In drei Minuten erklärt 100SekundenPhysik per whiteboard animation, was Gravitationswellen sind und wie sie "taube" Wissenschaftler zu "hörenden" machen: keine geringe Leistung. Schön ist der Hinweis darauf, dass feste Maßstäbe zur Messung nicht geeignet sind, weil sich diese durch die Gravitationswellen ja ebenfalls verformen. Ebenfalls wichtig ist die Erwähnung des Umstands, dass man das Universum ab sofort nicht mehr nur durch auf der Erde eintreffende elektromagnetische Wellen oder kosmische Teilchen erforschen kann, sondern eben auch im Rahmen der neuen Disziplin der Gravitationswellenastronomie.

Ein paar Unschönheiten dennoch, zum Beispiel diese: Am Anfang fehlt die Information, wodurch denn genau der Raum verformt wird (nämlich durch die Masse von Objekten); aber das bekommt man im Laufe des Videos dann doch noch mit. Mal verursachen Schwarze Löcher nur beträchtliche, dann gigantische Veränderungen – ja was denn nun, und was lässt sich davon auf der Erde noch messen? Und es ist zwar richtig, dass man die Richtung, aus der die Gravitationswellen kommen, im Prinzip dadurch bestimmen kann, dass man mehrere Messinstrumente an verschiedenen Orten der Erde errichtet. Aber noch sind die Wissenschaftler mangels passender Instrumente noch nicht so weit. Trotzdem haben sie die berichteten Messungen mit gleich zwei Instrumenten vermessen – aber aus einem ganz anderen Grund: Denn nur so können sie Fehlalarme ausschließen, die durch lokale Ereignisse ausgelöst werden.