Gegenwärtig häufen sich die sozialen Probleme überall auf der Welt. Zwei Bollwerke des Wohlstands – die Europäische Union und die Vereinigten Staaten – werden von inneren und äußeren Konflikten erschüttert. Der syrische Bürgerkrieg treibt Scharen von Flüchtlingen nach Europa und droht die anfangs großzügige Aufnahmebereitschaft zu überfordern. Die Medien berichten von Gräueltaten im Nahen Osten, stagnierendem Wachstum in China und den drohenden Folgen der globalen Erwärmung. Für große Teile der europäischen und der amerikanischen Bevölkerung hat sich der Lebensstandard seit Jahren kaum erhöht, und viele Bürger kehren einer Politik, die ihnen so wenig gebracht hat, enttäuscht den Rücken.

In den reichen Ländern sinkt die Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens, und zugleich nimmt die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen überall zu. Fast jede der oben genannten Bedrohungen hängt direkt oder indirekt mit dem Problem der Ungleichheit zusammen.

Geht die Welt also unweigerlich den Bach runter? Um unsere Zukunft realistisch einzuschätzen, darf man nicht nur vom derzeitigen Zustand ausgehen. Wir sollten zurückschauen und sehen, wie weit wir gekommen sind.

Die Lage ist ernst, aber kein Grund für Schwarzmalerei. Zunächst einmal: Die Bewohner der reichen Welt und viele Menschen in ärmeren Ländern sind heute wesentlich begüterter und gesünder als zu irgendeinem historischen Zeitpunkt …