Feindlose Seesterne verwirren : Gesucht: Achillesferse der Killerseesterne

Die Killerseesterne im Pazifik sind die größte Gefahr für fragile Korallenriffe - und haben selbst kaum natürliche Feinde. Wie wird man ihrer trotzdem Herr?
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Tritonschnecke attackiert einen Dornenkronenseestern
© Australian Institute of Marine Science
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernNeue Waffen gegen den Korallentod
Der Dornenkronenseestern (Acanthaster planci, hier ein hübsches Exemplar rechts im Vordergrund) hat im Meer kaum natürliche Feinde, mit Ausnahmen wie etwa der großen Tritonschnecke (linke Bildmitte), die sich gerne einmal an einem der Tiere gütlich tut. Allerdings haben sich die Seesterne auch den Menschen zum erbitterten Gegner gemacht, denn A. planci tritt im Indopazifik in Massen auf und gibt den durch den Klimawandel und anderes menschengemachtes Ungemach ohnehin stark angeschlagenen Korallenriffen nicht selten den Rest: Steinkorallenpolypen sind eine der Leibspeisen des Seesterns. Gegenmaßnahmen sind aufwändig und oft vergebens. Man versuchte es ohne durchschlagenden Erfolg schon mit Tauchern, die Gift in einzelne Seesterne pumpten, Killerrobotern oder biologischer Kriegsführung mit Seesternviren. Forscher suchen daher weitere Waffen und ungewöhnliche Wege - wie das Forscherteam, das nach Genanalysen der Seesterne nun vielleicht die zur innerartlichen Kommunikation dienenden Signalmoleküle der Tiere gezielt blockieren will. Wie das gegen die Tiere helfen soll, ist derzeit noch unklar - während den Steinkorallen indes rasch die Zeit ausgeht.