Das Dutzend bislang bekannter Magnetare bildet neben den Pulsaren eine weitere Klasse der Neutronensterne, deren Mitglieder sich durch ein enorm starken Magnetfeld auszeichnen. Seit ihrer jeweiligen Entstehung in der Supernovaexplosion eines massereichen Sterns sind 10000 Jahre oder mehr vergangen. PSR J1846 ist dagegen ein kosmisches Baby, auch im Vergleich zu einem Durchschnittspulsar. Dies zeigt sich zum einen darin, dass er noch von einem deutlich sichtbaren Supernova-Überrest umgeben ist, der in astronomischen Katalogen als Kes 75 firmiert. Zum anderen verlangsamt sich seine Rotation schneller, als bei allen anderen "kosmischen Leuchttürmen". Dies ist ein Indiz für sein geringes Alter und lässt gleichzeitig auf die Stärke seines Magnetfelds schließen.
Die recht strikte Trennung von Pulsaren und Magnetaren scheint somit fraglich. Ob es sich hierbei tatsächlich um getrennte Objektklassen oder vielmehr um einen Evolutionsprozess bei Neutronensternen mit starken Magnetfeldern handelt, wird erst durch weitere Untersuchungen mit den Röntgensatelliten im All geklärt werden können. (Dre)





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