal steigern lassen. Am anderen Ende der Leitung musste eine identische Maschine mit exakt den gleichen Einstellungen stehen.

Den Deutschen auf die Schliche kam letztlich der britische Mathematiker Alan Turing (1912-1954), der ein schrankgroßes elektromechanisches Rechengerät - die "Bombe" - konstruierte und damit ab 1943 sämtliche deutschen Funksprüche lesen konnte. Schon zwei Jahre vorher hatten die Allierten den Code erstmals geknackt. Die deutschen Funker waren wohl zu faul gewesen und hatten die Chiffriercodes zu selten verändert. So kamen zunehmend wiederkehrende, identische Textformeln über den Äther. Nachdem die Enigma verbessert wurde, bot sie unvorstellbare 150 Billionen Verschlüsselungsmöglichkeiten und war lediglich dem legendären Turing nicht gewachsen.