Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Nah-Tod

    11.04.2006, Peter Contra
    Ich halte diese Erklärung für bei den Haaren herbeigezogen. Ich habe selbst ein Außerkörpererlebnis gehabt, und bei mir war es nicht so, wie hier beschreiben. Außerdem gibt es genügend Statements von Personen, die solche Erlebnisse hatten und am Operationstisch lagen und Dinge beschreiben konnten, die sich im Operationsraum gar nicht ereignet hatten, sondern in Räumen, die weiter entfernt waren. Sie konnten Gespräche von Personen dort wiedergeben, die diese Personen im nachhinein auch bestätigten, obgleich sie diese ganze Zeit immer noch auf dem Operationstisch lagen und das Personal sich bemühte, sie am Leben zu erhalten.

    Es mag ja diese beschriebenen Phänomene bei Personen geben, aber das erklärt meine Erfahrung und die oben beschriebene nicht.

    Ähnlichkeiten erzwingen ja nicht Gleichheitsschlüsse zu rechtfertigen. Das ist ein Bereich, über den wir noch gar nichts wissen.
  • Die Lachscremespeise

    11.04.2006, Matthias Paul Scholz
    Na na, Herr Zinken: "[...] wenn Nahtod-Erlebnisse durch plötzlichen Schlaf erklärbar werden.", schreiben Sie im Newsletter.

    Werden sie das denn?
    Im angeführten Artikel ist lediglich die Rede davon, dass "...etwa sechzig Prozent derer mit Nahtod-Erfahrungen ihre Schlaf- und Wachphasen nicht genau steuern" können - bleiben immer 40% andere (also fast die Hälfte).
    Weiterhin heißt es, "dass Menschen mit solchen Erlebnissen eine spezielle Anlage für so genannten intrusive REM-Phasen besitzen."


    Klingt für mich alles eher danach, dass das Ganze noch sehr im hypothetischen Möglichkeitsraum angesiedelt ist.

    Dennoch natürlich ein interessanter Denkanstoß - habe mich schon immer gewundert, dass Der Finstere Sensenmann hin und wieder so schlampig sein Handwerk verrichten soll. ;-)

    Gruß,
  • Etwas Verschlafener Artikel

    11.04.2006, Susanne Schoofs
    Nur (!) 60 Prozent der 55 Nahtod-Erfahrenen weisen also mangelhafte "Schlafsteuerung" auf.

    Fragen:
    1) Was ist mit den anderen 40 Prozent?

    2) Wie sieht im Vergleich dazu der Prozentsatz bei den
    Nahtod-Unerfahrenen aus?

    3) Da ich Schlafforschung nicht en detail verfolge: Was "steuert" die Schlafprozesse? Kann man überhaupt von "Steuerung" reden?

    Dann kann man im Artikel lesen:
    "Treten diese Schlafzustände bei Gefahr auf, könnten die dabei gesteigerte visuelle Aktivität und plötzliche Muskelentspannung Betroffene glauben lassen, vermeintliches Licht zu sehen und gleichzeitig tot zu sein."

    Bei Lebensgefahr also verfällt der Mensch plötzlich in einen Schlafzustand?

    Dass man sich unter masiver Lebensgefahr "entspannen" kann, ist nachvollziehbar, da viele Menschen dann bereit sind, die persönliche Kontrolle aufzugeben und / oder "einer höheren Macht" o.ä. zu überlassen. Dass man dabei in einen "anderen Bewußtseinszustand" (u.a. Gegenstand der Untersuchung) gelangen kann, ist auch nachvollziehbar. Dass dieses aber dem typischen Schlaf identisch bis ähnlich sein soll, ist doch sehr fragwürdig.

    Scheint es nicht wahrscheinlicher, dass man bei Gefahr durch blitzschnell erhöhten Adrenalinspiegel und dergleichen tendenziell "hellwach" ist?

    Und waren die anderen, nicht Nahtod-Erfahrenen auch schon mal in ihrem Leben in Lebensgefahr? Darüber erfährt man leider auch nichts.

    Ich finde, bevor man diese m.E. "billigen" Erklärungsversuche über ein hochspannendes Thema für die Öffentlichkeit aufbereitet, sollte man doch besser recherchieren. Und ggf. auch lausig schlechte Originalartikel kritisieren.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Schoofs,



    auch wir fanden die Erforschung von Nahtod-Phänomenen als Thema interessant und haben unseren Lesern daher diesen neuen Forschungsansatz vorgestellt.



    In der Tat klagten nur 60 Prozent der von Kevin Nelson und seinen Kollegen befragten Personen mit Nahtod-Erlebnissen über plötzlich auftretenden Traumschlaf während ihrer eigentlichen Wach-Phasen. Die anderen 40 Prozent waren zwar nahtoderfahren, hatten aber bisher keine solchen REM-Schlaf-Phänomene an sich beobachtet.

    Von den Vergleichspersonen hatten alle lebensbedrohliche Situationen erlebt, allerdings ohne Nahtod-Erlebnisse. Von ihnen berichteten nur 24 Prozent von plötzlichen REM-Phasen.



    Kontrolliert wird unser Schlaf durch unser Gehirn. Für den Schlaf-Wach-Rhythmus ist zum Beispiel das Hormon Melatonin verantwortlich, das in der Zirbeldrüse im Zwischenhirn gebildet wird. Je höher dessen Konzentration, desto müder sind wir. Seine Produktion ist vom Lichteinfluss abhängig: je dunkler, desto mehr Melatonin produziert die Drüse.



    Die Ursache für den REM-Schlaf liegt in der so genannten Brücke im Hirnstamm. Hier werden Botenstoffe wie Serotonin und Acetylcholin produziert, die Signale vom Hirnstamm an das Großhirn weitergeben. Wir träumen, weil unser Großhirn diese zufälligen Informationen genauso auswertet wie die Reizsignale, die im wachen Zustand dort eintreffen, so Schlafforscher J. Allan Hobson und Neurophysiologe Robert McCarley. So treffen "sinnlose" Signale auf gespeicherte Sinnesempfindungen, woraus sich der Trauminhalt ergibt.



    In der von mir beschriebenen Studie spekulieren die Forscher, dass die Betroffenen in der Gefahrensituation gleichzeitig Phänome des Wach-Seins und der Traum-Schlaf-Phase erlebt, sich also zeitgleich hellwach und gelähmt gefühlt hatten. Über das, was dabei im Gehirn abläuft, geben die Wissenschaftler leider keine Auskunft. Eine unkontrollierte Ausschüttung von Neurotransmittern ist meiner Ansicht nach aber durchaus denkbar - zumal man hier von Personen mit entsprechender Veranlagung ausgeht. Ganz sicher aber kann dies nur als erster Ansatz gewertet werden, Nahtod-Phänomene physiologisch zu erklären, und die Erforschung dessen ist keinesfalls abgeschlossen.



    Mit freundlichen Grüßen



    Cornelia Reichert
  • Ein Geschenk

    10.04.2006, Dr. Maria Maier-Stolte
    Die Vogelgrippe, ein Geschenk für Anton Pohlmann, Karl Latschenberger und ihresgleichen ...
    Danke für die klaren Worte von R. Zinken zur "Kleinvoliere". Man kann gar nicht genug tun, um gegen diesen Rückschritt in der Legehennenverordung zu protestieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    M.Maier-Stolte
  • Der falsche Weg

    10.04.2006, Wagner Thomas
    Mich erstaunt es doch immer wieder, die Wege die eine Regierung einschlägt, nur um blinden Aktionismus zu betreiben, ohne wirklich einmal richtig nachzudenken. Ich denke ein gutes und selbstregulierendes System wäre es doch, wenn man ganz einfach keine Ersatzzahlungen für gekeulte Hühner leisten würde.

    Spielen wir doch einfach mal den Fall durch, dass ein Massenbetrieb für seine an H5N1 erkrankten Hühnervögel keinen einzigen Euro sehen würde, aber der Verkauf eines an H5N1 erkrankten Tieres zu jahrelanger Haftstrafe führen würde (vorsätzliche Tötung). Wäre ich Geflügelzüchter, ich würde alles daran setzen, dass ich nur gesunde Hühner habe und dass mir ja kein anderer Vogel irgendwie in meinen Betrieb rein kommen könnte, wüsste ich doch genau, dass dies sonst mein finanzieller Ruin wäre.

    Das System würde sich selbst regulieren, nach den ganz normalen Gesetzen der Marktwirtschaft. Der Bauer würde jedes neu gekaufte Huhn erst einmal getrennt in Quarantäne halten. Die Eingänge hätten doppelte Türen und Netze, und Lüftungsanlagen wären gleichfalls mit undurchdringlichen Netzen gesichert. Lässt man nicht die notwendige Sorgfalt walten, so riskiert man seine Existenz.

    Welchen Grund sollte ein Landwirt momentan haben, genau diese Sorgfalt zu Tage zu legen, bekommt er doch den ganzen Schaden bezahlt. Niemals hätte er so viele Hühner auf einmal verkaufen können und so viel Geld in der Hand gehabt. Zudem finde ich es unsinnig, in Nachbarbetrieben innerhalb einiger Kilometer alle Hühnervögel gleichfalls zu töten. Erstens verbreitet sich das Virus nicht über die Luft und zweitens würde es genügen, den Betrieb erst einmal zu beobachten, ob Tiere an H5N1 sterben. Wenn ja, dann kann man immer noch alle Tiere schlachten. Ein Ausfuhr- und Verkaufsverbot würde meiner Ansicht nach vorerst reichen. Blinder stumpfsinniger Aktionismus!
  • Hilfe die Maikäfer kommen!

    10.04.2006, Katrin Brudnitzki
    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Neu zugezogen, stellte ich fest, dass die Anwohner in unserem Wohngebiet schon seit Jahren mit Engerlingen in ihrem Rasen kämpfen. Die Grundstücke liegen in Seenähe, der Grundwasserspiegel ist hoch und somit haben wir ständig mit Moos zu kämpfen.
    So wird auch nach dem Vertikutieren fleißig Gras gesäht. Das frische Gras oder auch die Wurzeln werden gern von den Engerlingen gefressen. Was kann man tun? Wo gibt es diesen Pilz und was kostet er? Nun sollten die Maikäfer sich ja eigentlich im letzten Herbst verpuppt haben und sollten nun auch Ende April schlüpfen. Diese sind dann in Trauben und den Dachfirsten anzutreffen. Kann man nicht hier auch schon etwas tun? Das man zum Beispiel dafür sorgt, dass die Maikäfer sich nach dem Schlüpfen gar nicht erst unter den Dachfirsten sammeln mögen?

    Vielen Dank im voraus für Ihre Information!

    Mit freundlichen Grüsse

    Brudnitzki
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Brudnitzki,



    Ihre Anfrage bezüglich der Engerlinge im Rasen wurde von der Spektrum-Redaktion an uns, das Institut für biologischen Pflanzenschutz der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, weitergeleitet.

    Zu Ihrem Problem muss man als erstes sagen: Nicht jeder Engerling im Rasen ist ein Maikäfer-Engerling. Es gibt noch einige andere, den Rasen schädigende Blatthornkäfer-Arten, zum Beispiel Junikäfer und Gartenlaubkäfer, die sich alle sehr ähneln und die nur von Fachleuten auseinandergehalten werden können, gegen die aber der in dem Spektrum-Artikel beschriebene Pilz, Beauveria brongniartii, gar nichts ausrichten würde. Aufgrund des von Ihnen beschriebenen Flugverhaltens würden wir eher auf Junikäfer schließen.

    Wenn Sie allerdings sicher sind, dass es sich um Maikäfer handelt - etwa weil Sie regelmäßig, vermutlich alle drei Jahre (je nachdem, wo in Deutschland Sie zuhause sind) einen Käferflug beobachten -, wäre prinzipiell dieser Pilz als natürlicher Gegenspieler des Maikäfers eine Möglichkeit zu seiner Bekämpfung. Nun ist in Deutschland für kaum einen Einsatzbereich ein Pflanzenschutzmittel gegen Maikäfer zugelassen. Lediglich im Weinbau darf NeemAzal-T/S gegen die Käfer des Feldmaikäfers gespritzt oder gesprüht werden.

    Leider ist eine Zulassung für Beauveria-brongniartii-Produkte, wie sie in der Schweiz und in Österreich bestehen, in absehbarer Zeit für Deutschland nicht zu erwarten. Die Gründe hierfür sind vielfältig, unter anderem waren in den letzten Jahren die Nachfrage und der Wille zum Einsatz biologischer Mittel in den Bereichen, in denen Maikäfer schädigen, in Deutschland nicht groß genug, die Kosten für eine Zulassung dagegen aber sehr wohl, sodass es sich für keine der zumeist kleinen Firmen gelohnt hätte, eine solche zu beantragen.

    Was Sie trotzdem tun können, sind mechanische Bekämpfungsmethoden oder Vermeidungsstrategien. Sie könnten die Käfer, wenn sie denn schon in Trauben unter den Dachfirsten hängen, absammeln und töten (einfrieren ist vielleicht eine relativ schonende Methode). Sie können außerdem die potenziellen Eiablageflächen so gestalten, dass sie für den Maikäfer nicht attraktiv sind, das heißt sie brach lassen. In Ihrem Fall hieße das, dass Sie mit der Neuaussaat von Rasen bis nach dem Flug warten. Eine weitere Möglichkeit ist, die Eiablage zu lenken, indem Sie auf nur einer Fläche (bei Wiesen) den Bewuchs kurz halten und sonst nicht mähen. Anschließend, also in den folgenden Jahren, können Sie auf dieser Fläche durch intensive Bodenbearbeitung die Engerlinge abtöten. Vermutlich kostenintensiver wäre es, die betroffenen Flächen durch Netze vor einer Eiablage zu schützen. In den Jahren zwischen den Flügen wirkt eine Bodenbearbeitung, z.B. fräsen, immer in der warmen Zeit (Juni-Oktober), wenn die Engerlinge sich direkt unter der Grasnarbe befinden.

    Im Übrigen hat das Moos im Rasen vermutlich nichts mit der Seenähe zu tun, sondern hängt mit einer Beschattung der Fläche und der, bei Rasenanlage häufig vorbereitend aufgebrachten, Torfauflage zusammen. Moos ist zumeist ein Hinweis auf eine Versauerung.



    Wir hoffen, diese Ausführungen sind Ihnen hilfreich.



    Mit freundlichen Grüßen

    im Auftrag
  • Rheinland-Pfalz

    08.04.2006, Dr. Karl-Heinz Klär
    Lieber Herr Zinken,

    erlauben Sie mir festzustellen, dass das Land Rheinland-Pfalz am 7. April 2006 im Bundesrat der Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung NICHT zugestimmt hat. Die Gründe, die Frau Staatsministerin Margit Conrad in ihrer Rede vor dem Plenum des Bundesrats für die Ablehnung anführte, würden Ihnen bekannt vorkommen.

    Beste Grüße!

    Dr. Karl-Heinz Klär
    Staatssekretär, Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa
  • Sie sind Samen

    05.04.2006, Holger Schoening
    Hallo
    Der Nutzen der Faulen für die Kolonie scheint mir offensichtlich.
    Ich gehe davon aus, dass innerhalb einer Kolonie alle Individuen eng miteinander verwandt sind. Die Kolonie muss sich aber auch reproduzieren und nicht nur erhalten. Fremde Kolonien sind wahrscheinlich weit weg, und für die Kontaktaufnahme bedarf es viel Energie.
    So sind die Faulen wahrscheinlich nichts anderes als fette Samenkörner, die das Genom der Kolonie reproduzieren.
    Auch zum Nutzen der Fleißigen, weil sie ja nah verwandt sind mit den Faulen.
  • Wie blöd eigentlich ...

    04.04.2006, Susanne Schoofs
    ... sind Medizinstatistiken - oder auch ihre Hersteller???

    Soweit ich als Nichtmedizinerin zu wissen glaube, sind Statistikstudien aller Art beliebte Dreimonats-Dr.-med.-Arbeiten. Wenn die aktuelle Meta-Untersuchung zum moderaten Alkoholgenuss stimmen sollte, dann müssten vermutlich ein paar Dutzend Doktoren ihren Titel oder sonstigen geistigen Meriten aberkannt bekommen wegen ziemlich offensichtlicher Denkfehler.

    Hat etwa keiner die Studien-Probanden befragt, warum sie alkoholabstinent sind?

    Und wenn doch - schien diese Information den Autoren zu banal, um erwähnt zu werden in ihren Papern? Hätte dieses möglicherweise die gewünschte Gesamt-Aussage der jeweiligen Studie in ihrer Überzeugungskraft geschmälert?

    Ich selbst habe auch schon mal Studien-Fragebögen ausgefüllt und weiß eines: Mein Leben verläuft komplexer, als statistikfähige Fragenschemata zu sondieren in der Lage sind. In diesem Zusammenhang: War es Winston Churchill, der riet, keiner Statistik zu glauben, die man nicht selbst gefälscht hat?

    Die Autoren der Meta-Studie wirken - laut Artikel - sogar als Revolutionäre des Statistikgeschäfts! Nach 54(!) Studien sind sie anscheinend die ersten, die endlich gründlicher die Studien ihrer Vorgänger lesen. Und stellen dann etwas in Frage, was wahllos nur zu gerne geglaubt und abgeschrieben wird: von Journalisten, Wein-Marketingmenschen, Alkoholikern, Genießern, Doktoren und Möchte-gern-Wissenschaftlern. Wie fundiert die Meta-Studie wiederum ist, sei's drum. Prost!
  • Stimmt!

    03.04.2006, L.Augh
    Endlich wird die subjektiv wahrnehmbare Beschleungigung der Zeit theoretisch untermauert!
  • Das letzte Match

    02.04.2006, Werner
    Das letzte Neandertaler-Match muss an einem ersten April vor ca. 36.000 Jahren gewesen sein. Die atavistischen Ursprünge des Fussballspiels hat Umberto Eco beschrieben in:"Industrie und sexuelle Repression in einer norditalienischen Gesellschaft" (Platon im Striptease-Lokal" u.a. Kurzgeschichten)


    .
  • Das erklärt einiges!

    01.04.2006, Markus
    Und die Erde konnte problemlos in 8 Tagen erschaffen werden!
  • einfach mal ein Lob

    30.03.2006, J. Loos
    Liebe Leute dieser Zeitung,

    ich möchte einfach nur mal sagen, dass ich mich immer sehr auf die neue Ausgabe freue, Eure Artikel sind informativ, verständlich und auch witzig gemacht. Toll!

    Viele Grüsse aus Lübeck
  • Stimmen die Prämissen?

    29.03.2006, Anselm Horn, Prag
    Interessant ist dieser Ansatz, das Publikationsverhalten mit Bioinformatikmethoden zu untersuchen.

    Meiner Ansicht nach wird aber ein wichtiger Punkt außeracht gelassen: Der Begutachtungsprozeß! Da alle Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschrifen von zwei oder mehr Gutachtern auf ihre Relevanz und Güte untersucht werden, haben diese einen nicht zu vernachlässigenden Einfluß auf den Inhalt des Publizierten, Stichwort: Selektion. Denn wenn die Gutachter einen Artikel verwerfen, weil er ihnen "nicht ins Bild" paßt, wird der Artikel auch nicht publiziert. Da viele Autoren dies im Hinterkopf behalten, gleichwohl aber unter Publikationsdruck stehen, werden sicherlich mehr "konforme" Ergebnisse veröffentlicht als "kontroverse".
  • "Kleinstaaterei" vs. "optimale Förderung"

    29.03.2006, Anselm Horn, Prag
    Wenn der VBE-Vorsitzende verlangt,
    "junge Menschen in Deutschland müssten aber unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und unabhängig auch von ihrem jeweiligen Heimat-Bundesland bei der Bildung optimal gefördert werden", dann wird ihm sicherlich JEDER in Deutschland zustimmen. Natürlich, es lebe die Rhetorik!

    Nur leider: Wie sieht die optimale Förderung denn aus? Wie lauten die optimalen Konzepte für die Vermittlung von Lehrstoff? Was ist der optimale Lehrstoff überhaupt?
    Viele glauben es zu wissen und wollen daher alle anderen missionieren, obgleich sich die Sache z.B. nach Praxistests im Nachhinein als Fehler herausstellt.

    Der Vorteil der sog. "Kleinstaaterei" liegt nun u.a. darin, daß Fehler in der Schulpolitik, die es immer geben wird, solange der Tatendrang der Politiker und Pädagogen aufeinanderprallt und nach Änderungen, Verzeihung, Verbesserungen ruft, daß nun solche Fehler nicht das ganze Land ins Unglück stürzen, sondern nur einen begrenzten Teil. Natürlich sind diese Unglücklichen zu bedauern, die anderen jedoch können sich freuen, von weiterem Aktionismus verschont geblieben zu sein.

    Welche Folgen zentrale Bildungspolitik haben kann, läßt sich leicht am Beispiel der sogenannten Rechtschreibreform ablesen: Alle Kultusminister haben gesagt "Ich will!", und nun müssen alle wollen. Millionen werden ausgegeben, die Fehlentscheidungen werden zwar eingesehen, aber um das Gesicht zu wahren und die gemachten Ausgaben nicht in den Sand zu setzen, wird das Konzept durchgezogen.

    Diese "Kleinstaaterei" findet sich - im übertragenen Sinne - übrigens auch im Parlament und den Parteien. Denn schließlich wäre es viel billiger, einen König zu haben, der alles richtig entscheidet, als Hunderte von Volksvertretern und Sachverständigen und anderen Zuarbeitern und Versammlungsgebäuden etc. Nur leider, wenn der König falsch entscheidet, leidet das Volk sehr. Wenn ein einzelner Parlamentarier "falsch" entscheidet, leidet noch niemand.