Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Stimmt nicht so ganz....

    13.08.2012, Martin Igler
    Zum Schluss bekommt der Autor ja noch die Kurve, denn das brasilianische Problem ist in der Tat die Energieverschwendung. Eines der Probleme. Ein anderes ist die Netzinfrastkrutur, aber die wurde ja "runderneuert" als die jetzige Präsidentin noch Energieministerin war, von daher verbietet sich jede Kritik. Übrigens sind die Angaben zum Blackout falsch oder unzureichend. Wenn mit "Süden" der äusserte des Landes gemeint ist, stimmen sie. Aber hier in Sao Pauo dauerte der Stromausfall 12 Stunden, teilweise sogar länger. Wie in der Av. Faria Lima - wo das deutsche Generalkonsulat angesiedelt ist - dort fehlte der Strom mehr als 24 Stunden. Auch die Angaben zur Zukunft der Atomenergie sind falsch. Es ist zwar so, dass eigentlich gar keine Kraftwerke existieren dürften, weil der Atommüll einfach im Urwald zwischengelagert wird und die Endlagerung keineswegs gesichert ist. Allerdings setzt Frau Rousseff ganz eindeutig auf die Atomkraft - vielleicht hat sie das ihrem stellvertretenden Energieminister noch nicht mitgeteilt. Frau Rousseff findet nämlich, dass "Fukushima bewiesen hat, dass die Atomkraft sicher ist". Wind- und Solar-Energie hält sie für schlimm, weil sie "in Europa gesehen hat, die diese Anlagen die Landschaft verschandeln!" Alle richtigen Angaben zur Zerstörung des Öko-Systems Amanzonas werden hier ungehört verhallen. Das Programm wird - zur Not mit Gewalt - durchgesetzt. Es fehlt einfach am Umweltbewusstsein der Brasilianer. Aber wo soll das entstehen, wenn das Thema in den Lehrplänen der Schulen nicht existiert?
  • Diskussion oder Dogmenverkündung?

    13.08.2012, Eike Blum, Remscheid
    Die Beiträge zu 4) und 5) können so nicht unkommentiert stehen bleiben.
    Schon in der Schule haben wir gelernt, dass eine Diskussion über ein Thema nicht möglich ist, wenn jemand von vorneherein seine eigene Position als die absolut wahre hinstellt und Einwendungen mit beleidigenden Äußerungen wie "unwissende Dumpfbacke" abschmettert. Trotzdem will ich versuchen, auf die offenbar in der ersten Erregung geschriebenen Worte zu antworten.
    Zu dem Punkt 1 in Artikel 4) ist zu sagen, dass ich das Wort "offenbart" mit Rücksicht auf die Angehörigen der jüdischen, christlichen und islamischen Religion gewählt habe. Wenn man das Buch Moses der Bibel durchliest, dann kann man tatsächlich durchaus von "vereinbart" sprechen.
    Zu Punkt 2 im gleichen Artikel gestatte ich mir, den Punkt 4 mit kleineren Abweichungen zu zitieren:
    Die theologischen Regeln enthalten wie alle religiösen Systeme Axiome (vereinbarte Grundsätze), die durchaus abgeändert werden können, ohne die theologischen Regeln zu verletzen. Den Nachsatz von der Unkenntnis spare ich aus.
    Zu Punkt 3 ein Vergleich: Wenn ich einem Anstreicher das Werkzeug wegnehme, dann ist es mit seiner Arbeit nichts mehr.
    Zu Punkt 5 und dem Artikel 5) kann man nur feststellen, dass hier völlig unbewiesene Annahmen als naturwissenschaftlich nachgewiesen dogmatisch verkündet werden. Offensichtlich werden hier theologische Argumentationsweisen des Mittelalters in fundamentalistischer Manier zum Beweis einer vorgeblich wissenschaftlichen Äußerung herangezogen.
    Fazit: Glaubensbekenntnisse soll man keinem anderen Menschen aufzwingen wollen, weil das in keiner Richtung weiterführt.
    Ende der Diskussion in diesem Stil.

  • Lesenswert!

    12.08.2012, Prof. H. Brügelmann
    Wie schön, dass Didaktiker wie der Biologe Gerhard Trommer und der (Grund-)Schulpädagoge Henning Schüler (s. sein: Wildes Lernen. In Meyer, H., u. a. (Hrsg.) (1997): Lernmethoden – Lehrmethoden. Wege zur Selbständigkeit. Jahresheft XV. Erhard-Friedrich-Verlag: Seelze, 24-26) Unterstützung von außen bekommen.
    Denn zum Glück haben nicht alle PädagogInnen/ Erwachsenen ihre Kindheit vergessen...
    hans brügelmann
  • Supersturm in der Arktis vom 5.8.2012

    10.08.2012, Reiner Mackert
    Woher bitte schön soll denn das warme Meerwasser kommen? Über die enge Beringstraße? Tatsächlich ist das gewaltige Orkantief in Nordpolnähe wohl eher zu erklären aus einer völlig ungewöhnlichen Temperaturanomalie in Sibirien. Während über der Laptewsee eine hochreichende und sehr kalte Zyklone lag, über der im 850 m-Niveau Temperaturen unter -5° auftraten, wurde Ostsibirien zur selben Zeit von ganz ungewöhnlich warmer Luft überströmt mit Temperaturwerten im gleichen Niveau von mehr als +15°, ein Wert, der in Südwestdeutschland in diesem Sommer geschätzt in weniger als 50% aller Tage auftrat oder gar überschritten wurde. Zwischen diesen beiden extremen Luftmassen entwickelte sich ab dem 3. eine intensive Süd— bis Südwestströmung, ein Jet mit Delta im zentralen Polargebiet sowie eingelagert eine Randstörung, die vom östlichen Nordsibirien förmlich in die Arktis und damit unter extremer Vertiefung in das Strömungsdelta des Jets hineingeschleudert wurde.
    Das ehemalige Randtief entwickelte sich damit zum Steuerungszentrum in der Arktis mit weitreichenden Folgen: Die Abkühlung im Kanadischen Archipel führte in den Folgetagen unmittelbar zu verstärkter Zyklognese zwischen Grönland und Island und so verstärkte Warmluftadvektion Richtung Spitzbergen und Karasee. Auch das dürfte dem Packeis weiter zusetzen, zumal die Strömung durch die Ausbildung einer hochreichenden Antizyklone über Nordwest- und Nordeuropa noch stabilisiert wurde. Zu vermuten ist, dass auch die Golfstromdrift sich verstärkte.
  • Maximaltemperatur

    10.08.2012, Christoph Hiller, Tuttlingen
    Es gibt nnur bei der Deuterium-Tritium-Reaktion (und auch bei anderen Fusionsreaktionen) eine "Maximaltemperatur", bei der der Wirkungsquerschnitt am größten ist, bei der man also die größte Ausbeute an Energie bekommt. Diese Maximaltemperatur liegt bei der D-T-Reaktion bie 15 KeV, und sie sollte möglicht genau eingehalten werden, wenn die Temperatur höher ist, dann ist dies Verschwendung, außerdem geht ja dann die Ausbeute zurück. Wenn man eine Fusionsreaktion mit Hilfe von Teilchenbeschleuniger haben will, dann sollte man Deuteronen auf das Pellet schießen, man erhält so einige zusätzliche Reaktionen, diese könnten für das Eintreten einer Zündung gerade entscheidend sein. Die Maximaltemperatur sollte für alle Arten von Kernfusion eingehalten werden, auch für die mit Stellarator und andere.
  • Fehlerhaftes Experiment

    10.08.2012, Richard Kinseher
    Beim Greenwald-Experiment lernen die Versuchsteilnehmer erst rassistisch zu sein: weiß = gut, schwarz = schlecht.
    Im weiteren Verlauf des Experiments kommt dann heraus, dass 75 Prozent der europäischstämmigen (weißen) Versuchspersonen Vorurteile gegen Schwarze haben.
    Dieses Experiment ist dermaßen fehlerhaft, dass es ein Wunder gewesen wäre, wenn ein anderes Ergebnis herausgekommen wäre, als das, was vorher intensiv erlernt wurde.
    Antwort der Redaktion:

    Ein berechtigter Einwand, der allerdings schon im selben Experiment widerlegt wurde:

    In der beschriebenen Arbeit von 1998 variierten Greenwald und seine Kollegen auch die Reihenfolge der Darbietung: Einen Teil ihrer Probanden ließen sie zunächst bei "schwarz und gut" sowie bei "weiß und schlecht" jeweils dieselbe Taste drücken. Bei diesen Teilnehmern zeigte sich ebenfalls der beschriebene Effekt, nämlich schnellere Reaktionszeiten im anschließenden Durchgang mit der Tastenbelegung "weiß und gut; schwarz und schlecht". Dieser Effekt fiel zwar tendenziell etwas weniger groß aus als bei umgekehrter Darbietung, der "Reihenfolgeunterschied" war aber statistisch nicht signifikant.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christoph Böhmert
    Redaktion Gehirn&Geist

  • Fallstricke des Greenwald Test

    10.08.2012, Robert Orso
    "Wenn ein Proband im Durchgang 'weiß und gut; schwarz und schlecht' schneller reagierte als bei der Tastenkombination 'weiß und schlecht; schwarz und gut', dann sprach das laut Greenwald dafür, dass im Gedächtnis des Teilnehmers Menschen weißer Hautfarbe eher mit guten Eigenschaften, Schwarze dagegen eher mit schlechten assoziiert sind."

    Ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei dieser "Messung" ist aber das motorische Gedächtnis der Auge-Hand-Koordination. Wenn der Proband wie beschrieben zuerst die "weiß/gut"-Variante trainiert, muss er im zweiten Durchgang gegen diese Programmierung arbeiten. Das führt ebenso zur Verlängerung der Reaktionszeit. Dem Probanden wird quasi eine Antwort in den Mund gelegt.
    Antwort der Redaktion:

    (siehe die Antwort der Redaktion auf den Leserbrief "Fehlerhaftes Experiment".)

  • Vergleichbarkeit von Köpern unterschiedlicher Dimension

    10.08.2012, Bernd Mathiszik
    Die im Artikel auf den ersten Blick erstaunlichen Eigenschaften und Paradoxien beruhen
    auf der Annahme der Vergleichbarkeit der Volumina von Körpern unterschiedlicher Dimensionen.
    Vergleichbar sind nur Größen, deren Maßeinheiten ineinander umrechenbar sind.
    Das aber ist hier nicht der Fall.
    Schon bei "normalen" Flächen (n=2) und Körpern (n=3) wird das klar. Wie soll sinnvoll die Fläche eines gegebenen Quadrates mit dem Volumen eines Würfels verglichen werden?
    Was ist größer: 1 m, 1 m² oder 1 m³ ?
    Sind 2 m wirklich größer als 1 m³ ?
    Da die Volumina von Körpern unterschiedlicher Dimension nicht vergleichbar sind,
    sind alle Aussagen, die auf dieser Vergleichbarkeit beruhen, sinnlos.
    Insbesondere kann man nicht von wachsendem bzw. kleiner werdenden Volumen von Würfel bzw. Kugel mit wachsendem n oder von einem maximalen Volumen bei einer bestimmten Dimension sprechen. Die meisten Aussagen des Artikels haben somit keine geometrische Bedeutung und sind reine Zahlenspielerei. Mit diesem Hintergrund sind die beschriebenen Eigenschaften und Paradoxen auch nicht wirklich erstaunlich.
    Lediglich das verschwindende Verhältnis von Kugel und Würfel mit wachsender Dimension ist erstaunlich. Das zeigt aber nur unser unzureichendes Vorstellungsvermögen von Räumen höherer Dimension.


  • Überbetonter wissenschaftlicher Rationalismus

    09.08.2012, Paul Kalbhen, Gummersbach
    Der Überbetonung des wissenschaftlichen Rationalismus durch Walter Weiss und dessen totaler Abwertung der Religion, die im Christentum beispielsweise auch positive geschichtliche Auswirkungen im ethisch begründeten Denken und im sozial begründeten Tun gehabt hat, möchte ich entgegenhalten: Die drei größten Massenmörder der Weltgeschichte - Hitler, Stalin, Mao Tse-tung - waren erklärte Religionsgegner und atheistisch gesinnt!
  • Schwachsinnsbericht

    08.08.2012, Friedrich Berkner
    ... immer wieder den gleichen Schwachsinn zu lesen, macht die Sachlage nicht realistischer!
    Man kann das Wachstum von Schweinen - im Gegensatz zu anderen Tierarten - nicht mit Antibiotika beschleunigen.
    Diese werden - genau wie beim Menschen - gezielt gegen (auch) in der Schweinehaltung auftretende Krankheiten eingesetzt. Hier wie beim Menschen werden Krankheiten gezielt kuriert.
    Antibiotika kosten Geld und schmälern den Gewinn.
    Nochmal - sie bringen beim Schwein wie auch beim Menschen keine Leistungssteigerungen!!
    Soll man kranke Schweine töten?
    Das sinnvollste Mittel, um den Einsatz von Antibiotika möglichst gering zu halten, ist ein perfekter Stall mit optimalen Haltungsbedingungen Haltungsbedingung, perfekter Klimatisierung und tiergerechter Fütterung. Dazu gehören Schutzimpfungen, wie sie auch jeder Mensch bekommt und benötigt.

    Die Dänen machen mit diesen unsinnigen Anschuldigungen - welche deutsche Medien natürlich gern aufnehmen und ungeprüft an die Konsumenten weitergeben, weil sich so etwas ja immer gut "verkauft", nur Werbung für ihre eigene gigantische Überproduktion von mehr als 300 Prozent Eigenversorgung.
    Friedrich Berkner
    www.fritzberkner.de
    Mitglied im Verband dt. Agrarjournalisten
  • Zwei Wurzeln

    08.08.2012, Walter Weiss, Kassel
    (Vorab: letzter Satz 'Überraschung' oder 'Überwachung'?)
    Ich möchte gern differenzieren:
    (1) In der gesamten Vorzeit (die ja um ein Vielfaches länger als die geschichtliche Zeit gewesen ist) war der Mensch von einer Fülle ihm gänzlich unverständlicher Naturphänomene umgeben. Die - mehr oder weniger dumpfe - Hinnahme dieser Unverständlichkeiten ist also Tausende von Generationen eingeübt. Kein Wunder, dass sie auch der heutige Mensch nur mit Mühe und Anstrengung überwinden kann.
    (2) Dann kam es mit dem Erwerb rationalen Denkens und der folgenden Vermehrung der Menschen, die ständig zunahm, zu der menschlichen Erfindung der Religionen im heutigen Sinn, die neben dem immer noch weit gehenden Unverständnis der Naturphänomene auch den neuen Gedanken als wichtigen Zusatz enthielten, die genetisch nicht für größere Menschengruppen (größer als eine Familie) angelegte gegenseitige Schonung wenigstens innerhalb der Gruppe aufzunehmen. Bekanntlich sind diese Ideen, die letzten Endes zu zahllosen religiös begründeten Kriegen zwischen einzelnen Gruppen geführt haben, in der Neuzeit durch die Erfindung der Einheit 'Demokratie/Menschenrechte/Rechtssystem' überholt worden, die eine derartige Kriegsverinnerlichung nicht bedingt.
    (3) Deshalb hat die im Artikel genannte Dumpfbackigkeit offenbar zwei Wurzeln: die zu (1) genannte archaische und die zu (2) aufgeführte Religionslastigkeit.
  • Fürchterliche quaternatio terminorum

    08.08.2012, Walter Weiss, Kassel
    Es sträubt sich mir das Gefieder bei der Lektüre des Beitrags zu (3):

    (1) Die Grundlagen der unterschiedlichen Religionen sind nicht 'offenbart' (welch grauenhaftes Unwort), sondern schlicht und einfach VEREINBART worden.

    (2) Diese VEREINBARUNGEN werden in der Geschichte der jeweiligen Religionen auch ständig den geänderten Verhältnissen angepasst, entgegen der Auffassung des Herrn Blum, in aller Regel aber so unauffällig wie möglich (und unter verbaler Behauptung, am 'Sinngehalt' werde nichts geändert), eben um an dem angeblich göttlichen Charakter der Schriften nicht zu kratzen.

    (3) Die Naturwissenschaften stützen sich auch nicht auf die Mathematik (so als fielen die Naturwissenschaften mit der Mathematik in sich zusammen); vielmehr ist die Mathematik das Werkzeug, mit dem die Naturwissenschaften Gebiete und Ereignisse außerhalb der Reichweite unserer körperlichen Sinne auf den Regeln abbilden, die innerhalb dieser Reichweite gelten.

    (4) Die mathematischen Regeln enthalten wie alle logischen Systeme Axiome, die durchaus abgeändert werden können, ohne die mathematischen Regeln zu verletzen. Herr Blum kennt offenbar die Axiomenlehre nicht so recht.

    (5) Eine Diskussion beider Disziplinen als logisch gleichwertig ist Unsinn: Die Religionen sind reine Menschenerfindung ohne jede Nachweismöglichkeit - die Naturwissenschaften sind streng an Beobachtungen und Wiederholungsmöglichkeiten fixiert; sie haben mit menschlichen Erfindungen oder Vereinbarungen nicht das Geringste zu tun. Es handelt sich im Sprachsinn um das Gegensatzpaar 'Erfindung' und 'Entdeckung'.
  • Aushandeln und Zusammenraufen

    07.08.2012, Walter Weiss, Kassel
    Der Autor stellt in erfreulich nüchterner Weise die rechtliche Problematik dar - ich möchte zusammenfassen (und ein wenig ergänzen):
    (1) Ein Gesetz, das diesen Komplex regeln soll, kann weder aus der Naturwissenschaft hergeleitet werden noch aus - gar nicht existierenden - 'naturrechtlichen' Regeln noch auch aus religiösen Überzeugungen. Es muss in unseren westlichen Demokratien als Recht normativ gesetzt werden; die beteiligten Bürger müssen sich also, um es salopp zu nennen, mit allen möglichen persönlichen Argumenten zusammenraufen.
    (2) Dabei sollte auch an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass die Religionen auch nichts anderes als menschliche Erfindungen und Vereinbarungen sind.
    (3) Wenn der Autor als vermeintlich mehr oder weniger objektiven Maßstab die Menschenwürde nennt, ist auch diese nichts anderes als eine - sehr wertvolle - menschliche Erfindung.
    (4) Also: Ein Gesetz, das regelt, welche menschlichen Zellen ab wann und in welchem Zustand/Zusammenhang rechtlich geschützt werden sollen, kann nur durch das erwähnte 'Zusammenraufen' gefunden werden. So ist das ja auch nach langen Geburtswehen mit der Regelung des Schwangerschaftsabbruchs praktiziert worden.
    (5) Gerade diese Regelung des Schwangerschaftsabbruchs liefert aber noch ein zusätzliches Argument (das der Autor nur ganz nebenbei erwähnt) und eine zusätzliche Schranke: Ein Gesetz, das die menschlichen Zellen in dem erwähnten Umfang schützen soll, darf natürlich nicht hinter bereits installierte und mit sehr viel Mühe gefundene Regelungen reichen, darf diese also nicht etwa torpedieren , was in den politischen Debatten ständig versucht wird, woraus der Anschein entsteht, fundamental eingestellte Gläubige wollten auf diese Weise die mühsam - im Interesse der Menschenwürde! - gefundenen bereits vorliegende Regelungen wieder aufheben.


  • keine Angst vor transgenen Mikroorganismen

    07.08.2012, Dr.Hans-Joachim Scheel
    in der Medizin werden schon länger transgene E. coli Bakterien eingesetzt, um Insulin zu produzieren, Gefahren für die Umwelt sind bis heute nicht bekannt, weil E. coli außerhalb des Darmes nicht überlebensfähig sind. Ähnliches könnte ein Ansatz für die Mückenplage bei Anopheles sein: eine Forschung in diese Richtung bringt Klarheit
  • Zweiter Typ einer Paarinstabilitätssupernova?

    06.08.2012, Klaus Grigoleit, Hamburg
    Der Autor A. Gal-Yam begründet das Entstehen einer Paarinstabilitätssupernova (Paar-SN) mit der Paarbildung von Elektronen und Positronen innerhalb eines sehr massereichen Sterns, die zur Instabilität des Sterns mit der Folge des Entstehens einer Paar-SN führt; die große Leuchtkraft eines solchen Sterns führt er auf den radioaktiven Zerfall der dabei entstehenden riesigen Mengen Nickel-56 zurück. Über Verbleib und Redaktionen der entstandenen Mengen Positronen macht er jedoch keine Aussage. Da es unwahrscheinlich ist, dass diese Positronen beständig bleiben können, dürften sie innerhalb eines solchen Sterns mit Elektronen unter hoher Energieerzeugung annihilieren. Dieses Energiepotenzial wird bei der Typklassifizierung der Paar-SNe jedoch offenbar nicht berücksichtigt.
    Diskussionsbedürftig erscheint danach die Wahrscheinlichkeit der Existenz eines zweiten Typs einer Paarinstabilitätssupernova vom Typ der SN 2006gy, bei der eben diese Annihilationsenergie zu einer Explosion des Sterns führen könnte, bevor die größtmögliche Menge Nickel-56 erzeugt werden kann, mit der Folge, dass dieser Typ Paar-SN nicht ganz so leuchtkräftig ist, wie dei SN 2007bi.