Sitzende Babys
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Die längste Zeit des Tages verbringen die meisten Menschen wohl sitzend – am Schreibtisch, im Auto oder auf dem Klo. Doch was geschieht dabei mit den Gesäßmuskeln und dem Fettgewebe an unserem Hinterteil? Das klärten Sharon Sonenblum vom Georgia Institute of Technology und ihre Kollegen mit Hilfe eines Magnetresonanztomografen im Detail auf; die Studie erschien bereits vor einem Jahr im " Journal of Tissue Viability". Darin platzierten sie eine Frau, die sich setzen musste, während die Aufnahmen gemacht wurden. Heraus kam am Ende auch ein dreidimensionales Computermodell, dass die anatomischen Veränderungen exakt wiedergab.

Demnach nimmt der Muskeldurchmesser der Pobacken unter den Sitzbeinhöckern stark ab, weil die Muskeln zur Seite gedrängt und deformiert werden. Der Musculus gluteus maximus der hinteren Hüftmuskulatur sowie die rückseitige Oberschenkelmuskulatur überlappten sich dagegen in entspannter Weise unter den Hüften und umhüllten die Sitzbeinhocker. Sobald man sich aber anspannte beim Sitzen, verschwand diese Überlappung wieder; zugleich lag keiner dieser Muskeln direkt unter der Spitze der Sitzbeinhocker. Und natürlich veränderte sich jeweils die Form der Muskeln. Die Studie biete eine einzigartige Möglichkeit an, wie der Po tatsächlich beim Sitzen ausgelastet werde, so der Tenor der Forscher. Tipps, wie man das Sitzfleisch dauerhaft schmerzfrei hält, gaben die Wissenschaftler zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht.