Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Neuwagen <-> Gebrauchtwagen

    08.02.2016, Entwickler
    > Die Marke sei ihnen dabei ziemlich egal, meist kaufen sie einen Gebrauchtwagen, der auf die Dauer viel billiger als ein Neuwagen ist. <

    Das ist eine Aussage, die so pauschal nicht richtig ist. Ausser man schraubt (ziemlich viel) selber, was aber die wenigsten machen dürften. Ich poste mal meine eigene (Mini-) Statistik: Opel Astra F Caravan: gebraucht gekauft 1998, €5000, bis Verschrottung: 20,5¢/km (Preise umgerechnet), Skoda Octavia neu gekauft 2003 €20000,- 215000km bis Verschrottung: 21,0 ¢/km. Im gleichen Zeitraum ein Kollege VW Golf III Kombi mit ähnlicher Motorisierung gebraucht gekauft: 25,6 ¢/km (bis Inzahlungnahme, genauere Daten habe ich nicht, hat er selbst ausgerechnet). Derzeit Skoda Superb neu gekauft 2012 €25000,- bei ca. 24¢/km (mit angenommenem Restwert).
    Was oft bei Gebrauchtwagen übersehen wird, man bekommt nicht die modernste Technologie, was sich in der Steuer niederschlägt (und im Verbrauch teilweise), ausserdem ist die Versicherung für Neuwagen teilweise bis 40% günstiger (als für das identische Modell gebraucht). Dazu kommt, wenn man einen Gebrauchten 4 Jahre alt mit 80-100 Tkm auf der Uhr für 50% des Neupreises kauft, sind ja ALLE Komponenten des Autos schon entsprechend gealtert und müssen irgendwann eventuell getauscht werden. Es gibt nicht so furchtbar viele Teile, die auf jeden Fall ein ganzes Autoleben halten.
    Saubere eigene Statistik machen, dann entscheiden. Rechnungen gelten evtl. nicht mehr für Premium-Fahrzeuge. Und auch nicht für viel Kurzstreckenfahrerei, das schädigt die Fahrzeuge überproportional.
  • Ein Stich in den Vesuv

    08.02.2016, Eberhard Luedecke
    Guten Tag, seit der Veröffentlichung Ihres Beitrags habe ich nichts mehr von dieser Absicht gehört oder gelesen. Gibt es dazu Neuigkeiten?
    Interview | 20.06.2012 |
    Der Großraum Neapel liegt geotektonisch äußerst heikel zwischen Vesuv und dem Supervulkan der Phlegräischen Felder. Letzterer wird nun zur Erforschung angebohrt. Spektrum.de sprach aus diesem Anlass mit dem Potsdamer Geowissenschaftler Ulrich Harms, der an dem Projekt direkt beteiligt ist.
    Antwort der Redaktion:
    Naja, bis jetzt ist wohl nichts Größeres schiefgegangen. Aber Sie haben Recht, da könnten wir in der Tat noch einmal nachfragen.
  • Popper missverstanden

    08.02.2016, Dietmar Dünnebeil, Frankfurt a. M.
    Michael Springer zitiert Poppers Falsifikationskriterium mit den Worten: „Sinnvoll sind Sätze, die sich widerlegen lassen.“ So aber hat Popper sein Kriterium nie formuliert, und in dieser Form widerspricht es auch seiner Intention. Es ging Popper darum, ein geeignetes Kriterium für (empirische) Wissenschaftlichkeit zu finden. Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass die Grenzen der wissenschaftlichen Sprache nicht identisch seien mit denjenigen der sinnvollen Sprache. Dass sie diese beiden Grenzen gleich gesetzt hätten, war gerade einer seiner Kritikpunkte an den logischen Positivisten. Demgegenüber betonte Popper, es gebe durchaus sinnvolle metaphysische (das heißt nicht falsifizierbare) Sätze. Mehr noch, er selbst hat ausdrücklich Theorien vertreten wie die vom Indeterminismus in der Welt („Die Zukunft ist offen“), die nach eigenem Urteil metaphysisch sind.
    Neben dem im Artikel angesprochenen Induktionsproblem war Popper auch durch ganz konkrete Probleme motiviert. Er sah sich mit dem Anspruch der Vertreter des Marxismus und der freudschen Psychoanalyse konfrontiert, ihre Theorien seien wissenschaftlich. Sie konnten dies damit begründen, dass ihre Theorien aus Beobachtungen ableitbar und verifizierbar seien. Popper hielt hingegen diese Theorien nicht für wissenschaftlich (wenn auch keineswegs für sinnlos) und sah in seinem Falsifikationskriterium ein geeignetes Werkzeug, um deren Anspruch auf Wissenschaftlichkeit zurückzuweisen. Entgegen der im Artikel formulierten Einschätzung zeigt das auch, dass das Falsifikationskriterium durchaus stärker sein kann als das Verifikationskriterium der logischen Positivisten. Popper jedenfalls wollte es für die gegebenen Beispiele genau so verstanden wissen.
    Anders als im Artikel suggeriert, hat Popper auch nie behauptet, eine falsifizierbare Theorie könne bis zum Beweis des Gegenteils als wahr gelten. Er hat im Gegenteil wiederholt darauf hingewiesen, dass wir über keine absolut zuverlässigen Wahrheitskriterien verfügten, und dass wir all unsere Theorien, auch die besten, als nichts anderes betrachten dürften denn als Annährungen an die Wahrheit, an die wir uns in einem Prozess von Versuch und Irrtum heranzutasten versuchten. Interessanterweise ähnelt Michael Springers Sichtweise der von Popper an dieser Stelle recht stark, und so bleibt am Ende der Eindruck, dass Springer in seiner Einschätzung der Dinge Popper wesentlich näher steht, als ihm selbst bewusst zu sein scheint.
  • Konzert im Regenwald

    07.02.2016, Liebs
    Ich möchte, dass meine Kinder und Enkel auch noch die wunderbaren KOnzerte von Vogelstimmen in Dschungel und REgenwald hören können und die Artenvielfalt erhalten bleibt. Ein stummer Wald ist ein toter Wald. Kein Wunder, wenn dann niemand mehr spazieren geht und alle möglichen Krankheiten grassieren, weil es den Menschenb an Bewegung mangelt. Die wilden Vögel müssen unter allen Umständen erhalten bleiben!
    Elke Liebs
  • Mord und Totschlag bei Primaten

    07.02.2016, Guido Scholzen
    Letzer Satz des Beitrages:
    "Das Verhalten ist untypisch für Primaten, denn in Konfliktsituationen bilden bei den meisten Arten Individuen des gleichen Geschlechts Koalitionen, so Marzec."

    Dies stimmt so nicht.
    Schon vor vielen Jahren wurde bei Schimpansen in Zentralafrika ähnliches beobachtet. Als durch Waldrodungen deren Lebensraum immer kleiner wurde, wurden auch die Lebensgrundlagen für die dort lebende Population immer kleiner. Ergebnis: die gleiche Anzahl Affen hatten immer weniger zu essen. Es wurde beobachtet, dass Weibchen den Nachwuchs anderer Weibchen umbrachten, diese toten Affenkinder wurden sogar verspeist. Die Weibchen töteten also andere, um das eigene Überleben und das Überleben des eigenen Nachwuchses sicher zu stellen, bis hin zum Kannibalismus. Weiterhin wurde auch beobachtet, dass sich Schimpansen-Männchen zusammen taten, um gegenerische Artgenossen totzuschlagen. Jedes Geschlecht tötet aus anderen Gründen, um das Überleben der eigenen Gruppe zu sichern.
    Orang-Utans sind Einzelgänger, das ist der Unterschied, aber Koalitionen zum Töten existieren also auch hier.
    Friedliche Primatenwelt? Fehlanzeige.

    Die einzig eher friedlichen Primaten sind Bonobos.
  • Geschichtliche Logik auf den Kopf gestellt?

    07.02.2016, Walter Weiss
    Wir wissen effektiv: Kriegerische Auseinandersetzungen im Sinn dieses Begriffs (wie auch große Ein-Gott-Religionen) gibt es erst seit rund 7.000 Jahren, also just seit der Zeit, in der es zu größeren zusammenlebenden Menschenmengen kam, Dass die Regelung des Zusammenlebens dieser größeren Menschenmengen gerade NICHT genetisch verankert war und ist, sondern mühevoll gefundener menschlicher 'Gesetze' bedarf (Ursprung der großen Religionen und schließlich Erfindung der Demokratie mit - in der besten Gestaltung - Gleichberechtigung und einer funktionierenden unabhängigen Rechtsprechung), ist geschichtliche Binsenweisheit.

    Mit größeren zusammenlebenden Menschenmengen fertigzuwerden, ohne dass es zu täglichem Mord und Totschlag, Diebstahl, Unterdrückung usw. kommt, ist also leider nur durch menschliche Sozialerfindungen möglich, also alles andere als genetisch verankert.

    Daher stimmt die große Linie des Buchs einfach nicht.
  • Die vierte Dimension

    06.02.2016, yoatmon
    Zeit ist der lückenlos kontinuierlich fortschreitende Unterschied zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zwischen Gegenwart und Zukunft. Die drei wesentliche Bezugspunkte der Zeit sind die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir befinden uns immer in der Gegenwart. Die Zeit schreitet immer in eine Richtung; nämlich vorwärts.

    Nach gängiger Theorie (Urknall) sind Raum und Zeit erst mit dem Urknall entstanden (*darüber lässt sich trefflich diskutieren). Zeit ist ein metaphysisches Phänomen. Sie ist einerseits real, kann aber nicht gegenständlich gesehen / betrachtet oder physisch gefühlt werden, hat keine molare Masse und keine Ordnungszahl im periodischen System.

    Z. B. unsere Erde hat einen Durchmesser von ungefähr 12.742 Kilometer. Bei ihrem Umlauf um die Sonne beschreibt sie einen virtuellen "Schlauch" mit einem Durchmesser von ca. 12.742 Kilometer und einer Länge welche der Länge der Erdumlaufbahn um die Sonne entspricht. Dieser "Schlauch" ist zugleich real und virtuell. Real deshalb weil unsere Erde real ist und auch diesen "Raum" beschreitet; virtuell weil dieser "Raum / Schlauch" genauso metaphysisch ist wie die zuvor beschriebene Zeit.

    Im Altertum wurde die These des Atoms von dem Griechen Leukipp geboren und von seinem Schüler Demokrit verfeinert zu der Ebene die dem heutigen allgemeinen Verständnis darüber entspricht. Die moderne Wissenschaft hatte irrtümlicherweise das Atom als kleinsten Baustein der Materie definiert. Heute ist bekannt das das Atom nicht der kleinste materielle Baustein ist, da es einen Kern hat der aus Protonen und Neutronen besteht welcher von Elektronen umkreist wird. Diese subatomare Partikel lassen sich jeweils noch weiter unterteilen in Quarks. Es gibt sechs unterschiedliche Quark-Typen die nach gegenwärtigen Wissensstand die kleinsten Materie-Bausteine darstellen. Nach den ersten Griechischen Vorstellungen und heutigem Wissensstand müssten die Quarks eigentlich Atome heissen.

    Die Zeit lässt sich auch unterteilen ähnlich wie die Materie. Bei der Materie wissen wir heute, dass die kleinsten unteilbaren Teilchen Quarks sind. Bei der Zeit ist die kleinste Einheit die Plancksche Zeit / (ca.) 10 hoch -43. Die Planck Zeit stellt das theoretisch kürzeste mögliche Zeitintervall dar.

    Entsprechend dem Verständnis das wir über unser Universum haben, ist dieses ca. 13,78 Milliarden Jahre alt (Schätzung). Dieses Alter gilt für jeden räumlichen Punkt in unserem Universum. Das gilt jedoch nicht für die Galaxien und den in ihnen enthaltenen Sternen und Planeten da diese alle unterschiedliche "Geburtsstunden" erfahren haben.

    Die absolute zeitliche Altersgrenze des Universums - was immer die auf die Stunde, Minute und Sekunde genau wäre, ist unbekannt. Vorausgesetzt, das Zeitreisen möglich wären, könnte nie über die tatsächlich Altersgrenze des Universums in die Zukunft gereist werden da in dieser "Zukunft" noch kein Universum existiert. Gereist werden könnte in der Zeit nur innerhalb der existierenden Grenzen zwischen Anfang des Universums und seines absoluten max. Alters. Wenn Raum und Zeit Attribute des Universums sind dann kann nur in der Zeit gereist werden wenn sie auch tatsächlich vorhanden ist.

    *Eine Singularität, auch als schwarzes Loch bekannt, besteht nicht aus baryonischer Materie. Diese unvorstellbaren enormen Massen brechen alle existierenden Bindungen die es in der Hierarchie baryonischer Materie gibt. Es gibt weder Moleküle oder Atome noch subatomare Teilchen; nur noch elementare Materie und das sind nach Stand des Wissens, Quarks.
    Diese immense Schwerkraft zerreisst jede elementare Verbindung baryonischer Materie die in den Ereignishorizont einer Singularität tritt.
    Vor kurzer Zeit wurde eine kleine Galaxie mit einer riesigen Singularität entdeckt, die eigentlich viel zu gross erschien im Verhältnis zur Grösse ihrer Galaxie. Ich schliesse daraus, dass diese Galaxie sehr alt sein muss und das die darin befindliche Singularität reichlich an ihrer Galaxie geweidet hat.

    Entgegen der gängigen Meinung bin ich überzeugt das jede Galaxie in ihrer beherrschenden Singularität enden wird. Wenn dann alle Singularitäten im Universum über unvorstellbaren langen Zeiträumen miteinander verschmolzen sind ist es wiederum eine Frage der Zeit, bis bei einer solchen kritischen Masse ein kritischer Druck und Temperatur entsteht und es wieder zu einem Urknall kommt.

  • Zum Beispiel ist die Hand eines Weberknechts eine einzige Kralle.

    06.02.2016, smilie
    Mit der Kralle hakt sie sich einfach in kleinsten Ritzen fest.

    Soviel zur theoretischen Untersuchung von Spinnen.
  • ein wahrlich guter Artikel

    05.02.2016, Optio Nal
    Ich lese wirklich viele Artikel zu diesem Thema und ich muss sagen, dieser Artikel ist wirklich gelungen! Weder zu sehr in die eine, noch zu sehr in die andere Richtung gewichtet. Es werden sowohl Vor- als auch Nachteil beleuchtet. Es handelt sich meiner Meinung nach eher um eine realistische Betrachtung. Natürlich gehe ich davon aus, dass die genannten Fakten auch tatsächlich mit einer Recherche belegt sind. Da aber zum Beispiel auch sehr detailliert auf den Forschungsstand eingegangen wird (ohne zu verharmlosen!) kann man diesen Artikel nur loben. Generell komme ich nach genügend eigener Recherche zu folgendem Schluss: Selbstverständlich kann man ein Leben in absoluter Abstinenz leben. Dies trifft, betrachtet man die wissenschaftlichen Erhebungen - allein - zu Alkohol und Nikotin, oder den eigenen Familien- und Bekanntenkreis, wohl nur auf die allerwenigsten Menschen zu. Für diejenigen, die ihr Leben nicht in vollkommener Abstinenz verbringen, sollte - zumindest bei Stoffen, die in ihrer "Gefährlichkeit" im Bereich von Alkohol und Nikotin liegen - die eigene Entscheidung Grundlage für die Nutzung sein. Natürlich sollten öffentliche Angebote für Menschen bereit stehen, die Probleme mit dem "Konsum in Selbstverwaltung" entwickeln. Eine generelle Repression steht diesen Hilfeangeboten wie auch einem wirksamen Jugendschutz jedoch entschieden entgegen. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem vielzitierten Urteil von 1994 kein generelles "Recht auf Rausch" feststellen können. Weshalb dieses dann in Hinblick auf eine sehr verbreitete Volksdroge anders gehandhabt wird, ist mir ein völliges Rätsel. Hierbei verweise ich auch vorsichtig auf die tödlichen Folgen von z.B. Alkohol mit allein zehntausenden Todesopfern in Deutschland. Und ja, ich spreche hier von Opfern, denn auch im Bereich Alkohol könnten die Beratungs- und Hilfeangebote deutlich ausgebaut werden. Oder hören wir etwa auf, Sicherheitsmechanismen für andere Bereiche des täglichen Lebens, die mit einem Risiko für Leib und Leben verbunden sind (Beispiel Straßen-, bzw. Individualverkehr) zu entwickeln? Dass - vollständig unabhängig von diesem Thema - das vorenthalten von medizinisch hilfreichen Stoffen gegenüber tagtäglich bzw. jahrelang leidenden Patienten (ich persönlich gehöre glücklicherweise nicht dazu) moralisch höchst verwerflich ist und wohl deutlich in den Bereich der unterlassenen Hilfeleistung fällt, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.
  • Echt?

    05.02.2016, Max U.
    Und das (spezifische) Gewicht und auch die Geschwindigkeit spielen keine Rolle?
    Antwort der Redaktion:
    Diese spielen natürlich auch eine Rolle - ich bin natürlich von einem normal großen Kieselstein ausgegangen, der mit Schwung auf das Wasser geworfen wird ;-)

    Daniel Lingenhöhl
  • *verwirrt*

    05.02.2016, Freddy Kushner
    "Andererseits ist vor allem dieser Inhaltsstoff für die Rauschwirkung des Hanfs verantwortlich und kann zur Abhängigkeit führen."

    THC soll abhängig machen können? Und ich dachte, Stand der Wissenschaft wäre, dass Cannabis, bzw. dessen Inhaltsstoffe nicht körperlich abhängig machen, sondern der Konsum, bei einer entsprechenden seelischen Konstitution, lediglich zu psychischen Abhängigkeiten führen kann, wie man es auch beim Glücksspiel z.B. mitunter zu beobachten ist. Da würde doch kein Mensch davon sprechen, dass die es gerade die in einem Stapel Spielkarten enthaltenen Karten sind, die zur Abhängigkeit führen können. Psychische Abhängigkeiten kommen nämlich nicht durch irgendwelche Substanzen oder Suchtmittel zu Stande, sondern durch psychische Probleme. Sonst spräche man ja auch nicht explizit von psychischen Abhängigkeiten.
  • Aufbereitung

    05.02.2016, K.H-Baumann
    Ich finde den Artikel als journalistische Arbeit ganz gut. Doch liest er sich wie eine Abschrift der Forschungen aus der Industrie.
    Warum hat die Industrie die Aluminiumzusätze aus ihren Produkten entfernt, obwohl die Qualität des Produktes darunter leidet? Die Wirtschaft entscheidet sich nie zu Ungunsten der Ertäge etwas zu ändern. Wohl aber vorausschauend zu ihrer Sicherheit.
    Auch wenn die Forschung in diesem Zusammenhang noch am Anfang steht, auch wegen der fehlenden finanziellen Unterstützungund der Industrie und viele Anschauungen und kleinere Ergebnisse vorliegen, ist es nicht ausgeschlossen dass Aluminium nicht schädlich für den menschlichen Körper ist.
    Vielleicht hätte sich der Autor doch noch etwas besser informieren sollen.
    Die ironische Bemerkungen wie der Satz:
    Die ---messerscharfe ---Schlussfolgerung: Aluminium in Deos verursacht Brustkrebs,
    ist dumm und war nicht nötig. Ausserdem beleidigt er alle an Brustkrebs erkrankten und zum Teil daran verstorbenen Frauen.
    Sie setzten alle ihre Hoffnungen in eine-- seriöse-- Forschung und seriöse Berichterstattung über die Erkenntnisse der neuesten medizinischen Ergebnisse.
    Antwort der Redaktion:
    "...ist es nicht ausgeschlossen dass Aluminium nicht schädlich für den menschlichen Körper ist." Freut mich, dass Sie das zumindest anerkennen. Trotz böser Industrie.

    Ich glaube, sie missverstehen die Bedeutung des Begriffes seriös. Er bedeutet nicht, dass Ihnen das Ergebnis gefallen muss. Wenn man mal nen halben Tag lang die Studien über diese angebliche Verbindung von Aluminium und Blustkrebst liest, bleibt einem wirklich nur noch Sarkasmus. Meine Darstellung in dem Beitrag ist noch freundlich.
  • Existentielles Problem

    04.02.2016, Thomas Heindl
    Das Limit der Dunbar-Zahl ist ohne Zweifel ein existentielles Problem für die globalisierte Menschheit. Kulturell scheitern wir, wie man in den letzten Jahren beobachten kann, permanent an den dadurch verursachten Problemen, biologische Evolution ist sicher zu langsam für unsere aktuelle Situation (Umweltverschmutzung, soziale Ungleichheit usw.). Was Hoffnung gibt, ist möglicherweise künstliche Superintelligenz - das bedeutet aber für die Menschheit, die vermeintlich vorhandene Kontrolle über sich selbst abgeben zu müssen... Ich habe das hier genauer ausgearbeitet: http://www.interaktionstheorie.org/2016/01/21/weshalb-die-menschheit-ueberleben-wird/
  • Kampfbegriff "Gender"

    04.02.2016, mitm
    Die Bemerkungen in Kommentar #2 ist völlig richtig, gehen allerdings in der Kritik an der Verwendung des Begriffs "Gender" nicht weit genug. Wenn man "Gender" als "soziales Geschlecht" - was immer das genau heißen soll - definiert, sollte völlig offensichtlich sein, daß das (oder der?) Gender einer Person keinen Einfluß auf biochemische Prozesse haben kann. Man fragt sich, wieso jemand auf die absurde Idee kommen könnte, es sei anders.

    Der vage Begriff "soziales Geschlecht" unterstellt immerhin, daß "Gender" überhaupt eine Eigenschaft von Personen ist, die bestimmte Ausprägungen hat, die man bei einer konkreten Person "messen" oder beobachten könnte. Tatsächlich wird der Begriff "Gender" in den Gender Studies überwiegend normativ verstanden (z.B. in Judith Lorbers Standardtextbuch "Gender-Paradoxien"): einer Person wird durch soziale Willkür ein Gender zugewiesen, ihr Gender ist eine Verhaltensvorschrift. Der normative Gender-Begriff ist keine beobachtbare Eigenschaft von Menschen, sondern eine (hochgradig umstrittene) soziologische Theorie, wie geschlechtsspezifisches Verhalten entsteht. Es ist ein Kampfbegriff, der fundamental wichtig für die feministische politische Agenda ist. Deshalb wird er auch in völlig sinnlosen Verbindungen wie "Gender Medizin" (die korrekterweise geschlechtsspezifische Medizin heißen müßte) unters Volk gebracht. Es soll alternativlos erscheinen und als trojanisches Pferd die gender-feministische Ideologie in die Naturwissenschaften infiltrieren.
  • Erfahrungen mit Vogelfreunden in Deutschland

    04.02.2016, Richard Gruber
    Vor ca. 60 Jahren war ich als 15-Jaehriger Mitglied eines Vereines, der den Namen
    "Verein fuer Vogelfreunde" trug. Nach drei Jahren konnte ich nicht mehr an den
    monatlichen Vereinsversammlungen teilnehmen, da ich wegen meines Studiums
    gezwungen war, in eine Universitaetsstadt zu ziehen.
    Waehrend meiner aktiven Vereinszugehoerigkeit zuechtete ich Kanarienvoegel und Kreuzungen mit Wildvoegeln, ansonsten tat ich das gleiche wie meine erwachsenen Vereinsfreunde: Wenn es irgendwie ging, fingen wir Wildvoegel - im Winter Stand- und Strichvoegel und im Fruehjahr die aus den Winterquartieren zurueckkehrenden Zugvoegel. Waehrend der Brutzeit suchten wir die Nester seltener Voegel (z.B. Pirol, Wiedehopf) um an deren Junge zu kommen.
    Offiziell war das zwar verboten", doch die Praxis war anders. Als Jugendlicher
    haette man sich sicherlich von den "erwachsenen Vorbildern" beeinflussen, ja
    sogar praegen lassen koennen, aber das war und ist wohl eine Illusion.
    Vor knapp 20 Jahren machte ich eine ernuechternde Erfahrung: Ein
    "Vogelschuetzer" (den ich persoenlich gut kannte) hatte die Angewohnheit fast jedes Jahr nach Spanien zu reisen um dort seltene Voegel zu fangen, die er dann illegal nach Deutschland brachte. Dieser Mensch war ebenfalls Vorsitzender eines Vereins von Vogelfreunden und erhielt wegen besonderer Verdienste im Vogelschutz mehrere Auszeichnungen. Ich frage mich, wie so etwas in unserem zivilisierten Deutschland moeglich ist !
    Die akademischen (internationalen) Kooperationsprojekte sind m.E. zwar wichtig,
    aber wenn man nicht zuerst vor seiner Haustuer zu kehren in der Lage ist, dann
    darf man sich nicht wundern, dass durchschlagende Erfolge bei solchen
    Mentalitaeten nicht zu erwarten sind -vorallem wenn man die Mitarbeit einer i.d.R.
    aermeren Bevoelkerung (sog. Dritte Welt) einfordern will.