Titelthema: Kosmologie
Der Ur-Sprung des Alls
Unser Universum hat vielleicht mit einem "Big Bounce" begonnen – mit einem großen Sprung oder Rückprall. Der Urknall wäre demnach die explosive Folge einer noch früheren Implosion, verursacht durch exotische Quanteneffekte.
Einen ähnlichen Weg verfolgen Physiker neuerdings, wenn sie die Zusammensetzung von Raum und Zeit verstehen wollen. Das Verhalten der Raumzeit legt nahe, dass ihr eine körnige Struktur zu Grunde liegt – entweder ein Mosaik aus raumzeitlichen "Atomen" oder eine andere filigrane Struktur. Materielle Atome sind die kleinsten unteilbaren Einheiten der chemischen Verbindungen, und ebenso bilden die hypothetischen Raumatome die kleinsten Entfernungseinheiten. Vermutlich sind sie nur 10– 35 Meter groß – viel zu klein für die Auflösung der stärksten Instrumente, die heute bei 10– 18 Meter Halt machen. Darum zweifeln viele Forscher, ob die Idee einer atomar strukturierten Raumzeit überhaupt wissenschaftlich genannt werden darf. Doch andere suchen hartnäckig nach Möglichkeiten, solche Atome indirekt nachzuweisen. Am meisten verspricht dabei


Martin Bojowald ist führend an
der Erforschung der Folgen der
Schleifen-Quantengravitation für
die Kosmologie beteiligt. Er
gehörte bis 2005 dem Max-Planck-
Institut für Gravitationsphysik in
Potsdam an. Seitdem lehrt und
forscht er am Institute for Gravitation
and the Cosmos an der
Pennsylvania State University
(USA). 2003 und 2007 erhielt er
Preise für seine Beiträge zur
Gravitationstheorie.
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30.04.2009, Harald Kirsch, Düsseldorf2. Hatte unser Weltall Vorläufer?
06.05.2009, Rainer Kappe, BerlinMythologie setzt sich zusammen aus Mythos (= Wahrheit) und Logos (= das Wort oder die Kunde) - Mythologie bedeutet also nichts anderes als die Kunde von der Wahrheit. Auch wenn Mythologien mit einem Gestrüpp aus Fantasien und Abschweifungen überwuchert sind, verdienen ihre Kerne dennoch Beachtung.