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Lexikon der Biologie

Burnet, Sir Frank MacFarlane

Burnet, Sir Frank MacFarlane, australischer Virologe und Serologe, *3.9.1899 Traralgon (Victoria), †31.8.1985 Melbourne; 1944–65 Professor in Melbourne und Direktor des Walter-und-Eliza-Hall-Instituts; fand 1937 den nach ihm benannten Erreger Coxiella burnetii (Rickettsia burnetii; Coxiella) des Q-Fiebers (Queenslandfieber, Siebentagefieber); untersuchte die Abwehrreaktionen des Organismus gegenüber der Transplantation von körperfremdem Gewebe; stellte 1959 die Clone-selection-Theorie zum Mechanismus der Antikörperbildung auf, die besagt, daß für die Bildung jedes Antikörpers ein aus einer geringen Zellzahl bestehender Klon existiert und daß nach dem Auftreten spezifischer Antigene sowohl die Vermehrung des entsprechenden Klons als auch die Bildung der Antikörper durch die Zellen desselben beträchtlich ansteigen; erhielt 1960 zusammen mit P.B. Medawar den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung der erworbenen Immunität des Körpers gegen körperfremde Gewebe. Werke (Auswahl): "Self and Not-Self" (1969, deutsch "Körpereigene und körperfremde Substanzen bei Immunprozessen"), "Immunology, Aging and Cancer" (1976).




F.M. Burnet

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