Wirbel auf der Seifenhaut

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Wirbelmuster auf der Seifenhaut
© Hamid Kellay, CNRS (Pressebild zu Meuel, T. et al.: Intensity of vortices - from soap bubbles to hurricanes. In: Nature Scientific Reports, Article 3455, 2013)
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernSeifenblasen-Hurrikan?

Eine halbe Seifenblase auf einer Heizplatte entwickelt Strömungsmuster, die jenen der Erdatmosphäre ähneln - behaupten jedenfalls französische Wissenschaftler in einer Veröffentlichung in Nature Scientific Reports. Zumindest aber entstehen unter diesen Bedingungen Wirbel, die oberflächlich den irdischen Hurrikanen ähneln.

Das Team um Hamid Kellay von der Universität Bordeaux untersuchte anschließend, wie sich die Rotation der Seifenblase auf die Strömungsgeschwindigkeit und andere Eigenschaften der von ihnen untersuchten Wirbel auswirkte. Dabei entdeckten sie eine Regelmäßigkeit, anhand der sie schon in einem frühen Stadium die Intensität und weitere Entwicklung der Strukturen vorhersagen konnten. Allerdings ergaben die Experimente auch, dass sich die Wirbel auf der Seifenblase bevorzugt nahe der Pole bilden - was auf der Erde so nicht gilt. Ob ihre Forschung mehr vorhersagen kann als Schlieren auf der Blasenhaut, müssen die Forscher also erst noch zeigen.