Der neuseeländische Kakapo, ein seltener Papagei, der durch eine Sex-Attacke auf den Zoologen Mark Carwardine international bekannt wurde, macht jetzt durch seinen Fortpflanzungserfolg Furore. Insgesamt 28 lebende Küken der flugunfähigen Sonderlinge sind bereits geschlüpft, wie die Regierung des Landes stolz bekannt gibt, 19 weitere befruchtete Eier liegen noch in den Nestern. Von den akut vom Aussterben bedrohten Vögeln gibt es nur noch etwas mehr als 100 Exemplare; die flauschig weißen Küken bedeuten also einen enormen Zuwachs für die Population.

Der Kakapo steht kurz davor, das Schicksal einer ganzen Reihe einheimischer Pazifikinsel-Arten zu teilen, die von eingeschleppten Tieren wie Ratten oder Katzen ausgerottet wurden. Um das zu verhindern und sicherzustellen, dass es langfristig mehr Kakapos als Kakaposchützer gibt, hat die Regierung von Neuseeland ein millionenschweres Rettungsprogramm aufgesetzt, das sich nun auszuzahlen scheint: Die Zahl der Jungen könnte sich gegenüber dem letzten Rekord mehr als verdoppeln – und das, obwohl der Kakapo es seinen Rettern nicht eben leicht macht. Er brütet nur alle paar Jahre. Grundlage des Erfolgs ist neben gründlicher Pflege anscheinend auch ein besonders gutes Jahr für die Brut. Zum ersten Mal in der Geschichte des Programms brüten die Kakapos aller drei von ihnen bewohnen Inseln gleichzeitig.