Variabilität w [von latein. variabilis = veränderlich; Adj. variabel], meist im umfassenden Sinne verwendeter Terminus, nämlich sowohl im eigentlichen Wortsinn als Veränderlichkeit, aber auch für die mehr oder minder große Verschiedenheit in der Ausprägung der Eigenschaften (Phänotyp) bei den Individuen einer Art (Population), was differenzierend als Variation bezeichnet wird ( ä vgl. Infobox ). Da die Mehrzahl der Eigenschaften eines Individuums durch Umwelteinflüsse (Umwelt) und Erbe (Vererbung) gemeinsam bedingt wird, kann man die Gesamtvariabilität einer Eigenschaft (eines Merkmals) unterteilen in: a) genetische Variabilität = erblich bedingte Variabilität und b) modifikatorische Variabilität = durch (unterschiedliche) Umweltbedingungen hervorgerufene Variabilität (Modifikation). Hier ist eine bestimmte Reaktionsnorm genetisch vorgegeben – als Fähigkeit eines Organismus, auf eine bestimmte Konstellation der äußeren und inneren Entwicklungsbedingungen (also auch solcher, die im mütterlichen Organismus auf den Embryo wirken) in einem gewissen Rahmen durch Ausbildung bestimmter Varianten zu reagieren. Der genetisch bedingte Anteil an der Gesamtvariabilität wird als Heritabilität bezeichnet. Die genetische Variabilität der Individuen (genetische Flexibilität) beruht auf Mutationen und bei sich zweigeschlechtlich fortpflanzenden Organismen auch auf der Rekombination von Allelen bei der sexuellen Fortpflanzung. Abart, Darwin (C.R.), Dobzhansky (T.), neutrale Variabilität, Polymorphismus, Polyphänismus, Variable; Selektion I .