Wozu nutzen Astronomen Standardkerzen

a) nächtliches Lesen von Sternkarten
b) historisches Maß für die Sternenhelligkeit
c) kosmische Entfernungsbestimmung

Antwort:

Mithilfe von Standardkerzen lassen sich kosmische Entfernungen bestimmen.

Erklärung:

Das Rücklicht eines Fahrrads erscheint umso schwächer, je weiter sich der Radler entfernt. Oder genauer: In zehn Metern Entfernung ist es viermal so hell wie in 20 Metern.

Ob 3-Watt-Birnchen oder strahlend heller Stern: Kennt man die absolute Leuchtkraft einer Quelle und vergleicht sie mit der gemessenen, scheinbaren Helligkeit, so lässt sich daraus einfach die Entfernung des Lichts berechnen.

Die Cepheiden sind solche kosmischen Objekte, von denen die Astronomen sicher sind, die absolute Leuchtkraft zu wissen. Dabei handelt es sich um eine bestimmte Klasse von Sternen, welche periodisch heller und dunkler werden. Die Häufigkeit, mit der dies geschieht ist Ausdruck der absoluten – oder intrinsischen – Helligkeit des Sterns.

Harlow Shapley (1885-1972) hatte 1915 diese veränderlichen Sterne in Kugelsternhaufen beobachtet und deren Perioden-Helligkeits-Beziehung geeicht. Auf diese Weise konnte er die Größe der Milchstraße abschätzen. Allerdings wusste er noch nicht, dass es zweierlei Arten von Cepheiden gibt, und so lag er mit einem Durchmesser von 300 000 Lichtjahren ziemlich daneben. In Wahrheit ist unsere Galaxie nur ein Drittel so groß.

Wozu nutzen Astronomen Standardkerzen