Es kann jeden treffen – arm oder reich, gebildet oder Analphabet, weiß oder schwarz: Einer von 100 Menschen weltweit erkrankt einmal in seinem Leben an Schizophrenie. Die US-amerikanischen National Institutes of Health zählen das Leiden zu den Krankheiten mit den höchsten wirtschaftlichen Folgekosten.
Schizophrenie ist eine Krankheit mit lan­ger Vergangenheit, aber kurzer Geschichte. Bereits Mediziner der Antike beschrieben ihre ­typischen Symptome; doch erst der Schweizer Psy­chiater Eugen Bleuler (1857-1939) prägte 1908 den Begriff Schizophrenie. Die ersten Anzeichen der Störung treten typischerweise bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auf (siehe G&G 3/2011, S. 46).
Dabei unterscheiden Ärzte "Positivsympto­me" – etwa Halluzinationen und Wahnvorstellungen, bei denen der Betroffene irreale Dinge wahrnimmt – von "Negativsymptomen" wie ver­minderter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit und Antriebslosigkeit bis hin zur Depression. Auch Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwächen sind häufige Begleiterscheinungen.
So vielfältig wie die Erscheinungsformen der Krankheit, so schwierig gestaltet sich die Suche nach ihren Ursachen …