Die Geräte empfangen Wärmestrahlung in einem Bereich von 55 bis 672 Mikrometern. Bei diesen Wellenlängen kann die Strahlung – anders als das sichtbare Licht – auch Gas- und Staubwolken durchdringen, wodurch ein tiefer Blick in sonst verborgene Geschehnisse möglich wird. Darunter werden ferne Planetensysteme, entstehende Sonnen und Galaxien sein, aber auch die Milchstraße und sogar unser Sonnensystem stehen auf dem Plan – etwa die Gefilde jenseits von Neptun, wo noch unzählige Gesteinsbrocken auf ihre Erforschung warten, oder die Hüllen von Kometen.
An Bord befinden sich zwei Instrumente, die einen Frequenzbereich von 30 bis 850 Gigahertz überspannen. Das LFI (Low Frequency Instrument) besteht aus bolometrischen Detektoren und das HFI (High Frequency Instrument) aus Radiometern.
Vor allem hat Planck die kosmische Hintergrundstrahlung im Visier, die rund 380 000 Jahre nach dem Urknall ausgesendet wurde. Er wird sie mit bislang unerreichter Präzision vermessen: Die aus den Daten erstellte Himmelskarte soll eine Auflösung von mehreren Millionen Pixeln besitzen. So werden selbst winzige Energieschwankungen darin sichtbar, die sich auf ebenso winzige Schwankungen in der damaligen Materiedichte zurückführen lassen.
Hintergründiges und Aktuelles zu Herschel und Planck finden Sie unter www.astronomie-heute.de/ herschel-und-planck
Im Gegensatz zu Vorläufermissionen wie COBE und WMAP wollen die Forscher mit dem neuen Satelliten 15-mal mehr Informationen über den Ursprung, die Evolution und die Zukunft des Universums einfangen. Anderthalb Jahre hat er dafür Zeit, dann wird ihm das Kühlmittel ausgehen und seine Instrumente versagen. Dieses Schicksal blüht auch Herschel – allerdings prognostizieren die Wissenschaftler ihm rund dreieinhalb Jahre. 






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