Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • kleiner Fehler

    05.12.2011,
    Das zeigt ein Ausbruch aus dem Jahr 2011, bei dem Poliostämme aus Nordnigeria nach Jemen und Indonesien gelangten und dort Menschen identifizierten. Es dauerte Jahre, das Virus in den zuvor poliofreien Ländern wieder zu besiegen.

    Das war wohl 2001?
    Antwort der Redaktion:
    Richtig, es muss 2001 heißen. Vielen Dank, wird korrigiert.

    - LF
  • Oder die Vermessung der Welt

    04.12.2011, Georg Kalchhauser, Wien
    Die vom Nobelpreiskomitee gewürdigte Arbeit entspricht m.E. einer Bestimmung der Fallgesetze, ohne das zugrundeliegende Gravitationsgesetz auch nur zu erahnen. Alle nachfolgenden Erklärungsversuche der kosmischen Expansion liegen offenbar im "Dunklen", Raum für Spekulationen, häufig jenseits aller Physik. Bleibt, die SN-Messungen und die Hartnäckigkeit der Astro-Teams über mehrere Jahrzehnte zu würdigen, ob das den Preis rechtfertigt, mag jeder selbst urteilen.
  • Unfug in Ster

    02.12.2011, Karl-Heinz Herzog
    Ein Baum braucht wenigstens 10 bis 20 Jahre zum Wachstum (nur so als Schätzung). Der Brennwert hält ... vielleicht 1 Woche. Die Lebensdauer als Papier ist noch kürzer. Egal, was wir damit anstellen - ein Baum braucht länger zum Wachsen, als er in der Nutzung überlebt. Politiker sind Milchmädchen, bei denen der profitiert, der seine Interessen am besten vertritt.
    Statt einer Reduzierung der Verbraucher sucht man eben nach neuen "Steigerungsmöglichkeiten".
    Wie hatte schon Ludwig Thoma so trefflich formuliert: die Demokratie ist eine Regierung der Dummen, da es eben mehr Dumme als Intelligente gibt.
  • Schadstoffverteilung in Wilhelmsburg

    02.12.2011, Jens Matysik, 21109 Hamburg
    Die Stadt Hamburg plant die Wilhelmsburger Reichsstr. , von jetzt 14 Meter Breite zu verlegen und dann auf 28 Meter Breite auszubauen. Diese neue Autobahn wird dann wenn die Klagen der Anwohner keinen Erfolg haben sollten an ein Wohngebiet mit ca. 25.000 BürgerInnen auf 100 Meter herangebaut. Die jetzige Trasse hat so gut wie keine Anwohner....lediglich Gewerbebetriebe etc.

    Auch das Steinkohlekraftwerk Moorburg geht irgendwann in Betrieb.

    Wurde diese beiden Projekte bei der Schadstoffverteilung (CO2, Feinstaub etc.) in Wilhelmsburg berücksichtigt ? Und wie wirken Sie sich auf unsere Gesundheit, speziell für unsere Kinder aus ??

    Vielen Dank und liebe Grüße aus Wilhelmsburg

  • HIV

    30.11.2011, Oliver Meckes
    Traurig- Da mangelt es aber nicht an der Wirksamkeit des Medikaments sondern an der Aufklärung der Bevölkerung. Das Gel selbst deswegen als wirkungslos zu bezeichnen (wo es doch nachweislich wirkt) halte ich für fatal.
  • Modelleisenbahners Traum?

    29.11.2011, Paul R. Woods, z.Zt. Honiara, Salomonen
    Wenn, dann die Eisenbahnanlage in der Speicherstadt.
    Die Bilder vom Windkanalmodell sind für mich als Modellbahner (Märklin Spur Z - 1:220) keineswegs attaktiv.
  • Bäume

    29.11.2011, Kai Hiltmann, Coburg
    ich hätte auch Bedenken, dass auf diese Weise ein Holzschädling künstlich erzeugt worden ist, den das Immunsystem der Bäume nicht kennt.
  • Windkanäle trotz Supercomputer

    29.11.2011, Rudolf Uebbing, Stockumer Str. 231, 44225 Dortmund
    Das Strömungsverhalten von Materie
    ist bislang nicht abschließend exakt mathematisch
    beschrieben oder beschreibbar - sogar ein
    hochdotierter Preis ist für die Lösung
    eines Spezialproblems ausgeschrieben.

    Somit wäre es nicht verwunderlich,
    wenn die Abhängigkeit
    der Laborresultate in nichtlinearer
    Weise mit dem Modellmaßstab zu tun hat
    und erst mehrere Modelle unterschiedlicher
    Größe hier zur besseren Aufklärung
    der physikalischen und mathematischen
    Gesetzmäßigkeiten weitergehende Erkenntnis
    versprächen.
    Antwort der Redaktion:
    Die mathematischen Schwierigkeiten bei der Lösung dieses Problemes sind tatsächlich sehr groß. Da es sich um ein chaotisches System handelt stellt die Beschreibung dessen natürlich ein riesiges Problem dar und sie haben recht - nicht ohne Grund wurde daher für die Lösung ein Preis ausgelobt.

    Die Forscher am Windkanal in Hamburg sind allerdings in erster Linie auf der Suche nach praktischen Lösungen für praktische Probleme. Dort wird versucht eben diese Lücke, die sich durch die mathematischen Schwierigkeiten ergeben, zu schließen, um auf diese Weise belastbare Daten über Windverhältnisse zu ermitteln und damit Lösungen für unterschiedliche Problemstellungen bei Bauvorhaben liefern zu können.

    Liebe Grüße

    Ralf Heß
  • Fressen die auch Papier?

    29.11.2011, L. Eule, Bargebuhr
    Erinnert sich noch wer an den kleinen Fernsehfilm zu genau solchen Bakterien? "Zucker, eine wirklich süße Katastrophe"
    Natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber hoffentlich wird das nicht mal auf unsere Bibliotheken angesetzt.
  • Bakterien, die Zellulose zersetzen?

    28.11.2011, Roland Giersig
    Und wer sagt, dass diese Bakterien nicht unsere Wälder zersetzen? Und selbst wenn das überprüft wird, wer sagt, dass sie das nicht nach einer trivialen Mutation können? Nein, zu gefährlich.
    Antwort der Redaktion:
    Auch Bäume haben ein Immunsystem und andere Schutzmechanismen gegen Pathogene. Wenn eine Handvoll Enzyme reichen würde, sie anzugreifen, wären unsere Wälder schon längst futsch.
  • Die 5. Dimension

    28.11.2011, Frank Svoboda, 51399 Burscheid
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Es gibt meines Erachtens noch eine weitere, 5. Dimension des Selbstgesprächs. Als Softwareentwickler muss ich oftmals etliche Zahlenwerte und Namen mittelfristig im Kopf behalten. Wenn ich diese einmal laut ausspreche, fällt das wesentlich leichter, und ich mache bedeutend weniger Fehler – besonders was Zahlendreher angeht. Daher nutze ich es ganz bewusst, mit mir selbst zu sprechen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Svoboda

    PS: Wer Selbstgespräche führt, möchte sich nur mit dem Kompetentesten unterhalten. ;-)
  • Frage zu Fotovoltaik-Wirkungsgraden

    28.11.2011, Alois Bitterli, Wiezikon (Schweiz)
    Die erreichten Fotovoltaik-Wirkungsgrade von CPV-Zellen sind beeindruckend, aber für eine Hausdach-PV-Anlage sind die wegen den benötigten Lichtkonzentratoren wohl kaum einsetzbar.
    Darum meine Frage: Welche maximalen Wirkungsgrade von PV-Zellen die für eine Hausdachinstallation anwendbar wären, sind heute labormässig schon erreicht worden?
    Antwort der Redaktion:
    Das kann man so pauschal nicht sagen, weil es keine Abgrenzung gibt, was für ein Hausdach geeignet ist und was nicht. Die höchsten Wirkungsgrade erreichen derzeit monokristalline Siliziumzellen. Sie kommen in der Serienfertigung auf etwa 18 Prozent und im Labor auf 25 Prozent. Polykristalline, amorphe und Dünnschichtsolarzellen liegen darunter. In dem Markt ist aber vieles in Bewegung. Ich gehe davon aus, dass Mehrschichtsolarzellen irgendwann auch auf Hausdächer gebaut werden (Konzentratorzellen eher nicht, weil die der Sonne nachgeführt werden). Das ist aber weniger ein technisches Problem, sondern eine Frage der Kosten.


    Bernd Müller
  • Mathematische Grundlage für Shechtmans Entdeckung

    28.11.2011, Peter Kramer, Tübingen
    Der Artikel beschreibt das Experiment, auf dessen Basis Dan Shechtman 1984 das unerwartete Diffraktionsmuster der ersten Quasikristalle publizierte, das ihm den Nobelpreis für Chemie 2011 eintrug. Entgegen Ihrem Bericht ist die von D. Shechtman publizierte atomare Ordnung nicht zehnzählig, sondern ikosaedrisch. Sie weist damit fünfzählige Symmetrie in sechs räumlichen Richtungen aus, die senkrecht zu den zwölf paarweise parallelen Seitenflächen eines regulären Dodekaeders verlaufen. Die sichtbare zehnzählige Symmetrie des Diffraktionsmusters entsteht erst durch die Zentrosymmetrie in der Streuung an der atomaren Struktur.

    Im Artikel wird hervorgehoben, dass P. J. Steinhardt in Kenntnis der Experimente von Shechtman zusammen mit D. Levine nach wenigen Wochen eine Erklärung der Diffraktionsspektren im gleichen Journal Physical Review Letters publizierte. Dabei übersehen Sie: Schon elf Monate vor den Publikationen von Shechtman und von Levine und Steinhardt hat eine an die internationale Zeitschrift Acta Crystallographica eingereichte, in Vol 40A (1984) 580-7 publizierte Arbeit von P. Kramer und R. Neri die mathematische Grundlage für Shechtmans Entdeckung geschaffen. In dieser Arbeit werden die erwähnten sechs fünfzähligen Richtungsvektoren als ikosaedrische Projektionen aus sechs Richtungsvektoren des sechsdimensionalen kubischen Gitters nachgewiesen. Nach den Regeln der Kristallografie für dieses Gitter werden die Maxima der Diffraktion von Shechtmans ikosaedrischer Struktur bis heute durch je sechs ganze Zahlen bezeichnet. Auch die beiden von A. L. Mackay 1982 als Bausteine der ikosaedrischen Ordnung vorgeschlagene Rhomboeder werden von Kramer und Neri in Fig. 6 ihrer Arbeit als Projektionen aus dem kubischen sechsdimensionalen Gitter erwiesen. Die Theorie wurde also vor dem Experiment gefunden und veröffentlicht. In der Darstellung der Wissenschaftsgeschichte sollte man vorsichtig sein.
  • Nur ein Einzelfall

    28.11.2011, Bernd Meier, Erlangen
    Über den Kommentar von Herrn Lingenhöhl bin ich verwundert, denn ich habe auch im Spektrum schon Artikel über die Gefährlichkeit, zumindest Unsicherheit der CO2-Endlagerung gelesen.

    Noch mehr verwundert bin ich über seine Begründung für die CO2-Abscheidung, nämlich die Erderwärmung zu verhindern oder zumindest zu mindern. Hat doch die Politik erst vor kurzer Zeit demonstriert, dass dies kein vorrangiges Ziel ist, indem sie eine Anzahl von Kernkraftwerken mit CO2-freier Stromproduktion abschalten ließ, wohl wissend, dass diese im wesentlichen durch Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt werden, also die CO2-behaftete Stromproduktion erhöht wird.

    Das eigentliche Problem ist nicht eine einzelne Fehlentscheidung, sondern das Fehlen einer langfristigen Strategie, wie die Energieversorgung technisch, wirtschaftlich und politisch gesichert werden kann. Durch eine Reihe von einseitigen und Fehlentscheidungen (auch eine dringend notwendige Entscheidung, die nicht getroffen wird, ist eine Fehlentscheidung) haben sich die jetzige Regierung und ihre Vorgänger in ein Labyrinth von Sackgassen manövriert, in dem nahezu jede Entscheidung zu heftigen Protesten mit der Gefahr eines Wahldebakels führen kann - und nichts fürchtet ein Parlamentarier mehr als letzteres. Die oben kommentierte Entscheidung gegen die CO2-Einlagerung, d. h. so weiter machen wie bisher, ist dann nur folgerichtig.
  • Der Docht neigt sich...

    28.11.2011, Dr. Christian Schütze, 34225 Baunatal
    Wunderbar beschrieben - wie stets bei Herrn Schlichting - das Wunderwerk Kerze. Nur beim Docht hapert es! Schon das Bild im Artikel zeigt, dass die Aussagen zum Docht so nicht ganz richtig sind: nicht "erst dort, am oberen Ende ... verbrennt das Wachs", sondern deutlich sichtbar schon im Bereich der Krümmung. Deshalb ist eine (moderne) Kerzenflamme nicht ganz rotationssymmetrisch. Früher wurde der Docht in der Tat immer länger. Die Kerze quittierte das mit verstärktem Rußen und Flackern, "blaken". Schließlich fiel der zu lange gewordene Docht ab, und ein Zimmerbrand war nicht auszuschließen. Daher erfand die Menschheit die Dochtschere, um den Docht zu "schneuzen". Die abgeschnittene Dochtspitze fiel dabei immer noch sonst wo hin, deshalb versah man die Schere mit einem Töpfchen o.ä.

    Heute ist der Docht "hitec", nämlich ein geflochtener Zopf, bei dessen Herstellung vielleicht ein Lehrbube 'mal die Garne falsch ins Flechtmaschinchen einfädelte und so einen "unegalen" Docht flocht. Der nun verzieht, biegt sich in der Flamme und steckt dabei sein Näschen an die frische Luft. Dort, und nicht in der Flamme, findet er den Sauerstoff zum Verglühen. Auch das ist ein Vorgang mit vielen Gleichgewichten, über die Herr Schlichting sicher ebenfalls einen Artikel schreiben könnte.
    (Quelle: Wikipedia!)