Wirbelsturm auf abwegen: Bringt Gert Sonne auf die Insel?

"Rettet Hurrikan Gert Britanniens Sommer?" fragen derzeit englische Boulevardmedien. Ein ungewöhnlicher Wunsch an den bisher stärksten atlantischen Wirbelsturm 2017.
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Querschitt des Sturms Gert.
© NASA/JAXA, Hal Pierce
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernIm Herzen des Sturms

Der Wirbelsturm Gert ist erst der zweite atlantische Hurrikan dieses Jahr und erreichte immerhin Kategorie 2 auf der fünfstelligen Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala. Allerdings bewegt er sich derzeit aus seinen tropischen Entstehungsgewässern Richtung Nordosten, auf Großbritannien zu. Wenn er dort ankommt, ist von ihm laut Meteorologen nur ein laues Lüftchen übrig - und mit sich bringt er wohl Sonnenschein, das hofft man jedenfalls auf der Insel.

In dieser Aufnahme von Montag allerdings, generiert aus Mikrowellen- und Radardaten des Satelliten GPM core observatory, ist von sonnigem Wetter erst einmal nichts zu sehen. Im Gegenteil. Der Schnitt durch den Sturm zeigt intensive Regenbänder in bis zu 15 Kilometer hohen Gewitterzellen. Die Energie der Stürme stammt allerdings aus dem warmen Wasser des tropischen Atlantiks - bis zum Wochenende wird der Sturm über den kühleren Gewässern des Nordatlantiks seine Kraft eingebüßt haben.