Wenn das Wetter verrückt spielt, wie es heutzutage häufiger der Fall scheint, stellen Reporter, Politiker und die Öffentlichkeit unweigerlich die Frage: Spielt die globale Erwärmung eine Rolle? Sie wurde im vergangenen Jahr nach den katastrophalen Überschwemmungen in Pakistan ebenso gestellt wie nach der Rekord-Hitzewelle in Russland. Sie kam dieses Jahr nach der verrückten Häufung von Tornados in den südöstlichen USA ebenso auf wie während der vernichtenden Dürre am Horn von Afrika. Und sie wurde erneut aufgebracht, als im August der Hurrikan "Irene" an der Ostküste der Vereinigten Staaten wütete. Bislang haben die Klimaforscher es zumeist vermieden, darauf konkret zu antworten. Ihr Mantra war, dass die Wissenschaft nicht eine spezielle Dürre oder einen gewissen Hurrikan dem Klimawandel zuordnen kann. Die Klimaforschung könne bestenfalls abschätzen, wie die Häufigkeit von Extremwetterlagen sich durch die globale Erwärmung ändert, angetrieben durch Variationen von Faktoren wie Verdunstung über den Ozeanen, Wasserdampf und Wolkenbildung sowie der atmosphärischen Zirkulation. Bald schon im Wetterbericht? In jüngster Zeit beginnt sich diese zögerliche Haltung jedoch zu wandeln. "Mein...