Der Rhythmus der inneren Uhr macht Menschen zu Eulen oder Lerchen – also zu Frühaufstehern oder Nachteulen. Ein Team von russischen Forscher meint nach Untersuchungen im Schlaflabor allerdings, dass Mischformen dieser klassischen, aber eben auch extremen Typen ebenso charakteristisch sind und als eigene Typen anzusehen wären.

Denn bei ihren Tests an 130 Freiwilligen, deren 24-Stunden-Zyklus sie überwachten, ergaben sich bei der Auswertung am Ende nicht zwei, sondern eindeutig vier Gruppen: die Lerchen und die Eulen, deren Aktivitätszyklen um rund zwei Stunden verschoben lagen, sowie zwei weitere Gruppen – eine fühlte sich eher immer wach und aktiv, eine ständig schlapp und müde.

Laut Studienleiter Arcady Putilov könne man anhand des typischen Tagesgangs ziemlich genau "vier Chronotypen ausmachen: Jede Gruppe ist schon bei der Selbstauskunft über Schläfrigkeit und Schlaf-wach-Rhythmus bei einem 24-stündigen Schlafentzug eindeutig von den anderen zu unterscheiden." In weiteren Untersuchungen muss sich zeigen, ob hier tatsächlich mehr als kontinuierlich ineinander übergehende Mischtypen aufgefallen sind – wenn nicht, dann bräuchten die Menschen, die weder Eulen noch Lerchen sind, wohl einen Namen, wie die British Psychological Society in einer Pressemitteilung zusammenfasst. Im Gespräch sind demnach inoffiziell etwa "Dodo" und "Schwalbe". Andere Forscher vermuteten allerdings schon, dass individuelle Unterschiede zwar existieren, wir im Mittel aber alle eher Durchschnittsdrosseln sind.